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    MrGaGa
    Teilnehmer

     

    Hallo liebes Team,

    da schreibt er mal wieder, der angstgestörte Mr.GaGa, in der Hoffnung dass Sie ihm wieder einmal helfen :-(.
    Mein Freund steht sehr darauf, mit seinem Finger in mich einzudringen. Ich bin da allerdings immer etwas skeptisch, da man ja immer mal kleine Wunden am Nagelbett hat, die vielleicht nicht mehr richtig bluten, aber auch nicht richtig geschlossen sind. Das kennt ja jeder von sich :-).
    Gestern, und da war sicher auch der Alkohol schuld, hab ich ihn das dann mal machen lassen. Heute morgen habe ich festgestellt, dass er eine Wunde am Daumen hatte, die aber schon am abheilen war, d.h. sie hat in keinem Fall deutlich und stark geblutet.

    Ich gehe mal davon aus, dass man sowieso eher den Zeigefinger als den Daumen zum fingern nimmt, aber welchen Finger er da genommen hat, weiß ich nicht mehr. Da habe ich nicht so aufgepasst. Allerdings weiß ich noch, dass er seine Finger immer wieder mit viel Speichel befeuchtet hat. Richtig tief eindringen konnte er aber trotzdem nicht. Mehr als die Fingerkuppe hat er nicht reingebracht, weiter hab ich das auch nicht zugelassen, weil das geschmerzt hat. Er war also nicht wirklich tief drinnen. Ist die Darmschleimhaut weiter innen, sodass man diese mit der Fingerkuppe allein, also dem Teil bis zum ersten "Gelenk", gar nicht erreichen kann? Der Grund warum er vermutlich doch nicht weiter reingekommen ist, war der Schließmuskel, der das blockiert hat, oder hat er den da mit der Fingerkuppe schon passiert? Wie verhält sich das anatomisch?

    Die geringe Menge an Blut, die vielleicht durch die Wunde während dem Fingern ausgetreten sein könnte, macht mir Angst. Die Wunde war ja eigentlich schon zu, aber manchmal reißen die ja auch leicht wieder auf, wobei ich eine frische Kruste am Morgen nicht feststellen konnte und ich auch heute Nacht nicht feststellen konnte, dass sein Finger wirklich deutlich geblutet hätte. Durch seinen Speichel wäre die geringe Menge an Blut doch sicher zu stark verdünnt worden?

    Meine Psychotherapeutin lehnt einen HIV oder auch Hepatitis C Test generell ab, da die Testerei die Angst nur noch mehr schürt. Ist hier ein Test aus medizinischer Sicht notwendig?

    Ich bin mir auch nicht sicher wie ich mit dieser ständigen HIV-Angst vor ihm umgehen soll. Ihn konkret darauf anzusprechen würde sicherlich einiges zwischen uns zerstören. Die ständig wiederkehrende Sorge bei diversen einzelnen Situationen kann aber doch auch keine dauerhafte Lösung sein…

    Ich danke Ihnen schon jetzt für Ihre Antwort.

     

    #6986
    Dr. Leo Lust
    Moderator

    Hallo MrGaGa!

    Ein Wunde oder kleine Verletzungen auf den Fingern, die nicht sichtbar bluten, stellen beim Fingern noch kein Risiko dar. Solange Ihr Sexualpartner nicht mit sichtbar blutverschmieten Fingern in Sie eindringt, können Sie jedes Risiko ausschließen und das gefingert-Werden genießen (HIV ist nicht so infektiös wie andere Virusarten, weswegen nicht erkennbare Blutmengen für eine HIV-Infektion nicht ausreichen). Wenn die Wunde beim Eindringen aufgerissen wäre, hätte er auch danach noch geblutet bzw. wäre danach der Finger blutig gewesen. Ein Test ist aus medizinischer Sicht keinesfalls notwendig, und es ist richtig, dass HIV-Tests Ihrer Angst immer wieder neue Nahrung geben. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass es Ihrer Partnerschaft schaden würde, wenn Sie von Ihrer Angst vor HIV mit Ihrem Freund sprechen. Sie sollten ihm nur klarmachen, dass Ihre Angst vor HIV generell besteht und nichts mit ihm persönlich zu tun hat. Die Darmschleimhaut kann man übrigens mit nur einer Fingerkuppe noch nicht erreichen.

    Liebe Grüße!

    Dr. Leo Lust

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