Startseite Foren HIV/Aids Berechtigte Angst?

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  • #4595
    Harty
    Teilnehmer

    Folgende Situation: eine Bekannte von mir war jetzt 4 Jahre in Afrika, als Entwicklungshelferin. Ich wusste gar nicht, dass sie schon wieder im Land ist, traf sie aber gestern beim Einkaufen. Sie war sehr erfreut mich zu sehen, dementsprechend herzlich war auch die Begrüßung: sie gab mir die Hand und begrüßte mich mit Küsschen rechts und links. Und wie das Wiedersehen nach so langer Zeit halt ist, haben wir unsere Hände beim „Handschütteln“ etwas länger gehalten. Im Laufe des Gespräches sah ich, dass sie genau an der rechten Hand ein Pflaster drauf hat. Zu diesem Zeitpunkt habe ich mir aber noch nichts dabei gedacht. Als ich dann aber nach Hause kam und die Einkäufe ins Haus getragen habe, bemerkt ich, dass auch ich an meiner rechten Hand eine Verletzung hatte (beim Daumen war ein rund 1 cm großer roter Fleck). Ich weiss selbst nicht, wo ich mir wehgetan habe und ob dieser Fleck geblutet hat. Meine Sorge ist jetzt: was ist, wenn ihre Wunde frisch war und Blut vielleicht durch das Pflaster durchgegangen ist bzw. nicht die ganze Wunde mit dem Pflaster bedeckt war und meine Verletzung, die ich erst später entdeckt habe auch genau geblutet hat, als wir unsere Hände hielten? Könnte es so zu einer HIV-Infektion gekommen sein? Ich weiss schon, dass HIV im Alltag nicht übertragen wird, schon gar nicht beim Händeschütteln. Aber die Tatsache, dass sie so lange in Afrika war macht mir echt Angst. Glauben Sie, dass sich Personen, die so lange in Afrika waren bei ihrer Rückkehr auf HIV testen lassen? Soll ich mich testen lassen? Wir basteln nämlich gerade an einem Baby, daher meine Angst…

     

    Dann hätte ich bitte noch eine theoretische Frage: wenn bei einem Stilltreffen die Muttermilch von Mutter A versehentlich zu Mutter B ins Auge spritzt (sehr unwahrscheinlich, ich weiß) kann es so zu einer Übertragung kommen?

    #9752
    Dr. Leo Lust
    Moderator

    Hallo Harty!

    1. Nein, hier hatten Sie kein Risiko, weil HIV über derartige Wunden nicht übertragen werden kann; siehe hier: 

    2. Sobald eine infektiöse Körperflüssigkeit wie Muttermilch ins Auge gelangt, besteht ein insgesamt nur sehr geringes Risiko, weil das Auge sich aufgrund der Tränenflüssigkeit innerhalb weniger Sekunden selbst reinigt und das Lid die Muttermilch wegwischt.

    Liebe Grüße!

    Dr. Leo Lust

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