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  • #3596
    hamburg
    Teilnehmer

    Hallo liebes Beratungsteam,

    zuerst einmal vielen Dank für die Möglichkeit, hier Fragen stellen zu können.

    Nun zu meinem Problem. Gestern erhielt ich einen Anruf von meiner Freundin aus Shanghai. Sie berichtete mir, dass eine Kollegin gestern plötzlich zusammengebrochen sei und sich übergeben habe, wobei das Erbrochenene mit Blut vermischt war, also Blut enthielt. Natürlich hat sie ihrer Kollegin gleich geholfen, den Notarzt bestellt usw. Mein Problem und  auch ihres ist nun, dass sie in dem Chaos vermutlich mit dem mit Blut vermischten Erbrochenen in Berührung gekommen ist. Genaueres konnte ich leider nicht erfragen, da mein Chinesisch für differenziertere Fragen nicht ausreicht. Gehen wir aber mal davon aus, dass sie mit dem mit Blut vermischten Erbrochenen in Berührung kam und dabei wahrscheinlich keine Handschuhe trug, da sie durch die Umstände ziemlich geschockt war und ein Möbelgeschäft auch nicht der Ort ist, an dem man mit so etwas täglich rechnet. Wie hoch wären – im worst case – die Ansteckungsrisiken für HIV und Hepatitis? Und kann man davon ausgehen, dass die im Erbrochenen enthaltene Magensäure die Viren zumindest teilweise abgetötet hat, so dass das Ansteckungsrisiko sich verringert hat? Ferner ist mir auch nicht bekannt, wieviel Blut normalerweise in Erbrochenem enthalten ist. Ich muss sagen, dass ich zur Zeit sehr verwirrt und ratlos bin und mir Sorgen um sie mache. Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

    Viele Grüße und Danke,

    Hamburg

    #8762
    Dr. Leo Lust
    Moderator

    Hallo hamburg,

    es besteht definitiv kein Anlaß zur Sorge: Nur wenn Blut in größerer (deutlich sichtbarer!) Menge IN eine GRÖSSERE Wunde gelangt, kann es zur HIV-Übertragung (oder Hep-Übertragung) kommen (oder auf eine empfindliche Schleimhaut, was ja in dem Fall auszuschließen war). Also wenn deine Bekannte etwas von dem Erbrochenen auf die Finger bekommen hat, ist sie genügend durch die Haut geschützt. Und an eine GROSSE EIGENE Wunde hätte sie sich bestimmt erinnert. Kleine Alltags-Wunden wie Nagelbettverletzungen, kleine Schnitte vom Kochen etc. sind KEINE geeignete Eintrittspforte für genügend HIV.

    Freundliche Grüße,

    Dr. Leo Lust

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