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    bananaman
    Teilnehmer

    hallo dr. lust,

    ich habe vor ca 6 wochen mit einem mädchen geknutscht und sie hat dabei mehrmals in meine unterlippe gebissen so das es weh tat, ob ich geblutet habe weiss ich nicht mehr. nach ca 3 wochen bekam ich schluckbeschwerden (keine andren symptome), war darauf hin beim arzt und der meinte das es nur bisschen rot an der rachenwand sei. die halsschmerzen vergingen auch schnell wieder. zu diesem zeitpunkt hatte ich auch noch keine grosse angst.

    als ich aber nach 5 wochen abends einen hautauschlag auf brust, bauch und oberarmen entdeckte (sonst keine symptome), bekam ich richtig angst. ging dann 2 tage später zum arzt, der meinte es sei ein arzneimittelausschlag.

    ich nahm zu der zeit auch medikamente gegen depressionen und zwangsgedanken, und zwar fluoxetin und opipramol.

    der ausschlag hielt sich ca 5 tage und ab dem 3. tag war er schon nicht mehr so grossflächig. die medikamente nehm ich aber immer noch, also kann es von den medikamenten ja nicht gekommen sein oder?

    aber wenn der ausschlag nicht von den medikamenten kam, woher kam er dann? und ausserdem bekomme ich sonst nie einen ausschlag.

    ich hab so wahnsinnige angst, das ich hiv haben könnte, dass sich meine depressionen verschlimmert haben.

     

    habe ich denn grund zur sorge?

     

    liebe grüsse

    #7949
    Dr. Leo Lust
    Moderator

    Hallo bananaman!

    Ich kann Ihnen bezüglich des intensiven Küssens völlige Entwarnung geben, denn beim Küssen kann HIV niemals übertragen werden, auch dann nicht, wenn man Verletzungen auf der Lippe hat. Zu den Deatails siehe hier: https://www.aidshilfe-salzburg.at/faq/kann-ich-mich-beim-k%C3%BCssen-mit-hiv-infizieren-wenn-andere-zahnfleischbluten-hat

    Ihre Symptome und gesundheitlichen Beschwerden müssen deshalb ganz andere Ursachen als HIV haben.

    Sie machen allerdings gerade eine sehr schwere Zeit durch, wenn Sie unter Depressionen und Zwangsgedanken leiden. Solche seelischen Probleme können durchaus leicht irrationale Ängste, wie z.B. vor einer HIV-Infektion, auslösen.

    Vielleicht gibt es Freunde, Bekannte oder Menschen, die Ihnen nahestehen und die gut im Zuhören sind, damit Sie sich bei Ihnen aussprechen können? Das kann sehr viel helfen!  Falls Sie noch nicht in Therapie sind, würde ich Ihnen zudem wegen Ihrer Zwangsgedanken und Depressionen zu einer Therapie raten. Falls Sie bereits eine machen, ist es wichtig, dass Sie Ihre Ängste in Zusammenhang mit HIV mit dem Therapeuten ansprechen.

    Liebe Grüße und alles Gute!

    Dr. Leo Lust

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