Startseite Foren HIV/Aids Biotin verfälscht den Bluttest

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  • #6470
    BelminFussball
    Teilnehmer

    Hallo,

    laut einer Studie, verfälscht die Einnahme von Biotin, das Blutbild eines HIV-Tests. Selbst die Apotheke warnt beim Kauf von zb. Schönheitsprodukte, die Biotin beinhalten, dass eben diese Einnahme das Blutbild, bei welchem Artzt auch immer, verfälscht.

    Da Sie als HIV Berater sicherlich auf den neusten Stand bezüglich den HIV Testverfahren sind, würde ich Sie gerne um Aufklärung bezüglich Biotin und HIV-Tests bitten.

    Viele Grüße

     

    #11605
    Dr. Leo Lust
    Moderator

    Hallo Belmin!

    Keine Ahnung – bisher kenne ich diesbezüglich keine seriösen und wissenschaftlichen Studien, ob und wie viele Tests dadurch verfälscht werden. Mag sein, dass das in zehn Jahren etwas besser erforscht ist.

    Ich zitiere jedoch von hier:

    “ Liegt die Einnahme einer Biotindosis von mehr als 5 mg länger als 8 Stunden zurück, ergeben sich aufgrund der Pharmakokinetik von Biotin ebenfalls keine messtechnischen Probleme. I dealerweise sollte am Morgen der Blutentnahme die Biotineinnahme nach dem Arztbesuch erfolgen. Negative Folgen bei den Labortesten können so sicher vermieden werden. In der Notfallsituation bitten wir dringend, uns über eine weniger als 8 Stunden zurückliegende Biotineinnahme von mehr als 5 mg auf dem Anforderungsschein zu informieren.“

    Quelle: https://www.imd-berlin.de/fachinformationen/diagnostikinformationen/biotineinnahme-zu-hohe-dosen-verursachen-interferenzen-bei-laboruntersuchungen.html

    Freundliche Grüße!

    Das Team der Aidshilfe

    #11754
    Dr. Leo Lust
    Moderator

    Hallo Belmin!

    Ich habe Ihre Anfrage gelöscht, weil meine Antwort sehr persönlich ist und ich eigentlich nicht wollte, dass diese im Forum aufscheint. Ich habe versucht Ihnen nach der Löschung der Frage aus dem Forum eine Nachricht auf Ihre Mailadresse zu senden, allerdings ist die von ihnen eingegebene Mailadresse nicht mehr gültig (failure notification). 

    Wie aus unseren FAQs hervorgeht, kann man sich über Wunden, die sich berühren nicht mit HIV infizieren. 

    Ich möchte Sie aber noch fragen, ob Sie öfters unter derartigen irrationalen Ängsten leiden? Sie beschäftigen sich nämlich zu viel und zu sehr mit HIV. 

    Wenn Sie derartige irrationale Ängste öfters haben, wäre es sehr ratsam, eine psychologische Beratungsstelle aufzusuchen, wenn diese Ängste sehr akut werden. Auch eine Psychotherapie ist zu empfehlen. Hinter solchen Ängsten stecken oft ganz andere unbewusste Dinge (z.B. nicht bewältigte Lebens- und Existenzängste), und die man oft nur in einer Psychotherapie abbauen kann. Tun Sie sich etwas Gutes und fragen Sie bei einer psychologischen Beratungsstelle oder bei der Krankenkasse um eine Liste von Psychotherapeuten an. Ihr Problem ist nicht HIV etc. an sich, sondern Ihre Angst davor, die sehr viel in Ihrem Leben zerstören kann. In einer Psychotherapie lernt man, mit dieser Angst besser umzugehen, viele Leute bewältigen ihre Angst dann auch ganz und können wieder freier und unbeschwerter durchs Leben gehen.

    Sie können mich (Florian Friedrich) übriges auch anrufen, um diese Ängste psychologisch abzuklären. Wir können Ihnen auch Infos zur Angsttherapie zukommen lassen. Unsere Nummer ist +43 662881488
    Falls Sie in Salzburg sind, können Sie auch eine kostenlose Beratung/Behandlung Ihrer Ängste bei uns machen, da ich Psychotherapeut bin.

    Folgenden Fragen sollten Sie nachgehen:

     

    1. Was genau an HIV macht Ihnen solche Angst?

    2. Was ist heute an HIV noch so schlimm, so eine Angst davor zu haben?

    3. Ist Ihnen bekannt, dass HIV heute bei uns so leicht zu behandeln ist wie Diabetes? Fehlt Ihnen hier noch Wissen?

    4. Welche realen Folgen hätte es für Sie, wenn Sie HIV hätten?

    5. Was genau würde sich ändern?

    6. Welche Nachteile für das Leben (etwa soziale Stigmatisierung, die passieren könnte)?

    7. Welche Vorteile (z.B. Vorsorgeuntersuchungen? Zuwendung durch andere?)?

    8. gibt es Menschen, die dann für Sie da wären?

     
    Freundliche Grüße!
    Das Team der Aidshilfe

     

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