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  • #2414
    martin1984
    Teilnehmer

    Guten Tag Dr.Leo

    Wie hoch ist die wahrscheinlichkeit das man von syphilis erblindet?

    Ich habe gehört das man im 3 Stadium erblinden kann und das das 3 Stadium erst nach vielen Jahren nach einer Infektion eintritt! Kann mann bis zum 3 Stadium keinerlei Symtome haben und dann im 3 Stadium welche bekommen und gleich blind werden oder kann mann dann noch was gegen das blind werden und andere schäden tun?

    Wie hoch ist das Infektionsrisiko für Syphilis wenn eine Frau ihre Scheide auf meiner Jeanshose reibt und ich dann mit den fingern dort ankomme und mir dann in den Mund fahre?

    Würden sie einen Syphilistest raten auch wenn sie mit Ihrer Scheide ganz leicht an meiner Unterlippe angetupft ist? Da war sie nicht feucht!

    Hab angst irgendwann zu erblinden!

    Freundliche Grüße

    Martin1984

     

    #7572
    Dr. Leo Lust
    Moderator

    Hallo martin1984!

    Es passiert immer wieder, dass Menschen im dritten Stadium der Syphilis erblinden. Blindheit ist eine von mehreren Spätfolgen einer nicht behandelten Syphilis-Infektion. Allerdings tritt diese Spätfolge immer erst im dritten Stadium der Erkrankung auf, d.h. man müsste zuvor die ersten beiden Stadien durchgemacht haben. Es kann allerdings sein, dass man das Geschwür des Stadiums I nicht bemerkt und im Stadium II keine erkennbaren Symtome aufweist.

    Bei Ihrem Sexualkontakt war eine Übetragung der Syphilis zwar nicht unmöglich, aber doch sehr, sehr unwahrscheinlich. Ein Test auf Syphilis wäre in Ihrem Fall wie Öl ins Feuer, denn sich nach jedem Sexualkontakt auf STDs testen zu lassen, kann für Sie langfristig keine Perspektive sein. Ich kann Ihnen nur den Rat geben, Ihre Angst vor STDs therapeutisch mittels Psychotherapie anzugehen. Theoretisch können bei jedem Sexualkontakt (auch beim Petting) bereits gewisse Infektionskrankheiten übertragen werden, und der einzige Schutz davor wäre völlige Enthaltsamkeit, aber wie gesagt: Das kann doch langfristig keine Perspektive für ein erfülltes Leben sein, weshalb ich Ihnen sehr nahelegen möchte, in einer Psychotherapie diese Angst anzugehen (immerhin lese ich zwischen den Zeilen heraus, wie sehr Ihnen diese Angst zu schaffen macht).

    Liebe Grüße!

    Dr. Leo Lust

    PS: Bezüglich Psychotherapeuten kann Ihnen Ihre Krankenkasse weiterhelfen, aber auch das Internet oder Ihre psychologische Krisenintervention vor Ort kann Ihnen diesbezüglich gewiss Therapeuten nennen.

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