Startseite Foren HIV/Aids Stich an einer Nadel eines HIV-Positiven

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  • #4633
    lina-maria
    Teilnehmer

    Sehr geehrter Herr Doktor,

    Mich beschäftigt etwas, obwohl ich weiss, dass die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung sehr gering ist.

    Ich arbeite in einem Sozialdienst (Büro), heute war ein HIV-Positiver zur Beratung da. Ich gab ihm kurz die Hand und er streckte mir schwungvoll fünf Papierzettel entgegen. Ich spürte einen kleinen Stich an der  Handinnenfläche. Ich dachte, ich hätte mich mit einer Papierkante geritzt (passiert öfters). Später bemerkte ich genau an der Stelle einen kleinen roten Punkt, der wehtat, runderhum war es irgendwie ganz leicht geschwollen. Der Punkt war minimal klein und rot, sah irgendwie nicht so aus, als wäre dieser durch die Papierkante entstanden.

    Plötzlich hat mich die Angst gepackt: Was, wenn der Klient eine kleine Hohlnadel gehabt hat, an der ich mich gestochen habe. Denn der Punkt sah aus, wie  ein kleiner Einstich (rund und nicht irgendwie kratzermäßig). Wenn es eine Nadel war, dann kann sie nur minimal klein gewesen sein (denn eine größere Nadel oder eine Spritze hätte ich gesehen). Auch war kein großer Bluttropfen auf meiner Haut, nur ein minimal kleines Tröpfchen (welches vermutlich aus meinem Einstich kam)

    Ich mache mir Sorgen, weil so etwas genau bei einem Klienten passierte, der nachweißlich HIV-infiziert ist. Das Porblem ist auch, dass dieser Klient hochgradig schizophren ist (was wenn er dies bewußt gemacht hätte)

    Könnte hier irgendwein Risiko einer Ansteckung sein? Wie sieht es aus, wenn in einer kleinen Hohlnadel noch etwas Blut eines Infizierten wäre und man sich an dieser Nadel piekst? Ich kann mich höchstens kurz gestochen haben.

     

    Danke für Ihre Antwort

    LG

    Lina

     

     

    #9790
    Dr. Leo Lust
    Moderator

    Hallo Lina-Maria!

    Drei von 1000 Nadelstichverletzten, die sich mit einer Nadel gestochen haben, auf der sich HIV-infektiöses Blut befindet, stecken sich mit HIV an. D.h. selbst wenn man sich mit einer Nadel sticht, auf der nachweislich infektiöses Blut klebt, ist das Risiko einer Ansteckung minimal.

    Wenn Sie dieses etwaige geringe Risiko nun sehr beunruhigt und Sie deswegen Sorgen haben, kann ein HIV-Test durchaus Sinn machen. Dann verschafft nämlich ein Test Sicherheit und Beruhigung (und das Zittern während des Wartens auf das Ergebnis ist für die Psyche viel gesünder als Monate lange Sorgen und Ängste).

    Liebe Grüße!

     

    Dr. Leo Lust

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