Startseite Foren HIV/Aids Panik vor unentdeckter HIV-Infektion

Ansicht von 2 Beiträgen - 1 bis 2 (von insgesamt 2)
  • Autor
    Beiträge
  • #4407
    Doppelmama
    Teilnehmer

    Ich bin weiblich, 35 Jahre alt, seit 7 Jahren verheiratet und treu, habe 2 Kinder (fast 6 und 3,5 Jahre, das jüngere Kind war ein Frühchen, 11 Wochen zu früh, vier Monate im Krankenhaus mit Darm-Komplikationen, jetzt aber vollkommen gesund). In meiner Studentenzeit war ich nicht immer brav und leider ziemlich leichtsinnig, hatte ungeschützten Sex mit einigen Partnern (ich schätze ca. 10-15 insgesamt), zwischendurch immer wieder längere feste Beziehungen. Mein nach eigener Einschätzung riskantester Kontakt (ein Urlaubs-Flirt in Bulgarien, der bestimmt viele Mädels hatte) liegt mittlerweile 14 Jahre zurück, der letzte ungeschützte GV, bevor ich mit meinem Mann zusammengekommen bin, ist neun Jahre her. Zu den allermeisten Partnern habe ich noch Kontakt, von einer HIV-Infektion weiß ich da nichts, allen scheint es gut zu gehen. Allerdings nicht zu dem Bulgaren und auch nicht zu dem letzten Ausrutscher. Von dem habe ich nur mal ein Foto gesehen – er war früher dick und jetzt ist er sehr mager (und schon mache ich mir Sorgen).

    Über HIV habe ich mir nie  Gedanken gemacht, weil ich ein kerngesunder Mensch bin. In letzter Zeit allerdings bin ich gesundheitlich etwas wackelig, habe sehr, sehr oft Halsschmerzen (aber immer ohne Fieber), etwa 3x im Jahr jeweils eine Aphthe im Mund und ab und zu mal Fuß- oder Scheidenpilz gehabt (wofür ich früher nie anfällig war), außerdem über den Winter ein hartnäckiges Ekzem rund um die Nase. Vor zwei Jahren hatte ich eine heftige Phase einer rheumatischen Erkrankung, wobei es nie eine Diagnose gegeben hat, weil im Blut keine Rheumawerte zu finden waren und ich auch nicht an Schuppenflechte leide. Seit dieser Rheuma-Attacke leide ich unter Nachtschweiß, mal mehr, mal weniger. Beruflich und auch privat bin ich Hammer im Stress, viele, wenn nicht alle Beschwerden ließen sich auch darauf schieben. Doch parallel zu meinen Gesundheitsproblemchen schwächelt plötzlich auch mein 6-jähriges Kind (normale Geburt, wurde nur kurz gestillt, weil ich dauernd Brustentzündung hatte). Innerhalb des letzten Jahres: 3x Streptokokken (davon zweimal im Abstand von 4 Wochen), 1x Lungenentzündung. Bis dahin war das Kind immer sehr robust, ist auch gut entwickelt. Das zweite Kind (normale Geburt, sieben Monate mit abgepumpter Muttermilch gefüttert) hatte Startschwierigkeiten, ist jetzt aber schon seit einem Jahr kaum noch krank gewesen und musste auch keine Antibiotika nehmen.

    Als ich neulich zufällig las, dass HIV-Infektionen manchmal zehn Jahre oder länger unentdeckt bleiben, hat mich die Panik gepackt. Was, wenn ich mich damals bei irgendwem angesteckt habe? Und was, wenn ich das unbemerkt an eines oder gar beide Kinder weitergegeben habe? Allerdings: Müssten nicht die Kleinen schon längst Symptome oder Entwicklungsverzögerungen haben? An meinem Mann übrigens ist nix zu bemerken.

    Weisen meine Symptome und die meines Kindes auf mögliche HIV-Infektionen hin? Es ist mir peinlich, das Problem bei meinen Ärzten anzusprechen. 

    Vielen Dank!

     

     

     

    #9564
    Dr. Leo Lust
    Moderator

    Hallo Doppelmama!

    Ihre Symptome und die Ihres Kindes sagen nichts aus, siehe hier:

    https://www.aidshilfe-salzburg.at/faq/welche-symptome-muss-ich-haben-dass-ich-wei%C3%9F-ob-ich-hiv-infiziert-bin

    Wenn Sie Risiken hatten, dann ist ein Test die einzige Möglichkeit, um eine Infektion auszuschließen. Das Rumrätseln an irgenndwelchen Symptome ist sinnlos.

    Liebe Grüße!

    Dr. Leo Lust

Ansicht von 2 Beiträgen - 1 bis 2 (von insgesamt 2)
  • Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.
Scroll to Top