Homophobe Menschenjagd in Tschetschenien

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In der russischen Teilrepublik Tschetschenien sind Medienberichten zufolge mehr als 100 Männer "im Zusammenhang mit ihrer nicht-traditionellen sexuellen Orientierung - oder deren Verdacht" festgenommen worden. Drei Menschen seien bei den landesweiten Razzien ums Leben gekommen. Homosexualität steht in der islamisch geprägten Region zwar nicht unter Strafe, wird aber geächtet.
Ausgelöst sei die Anti-Schwulen-Aktion worden, nachdem Aktivisten der Homosexuelleninitiative Gayrussia.ru um die Genehmigungen für die Abhaltung von Paraden in mehreren Städten im Kaukasus angesucht hätten. Die Anfragen seien wenig überraschend zurückgewiesen worden, seien aber ohnehin nur pro forma gestellt worden. Die Gruppe sei dabei, Beweise zu sammeln, um eine Klage gegen Russland vor dem Europäischen Menschenrechtsgerichtshof (EGMR) vorzubereiten.
Unter der LBGT-Community des Landes herrsche nun Panik. Zahlreiche Homosexuelle würden nun ihre Onlineprofile löschen...

Umfrage zur Arbeitssituation von LSBTI-Personen

Schätzungen zufolge sind mehr als 200.000 Beschäftige in Österreich lesbisch, schwul, bi-, trans- oder intersexuell. Wie es diesen Menschen in ihrem Job geht und welche Erfahrungen sie in ihren Unternehmen machen, wird erstmals in einer eigenen Studie erhoben.

Im Auftrag der Arbeiterkammer Wien führt das Forschungsinstitut SORA nun eine österreichweite Onlinebefragung durch, die noch bis Ende April läuft. Personen, die sich einem oder mehreren der LSBTI-Merkmale zugehörig fühlen, werden ersucht, an der Befragung unter www.sora.at/lsbti-umfrage teilzunehmen. Gedruckte Fragebögen können kostenlos unter lsbti@sora.at bzw. +43-1-585 33 44-38 angefordert werden.

Leitlinie für mehr Gesundheit für Frauen mit HIV/AIDS

HIV-positive Menschen werden immer noch diskriminiert, das steht außer Frage. Besonders schwer haben es Frauen mit HIV/AIDS. Durch die Ungleichstellung von Mann und Frau, die schlechtere gesellschaftliche Stellung und auch die Gewalt, die für viele Frauen leider immer noch etwas Alltägliches ist, geraten viele Frauen in eine Spirale, aus der es keinen Ausweg mehr gibt. Aus diesem Grund hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) jetzt eine Empfehlung veröffentlicht, wie die Gesundheit von Frauen mit HIV gewahrt werden kann.
Die WHO empfiehlt, dass das Thema Gewalt vermehrt in die Beratung und Begleitung von Frauen einfließen soll. Zudem sei es wichtig, den Frauen die notwendige medizinische, soziale und rechtliche Unterstützung zukommen zu lassen, um deren Lebensqualität und Gesundheitszustand langfristig zu verbessern.

Die...

Ein früher Zugang zur neuen Hepatitis-Therapie führt zu weniger Neuinfektionen

Daten aus den Niederlanden belegen: HIV-positive Männer, die mit akuter Hepatitis C (HCV)  infiziert sind, sollten möglichst schnell eine HCV-Therapie einnehmen. Dies führt zu einem markanten Rückgang der HCV-Neuinfektionen.

Diese Erkenntnis beruht auf einer Auswertung von 17 niederländischen Kliniken, die rund 80 Prozent aller HIV-positiven MSM behandeln.
HIV-positive MSM sind von HCV besonders häufig betroffen. Sie benötigen einen uneingeschränkten Zugang zu der neuen, antiretroviralen HCV-Therapie.


Seit 2014 gibt es in Europa mehrere hocheffektive, nebenwirkungsarme Medikamente zur Behandlung der chronischen HCV. Ihre Heilungsrate liegt bei über 90 Prozent. Diese Medikamente sind jedoch so teuer, dass der Zugang zu den neuen Therapiemöglichkeiten in vielen Ländern eingeschränkt ist und die Therapie von den Krankenkassen erst dann übernommen wird, wenn die Erkrankung...

Änderungen bei der Spendenabsetzbarkeit 2017

Image removed.Mit 01.01.2017 ist das neue Gesetz zur Spendenabsetzbarkeit in Kraft getreten. Von nun an sind alle Spendenorganisationen in Österreich dazu verpflichtet, Informationen zu allen erhaltenen Spenden an das Finanzamt zu übermitteln. Nur dann sind diese Spenden für die SpenderInnen auch weiterhin steuerlich absetzbar.

Um dies tun zu können, benötigen die Organisationen entsprechend der gesetzlichen Vorgaben von allen Spenderinnen und Spendern den Vor- und Nachnamen laut Meldebestätigung sowie das Geburtsdatum.

Die Übermittlung dieser Daten genügt einmalig und gilt für alle Spenden innerhalb dieses Jahres und auch für alle Folgejahre. Wenn das jemand nicht möchte, kann sie/er die Meldung der jeweiligen Spende jederzeit untersagen. Anonyme Spenden können allerdings nicht...