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  • #1785
    Harry
    Teilnehmer

    Hallo Dr. Leo Etwa 3-4 Wochen nach einem ungeschützten Kontakt, bekam ich einen Hautauschlag, erst war nur tagsüber über ein paar Tage ein leichter Juckreiz ohne Ausschlag, nachts war dieser Juckreiz dermaßen stark, dass ich es nicht aushielt und duschte kalt. Ein oder zwei Tage später war ich von roten Flecken übersäht, Durchmesser der Flecken vielleicht 3-5mm. Ich sah in den Spiegel, meine Hüften, mein Rücken im Bereich der Lendenwirbelsäule voll mit diesen Flecken. Es war ein Schock, das Bild bekomme ich heute nicht mehr aus meinen Gedanken, es war eine schreckliche Situation. Ich bemerkte diese Flecken nach einer morgendlichen Dusche. Diese roten Flecken, waren morgens stärker als Abends, im Tagesverlauf fast verschwunden. Der Ausschlag war etwa drei oder vier Tage präsent, der Juckreiz war mit auftreten des Ausschlages weg. Ich bin zum Arzt, er schaute sich den Ausschlag an, sagte sie kämpfen mit einem Virus. Das war zuviel, mir wurde schwarz vor Augen, ich kollabierte in der Praxis. Ich erzählte nach dem ich wieder da war dem Arzt von meinen Bedenken, er bot mir einen sofortigen Test an, dieses Angebot nahm ich an. Ich verließ die Praxis mit einem Rezept für ein Beruhigungsmittel (Tavor). Das Ergebnis des ersten Tests war negativ. Es folgten zahlreiche negative Antikörpertests Tests nach 4Wochen/ 6Wochen/12Wochen/24Wochen und es sollte der Abschließende Test sein, einer nach 12 Monaten. Bei dem letzten Test, wurde ein HIV AK-Test der vierten Generation durchgeführt. Ich bat zusätzlich um einen PCR Test (quantitativ <40) welche die letzte Unsicherheit nehmen sollte. Durch dieses schreckliche Bild des Ausschlages und dem vor allem nächtlichen Juckreiz, kann ich mit dem Thema nicht wirklich abschließen. Ich hangelte mich von Test zu Test. Ich kenne in meinem Leben keine Hautausschläge dieser Art, der Schock darüber sitzt immer noch sehr tief, bis heute ist kein Grund für den Ausschlag bekannt. Ich bin heute wieder in einer neuen Partnerschaft, ich schaffe es nicht ohne Kondom mit meiner Partnerin zu schlafen, ich achte sehr darauf, dass meine Partnerin nicht mit Köperflüssigkeiten in Kontakt kommt. Diese Bild hat sich so in den Hinterkopf dieses Bild eingebrannt, meine Partnerin weiß davon. Sie sagt ich bin nicht ausreichend getestet, ich bin zu oft getestet und man hat an mir nur viel Geld verdient. Es kann nichts sein, ich könne mein Blut sogar ohne jegliche schlechte Gedanken spenden. Wenn ich nur das Bild von diesem Hautausschlag aus meinem Kopf verbannen könnte. Durch den Juckreiz kratzte ich mich fast wund. Weitere Beschwerden hatte ich nicht, ich fühlte mich zumindest nicht fiebrig. Mittlerweile habe ich dass Gefühl, dass es niemals einen wirklich sicheren Ausschluss von HIV geben kann. Kennen sie Menschen, bei denen die Antikörperbildung ausgeblieben ist oder stark vermindert ist? Menschen welche mit HIV infiziert sind, bei denen der Antikörpertest jedoch negativ bleibt? Ich frag mich immer, was ist wenn der Ausschlag doch mit HIV in Verbindung stand, meine Tests aber negativ sind. Ist das möglich? Kennen sie ein derartiges Beschwerdebild während den ersten Wochen einer Infektion? Denn darum dreht sich meine ganze Angst, eine Grippe hätte mich nicht so umgehauen, denn eine Erkältung kennt man. Das dieser dämliche Ausschlag auch noch genau zur passenden Zeit kommen musste, macht mich fertig. Gruß Harry

    #6903
    Dr. Leo Lust
    Moderator

    Hallo Harry!

    Ein Ausschlag ohne andere Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen, Erkältung und geschwollene Lymphknoten ist für HIV völlig untypisch. Nach den beiden HIV-Antikörpertests 12 Wochen und 24 Wochen nach dem Risiko können sie aber ohnedies absolut sicher sein, dass Sie HIV-negativ sind.  Mehr Testsicherheit geht gar nicht. Lassen Sie sich auch vom Rummel um HIV anläßlich des Welt-AIDS-Tages nicht beunruhigen. Sie haben mit Ihren Tests alles nur Erdenkliche getan, um eine HIV-Infektion auszuschließen.

    Liebe Grüße!

    Dr. Leo Lust

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