Startseite Foren HIV/Aids Phobie oder berechtigte Angst?

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    Chronike
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    Gute Tag,
    Ich bin 32 Jahre alt und männlich.
    Ich hatte Mitte 2019 ungeschützten Passiven AV mit einem Mann.
    Wir haben uns des Öfteren in einem Erlebniskino getroffen.
    Ein eindringen gab es, wenn überhaupt, sonst immer nur mit Kondom.
    Es kam schon vor das er ohne Kondom sein Glied an meinem Anus gerieben hat aber ein eindringen ohne Kondom gab es bis dahin nicht.
    An dem besagten Abend setzte ich mich auf sein Glied und er drang ohne Kondom ein. Für eine sehr kurze Zeit war er so in mir. Dann realisierte ich was da passiert und bin direkt von ihm aufgestanden. Es kam zu keiner Ejakulation von ihm in mir.
    Kurz darauf fragte ich ihn, ob er sauber sei.
    Er antwortete mit „das kommt jetzt ein bisschen spät, oder nicht? , Aber ja

    Im September 2019 hatte ich Sex mit einer Frau. Ich kannte sie auch aus diesem Erlebniskino. Ich nahm sie mit heim. Das erste mal hatten wir, geschützten GV.
    Später in der Nacht wachte ich auf und sie saß ohne Kondom auf mir und ritt mich..
    Das unterbrach ich direkt. Leider weiß ich aber nicht, wie lange sie schon so auf mir saß.

    Ungefähr 2 Monate später war ich erkältet. Habe von meiner Hausärztin Antibiotika verschrieben bekommen. Aber von der Apotheke einen anderen Herstellern ausgehändigt bekommen als die Ärztin empfiehl.
    Kurz nach der Einnahme entwickelte ich einen Hautausschlag auf meinem Oberkörper und den Beinen.
    Dann ging die Gedankenspirale los.. Ich googelte und das Ergebnis war HIV.
    Ich besuchte meine Hausärztin, einen Hautarzt.. Eine klare Antwort zu dem Ausschlag bekam ich nicht. Von Nesselsucht über Kontaktallergie bis Nebenwirkung durch das Antibiotikum war alles dabei..
    Der Ausschlag begleitete mich mehrere Wochen.
    Natürlich steigerte ich mich da sehr rein.
    Anfang April 2020 verstarb mein Hund und das gab mir den rest..
    Ich sah Symptome, die nicht wirklich vorhanden waren..
    Mundsoor, weißliche Ränder an der Zunge, Aphten (die heute immer noch auftreten) ,
    Fieber , geschwollene Lymphknoten usw.
    Also fast alles was man in Verbindung mit HIV bei Dr. Google so findet..
    Daraufhin sprach ich erneut mit meiner Hausärztin und sie machte ein großes Blutbild. Ich war kerngesund. Hatte nur einen stärkeren Vitamin D mangel.
    Wahrscheinlich wurde dieser durch die Corona-Pandemie verursacht.
    Aber auch ein Vitamin D Mangel deutet auf HIV hin, zumindest laut Google…

    Im Juni war ich erneut kurz vor einer Panikattacke. Ich bestellte mir einen Heimtest. Dieser schlug aber fehl.. ( Wahrscheinlich weil ich so aufgeregt war, dass ich am ganzen Körper zitterte) .
    Meine Mutter ergriff die Initiative und kaufte bei der Apotheke den HIV Heimtest von Ratiopharm. Und half mir bei dem Test. Dieser fiel negativ aus.
    Es war eine Erleichterung..

    Nun ist fast ein Jahr vergangen und mich beschleicht erneut seltsame gedanken..
    Hab ich alles richtig gemacht? War es genug Blut? Die Symptome sprechen doch gegen das negative Ergebnis..

    Ich hoffe auf ihren professionelle Rat..

    #13968
    Dr. Leo Lust
    Moderator

    Hallo,

    Zur Situation 1:

    Wenn Lusttropfen auf die Darmschleimhaut kommt, besteht ein Risiko einer HIV-Infektion.

    Situation 2:

    äußerliches Reiben stellt kein Risiko dar, weil hier nicht genug Scheidenflüssigkeit im Spiel ist.

    Wenn Sie 12 Wochen nach dem letzten Risikokontakt (letzterer mit der Frau war KEIN Risikokontakt) ein negatives Ergebnis beim Schnelltest bekommen haben, ist dieses auch aussagekräftig.

    Die Symptome die Sie schildern sind ja sehr allgemeiner Natur, da kommen immer viele andere Ursachen in Frage, die viel wahrscheinlicher und plausibler sind als eine HIV-Infektion. Sie sind daher zur Diagnose einer HIV-Infektion nicht hilfreich, da in der akuten Phase, also kurz nach der HIV-Infektion, manchmal gar keine auftreten. Fieber, Hautausschlag, Abgeschlagenheit, Muskel- und Gelenkschmerzen, Lymphknotenschwellungen, Durchfall usw. sagen daher über den HIV-Status nichts aus. Ein Rückschluss von diesen gesundheitlichen Beschwerden auf HIV wäre völlig vage und deshalb ein falscher Umkehrschluss. Wenn also tatsächlich das Risiko einer Übertragung gegeben war, dann ist der HIV-Test die einzig zuverlässige Methode, um festzustellen, ob eine Infektion stattgefunden hat oder nicht.

    Liebe Grüße,
    Das Team der Aidshilfe

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