HIV-Einzeltablette QUAD: Phase III-Studie gestartet

Die Entwicklung der antiretroviralen Therapie beinhaltet nicht nur die Erforschung neuer Wirkstoffe und Substanzklassen, sondern auch die Optimierung der Therapie wie z.B. die Vereinfachung der Medikamenteneinnahme oder die Erleichterung des Alltags mit der Therapie, indem lästige Nebenwirkungen wegfallen. Laut einer aktuellen Pressemeldung hat das Pharmaunternehmen Gilead Sciences Inc. die Phase III-Studie für das Kombipräparat Quad gestartet. Die Ergebnisse der klinischen Studie der Phase II haben gezeigt, dass das in der Erprobungsphase befindliche Präparat für die Behandlung einer HIV-Infektion eine konstant virologische Suppressionsrate aufweist und eine antiretrovirale Aktivität vergleichbar mit jener von Atripla zeigt.
Hinter der Bezeichnung Quad steht eine komplette HIV-Therapie in Form einer einzigen Tablette. Diese enthält die Substanzen Tenofovir und Emtricitabin aus der Klasse der NRTIs (Nukleosidische Reverse Transktipase Inhibitoren) und den Integraseinhibitor Elvitegravir sowie Cobicistat als Booster.
„Die Einführung des aus einer Tablette...

Hilfe für die Ärmsten: Das Jahrtausendziel der UN

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Im Jahr 2000 wurden von den UN die sogenannten „Jahrtausendziele“ definiert, welche bis 2015 umgesetzt werden sollen. So setzten es sich 189 Länder der Vereinten Nationen zum Ziel, die weltweite Armut innerhalb von 15 Jahren zu halbieren, ebenso die Zahl der Hungernden. Die Kindersterblichkeit soll um zwei Drittel reduziert werden, die der Mütter sogar um drei Viertel. Auch die Ausbreitung von HIV soll eingedämmt, die Umwelt geschützt und die Rechte von Frauen sollen gestärkt werden.
Die Zwischenbilanz dieser großen Vorhaben fällt jedoch ernüchternd aus: Die Hilfsorganisation World Vision Deutschland beklagt, dass nach wie vor jedes Jahr fast neun Millionen Kleinkinder unter fünf Jahren sterben, 40 Prozent erreichen nicht einmal den ersten Lebensmonat nach der Geburt, während Mutterschaft jedes Jahr für...

Engagement gegen Tuberkulose bei Menschen mit HIV

Circa 1,4 Millionen Menschen mit HIV sind zusätzlich noch mit dem Tuberkulose-Erreger infiziert. Laut Schätzungen von UNAIDS sterben  an Tuberkulose jährlich weltweit rund eine halbe Million HIV-Betroffene. Aus diesem Grund haben sich UNAIDS und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Ziel gesteckt, die Todesraten bis zum Jahr 2015 zu halbieren. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde von beiden Organisationen bereits bei der 18. Internationalen AIDS-Konferenz in Wien abgesegnet.
 
Künftig sollen alle, die mit HIV/AIDS und dem Tuberkulose-Erreger infiziert sind, antiretrovirale Medikamente erhalten. Zudem werden sich HIV-Programme intensiver als zuvor der Tuberkulose widmen, während umgekehrt bei Tuberkulose-Maßnahmen die HIV-Diagnostik und -Therapie eine größere Rolle spielen wird. Zeitgleich hat die WHO ein neues Programm, bestehend aus sechs Punkten, zur Bekämpfung der Tuberkulose gestartet, das ebenfalls HIV-Patienten berücksichtigt. Das Ziel dieses Programms ist die Eliminierung der Tuberkulose bis 2050.
 
Auf dem afrikanischen Kontinent ist Tuberkulose die Haupttodesursache...

med update 08-10

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Themen:
- Allgemeines
- Warnung: HIV-Heimtests sind nicht sicher
- Mit mehr HIV zu weniger infizierten Zellen - eine neue Strategie
- USA - Therapierichtlinien aktualisiert
- CASCADE Studie - Vorteil bei früherem Therapiebeginn
- Nevirapin - neue Formulierung in Sicht
- PROGRESS Studie - eine NRTI freie Therapie
- Späte Diagnose steigert Kosten
- HI-Viren verändern sich
- Nachgefragt: Rekombination
- Einreisebestimmungen und die AIDS 2012

med update 07-10

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Themen:
Allgemeines
18. Internationale AIDS Konferenz in Zahlen
CAPRISA 004 - ein Durchbruch für Frauen
Rechte für SexarbeiterInnen - Kritik an PEPFAR
AIDS Ride 2012 - from Vienna to Washington DC
Veranstaltungsankündigungen