Startseite Foren HIV/Aids Angsthase_Muc

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    Angsthase_Muc
    Teilnehmer

    Hallo, leider habe ich schon wieder richtig Mist gebaut. Und zwar hatte ich am Wochenende Oralverkehr. Also, ich habe kurz das Mädchen oral befriedigt. Jetzt ist es aber so, dass ich an der Lippeninnenseite (untere Lippe) eine Verletzung hatte, die daheim auch blutend aussah. Also so, als ob ich mich draufgebissen hätte. Besteht hier ein Ansteckungsrisiko, da ich ja mit meiner Zunge genau an diese Stelle komme, die aber eigentlich schon immer mit Speichel bedeckt ist. Der Sex war nur mit Gummi. Irgendwie werde ich mit dieser Scheißangst einfach nicht fertig und kann mein Sexleben gar nicht mehr richtig genießen. Kann das sein, dass mein Kopfweh daher kommt? Muss ich mir jetzt GEdaniken machen, unterstellt man mal den Fall, dass sie tatsächlich HIV+ wäre. Das Mädel war nämlich aus einem Ostblockstaat, hat aber angeblich erst vor vier Wochen einen Test gemacht und bestand ja bei Sex auch auf Gummi. Besteht in dem von mir beschriebenen Fall ein Risiko, die Wunde sah zwar rot aus, aber es ist jetzt kein Blut "rausgelaufen", wie bei einer aufgeplatzten Lippe oder so? Habe ich ein Risiko? Vielen Dank für die Hilfe, ich kann nicht mehr! Ich gehe, glaube ich, zum Psychologen!

    #6951
    Dr. Leo Lust
    Moderator

    Hallo Angsthase_Muc!

    Wegen einer blutigen Unterlippe ist beim aktiven Oralverkehr noch kein Risiko einer HIV-Infektion gegeben. Ein paar Tropfen Scheidensekret reichen für eine Ansteckung nämlich noch nicht aus, weil gerade im Scheidensekret die Viruskonzentration von HIV relativ dünn ist. Über eine verletzte Unterlippe könnte also nicht die für eine Infektion nötige Menge davon in den Körper eintreten und in die Blutbahn geraten, weshalb hier kein Risiko für Sie gegeben war.

    Kopfschmerzen haben sehr häufig psychosomatische Ursachen. Wenn Sie zu einer psycghologischen Beratung gehen, dann tun Sie sich selbst etwas Gutes. Für Sie selbst und Ihr sexuelles Leben wäre es sicherlich sehr gut, wenn Sie Ihre Angst vor HIV in einer Psychotherapie angehen. Man kann sich hier oft nicht alleine raushelfen, sondern braucht einen neutralen Außenstehenden. Viele Menschen, die zuvor gewaltige Angst vor HIV hatten, lernen mit Hilfe einer Therapie, ihre Angst besser in den Griff zu bekommen und steigern damit ihre Lebensqualität.

    Liebe Grüße!

    Dr. Leo Lust

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