Startseite Foren HIV/Aids Orales Infektionsrisiko gering?

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    Nurso
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    Ich hatte vor ca. drei Wochen sexuellen Kontakt zu einer Bekannten, von der ich jetzt aber nicht sagen würde, dass ich sie supergut kenne. Wir haben ein Kondom benutzt, zuvor jedoch hat sie meinen Penis ohne Kondom in ihrem Schritt gerieben, um ihn sozusagen in Stimmung zu bringen. Anschließend habebe ich sie oral etwa 2-3 Minuten befriedigt. Hier wurde allerdings nicht verhütet (mittels "Lecktuch" o.ä.). Vor dem Sex gab es massenweise Zungenküsse.

    Ich hatte an dem besagten Abend durch Zähneputzen vermutlich eine gereizte Stelle im Mund (Zahnfleisch), bei der es auch zu Blutungen gekommen sein kann. In wie weit Menstruationsblut in geringen Mengen (nicht sichtbaren) im Spiel gewesen ist, vermag ich nicht zu sagen. Aufgefallen ist mir jedenfalls keines.

    Ich hatte zwischen meinem letzten sexuellen Kontakt und diesem hier einen HIV-Test machen lassen, welcher negativ ausgefallen ist. 

    Einige Zeit (Stunden) nach dem ONS fing meine Zungenspitze "zu brennen" an, sowie ebenfalls eine Stelle am Zahnfleisch. Etwa zwei bis drei Tage nach unserem Techtelmechtel bekam ich dann geschwollene Lymphknoten sowie stark geschwollene Gaumenmandeln mit weißlichem Belag darauf, eine leicht verstopfte Nase und etwas Husten. Fieber hatte ich keines, Nachtschweiß konnte ich auch nicht feststellen, meine Abgeschlagenheit machte sich nur ein wenig bemerkbar. Jetzt, etwas mehr als zwei Wochen nach den ersten Krankheitssymptomen, habe ich keine geschwollenen Mandeln mehr, die Lymphknoten sind ebenfalls nicht mehr geschwollen, aber ich habe nach wie vor leichtes Kopfweh, leichten Schnupfen und Husten sowie Kratzen im Hals. 

    Ich mache mir natürlich nun Sorgen, ob ich mir eine HIV-Infektion eingehandelt habe. Wie gesagt, ich weiß nicht, ob die Dame HIV-positiv ist. Ich weiß nur, dass sie sich ab und zu mit Leuten trifft, die sie im Internet auf Single-Seiten kennen lernt. Das muss natürlich nicht heißen, dass die miteinander ins Bett springen, aber auszuschließen ist es nicht. Sie meinte noch zu mir, dass sie normalerweise überhaupt nicht der Typ für ONS-Geschichten ist.

    #7928
    Dr. Leo Lust
    Moderator

    Hallo Nurso,

    zuerst zum Thema Menstruationsblut: nicht sichtbare Mengen sind für ein HIV-Risiko zuwenig.

    Zum Thema eigene Wunden: eine minimale Stelle am Zahnfleisch ist jedenfalls keine gute Eintrittspforte für HIV. Wenn du während des aktiven OV geblutet hast, würde das Krankheitserreger ja ausschwemmen. Es kommt darauf an, wie groß evtl. wunde Stellen in deinem Mund waren. Wie gesagt, winzige Stellen, wie bei Zahnfleischbluten, sind schlechte Eintrittspforten für HIV, noch dazu, wenn das Ganze durch deinen eigenen Speichel ja verdünnt wird. Ein realistisches HIV-Risiko (und auch das noch gering!) wäre gegeben, wenn du eine akute Herpesblase an den Lippen, oder dir einen Zahn hättest ziehen lassen an dem Tag.

    Zu den Symptomen: Viele vergessen immer wieder, daß man sich bei engem Körperkontakt wie Sex auch ganz banale Erkältungen holen kann, und das kann in deinem Fall (vor allem durch das viele Küssen) passiert sein! Auch wenn deine Partnerin keine Erkältungssymptome hatte, kann sie durchaus Erkältungsviren oder -bakterien auf dich übertragen haben. Die geschilderten Symptome und auch der Verlauf deuten klar darauf hin, daß das eine typische Erkältung war, wie sie in dieser Jahreszeit häufig vorkommt. Und die sind natürlich durch Speichel leicht übertragbar. Eine typische HIV-Symptomatik war das nicht.

    Mit freundlichen Grüßen, Dr. Leo Lust

     

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