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    MrGaGa
    Teilnehmer

    Liebes Team,

    wenn fremder Lusttropfen in GERINGER Menge auf meine Eichel gerät, dachte ich, geht man nur dann ein Risiko ein, wenn dieser Lusttropfen richtiggehend in die Penisspitze eingerieben wird.

    Sie sagen in einem anderen Forenbeitrag: "Der Lusttropfen zählt zwar zu den infektiösen Körperflüssigkeiten, aber im Gegensatz zu Sperma ist das Risiko, welches vom Lusttropfen ausgeht nur minimal. Beim Aneinanderreiben zweier Penise kann deshalb ein Risiko einer HIV-Infektion nicht zu 100% ausgeschlossen werden, aber es liegt viel mehr im theoretischen als im praktischen Bereich."

    Beim Sex mit meinem Freund kommt es gelegentlich vor, dass sich unsere Penise bzw. Penisspitzen für kurze Momente berühren, ohne dass wir sie aneinander reiben. Kann man davon ausgehen, dass bei so einem kurzen, zufälligen Kontakt von fremden Lusttropfen auf die Eichel KEIN Risiko besteht, wenn dieser ohnehin nicht einmal eingerieben wird?? Mein Freund produziert normalerweise schon Lusttropfen, sehr "feucht" oder triefend nass wird mein Freund aber sowieso nie.

    Mir wurde einmal erklärt, dass das HI Virus ja keine eigene Dynamik hat und deshalb generell in die Penisspitze eingerieben werden muss, damit überhaupt ein geringes Risiko besteht.

    Kann es zudem sein, dass sich HIV Ängste aus diffusen Selbstbestrafungstendenzen entwickeln? Ich bin z.B. ungeoutet, und habe daher jedes Mal ein schlechtes Gewissen, wenn ich Sex mit einem Mann habe. Meine Vermutung ist, dass dieses schlechte Gewissen dann anschließend für abwegige HIV Ängste verantwortlich ist. Ähnlich wie bei Fremdgängern, die ihre Frauen etc. betrügen und dann diese Angst entwickeln?

    Vielen Dank für Ihre Hilfe.

    MrGaGa

    #7414
    Dr. Leo Lust
    Moderator

    Hallo Mr.Gaga!

    Wenn die Penisspitzen einander nur kurz berühren, kann keine für eine HIV-Infektion relevante Menge an Lusttropfen auf Ihren Penis geraten. Insofern besteht dann auch kein Risiko einer HIV-Infektion.

    Ihre Angst haben Sie schon sehr treffsicher analysiert, denn irrationale Ängste (nicht nur die Angst vor HIV) haben in der Tat tiefenpsychologische Ursachen. So können  z.B. Schuldgefühle zu Ängsten führen; die Angst vor HIV wäre dann ein Symptom eines tiefersitzenden Konflikts, z.B. wegen zu wenig Selbsannahme der eigenen sexuellen Orientierung; dieser tiefersitzende Konflikt äußert sich dann in irrationalen Ängsten. Insofern würde sich dann mit der Selbstakzeptanz, dem Zugewinn an eigener Integrität und dem Abbau der Schuldgefühle auch die Angst vor HIV legen.

    Liebe Grüße!

    Dr. Leo Lust

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