Spirituosen können den virologischen Erfolg der HIV-Therapie vermindern

Neues aus der Forschung: Schnaps vermindert den virologischen Erfolg der HIV-Therapie stärker als bisher angenommen. HIV-Patienten, die statt Wein oder Bier lieber so genannte harte Getränke konsumieren, gefährden den Erfolg ihrer HIV-Therapie. Bis zum heutigen Zeitpunkt gab es durchwegs widersprüchliche Ergebnisse hinsichtlich Alkoholkonsum und Therapieerfolge der HAART (Highly Active Anti-Retroviral Therapy – hochaktive antiretrovirale Therapie). Aus diesem Grund untersuchten US-amerikanische Wissenschafter, ob die Art des alkoholischen Getränks eine Rolle spielen kann.
In der Studie nahmen 55 HIV-PatientInnen teil, die vor allem Spirituosen trinken, und 1310 HIV-PatientInnen, die Wein oder Bier bevorzugen. Das Ergebnis nach 24 Wochen: Bei den Wein- und BiertrinkerInnen verbesserten sich unter HAART die CD4-Zellzahl um weitere 12 Zellen/µl und der Umfang der Thymusdrüse nahm um 7 mm zu; bei den SchapstrinkerInnen nahmen die CD4-Zellzahl um 4 Zellen/µl und Thymusdrüse um 0,6 mm ab. Frauen aus der Spirituosen-Gruppe hatten im Vergleich zu den Männern aus dieser Gruppe eine...

Ältere Menschen sind in der HIV-Prävention nachlässiger als junge

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Eine Studie im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) in Bern ergab, dass über 45-jährige Männer und Frauen beim Eingehen von neuen Partnerschaften häufig kein Präservativ verwenden.
Am konsequentesten schützen sich Frauen und Männer zwischen 17 und 30 Jahren: Vier von fünf Menschen benutzen zumindest in der ersten Phase einer neuen Beziehung beim Ausleben ihrer Sexualität ein Kondom. Mit zunehmendem Alter geht dieser Anteil jedoch zurück.
Vor allem Frauen praktizieren seltener geschützten Geschlechtsverkehr: Bei den 46- bis 60-Jährigen schützen sich noch 60 Prozent der Männer und 50 Prozent der Frauen zu Beginn einer Beziehung, bei den über 60- Jährigen nur mehr 46 Prozent der Männer und 21 Prozent der Frauen.
Darüber hinaus ergab die Studie, dass Jugendliche immer früher Sex haben: Im Alter von 17 Jahren sind schon 66 Prozent der jungen Männer und 55...

Spendenübergabe im Landestheater Salzburg

Am 23. Jänner 2011 hat mit der 1. Internationalen Ballettgala die Salzburger Ballettwoche einen krönenden Abschluss gefunden. Doch nicht nur das: Das Publikum, das an diesem Abend zu Gast im Landestheater war, hat für die Aidshilfe Salzburg insgesamt 2100 Euro gespendet. Alle Tänzerinnen und Tänzer, die im Rahmen der Internationalen Ballettgala aufgetreten sind, haben auf ihre Gage verzichtet und der Aidshilfe Salzburg überlassen. Das Salzburger Landestheater hat dieses Engagement zum Anlass genommen, auf die gesammelte Summe noch „etwas draufzulegen“!
Am Freitag, 04. Februar 2011, wurde die Spende in Höhe von 4.000,- € – symbolisch durch eine 1,70m hohe AIDS-Schleife dargestellt – im Salzburger Landestheater von Herrn Mag. Stefan Bammer (li.), MBA, dem Kaufmännischen Direktor, und Peter Breuer (re.), Ballettdirektor, an Frau Maritta Teufl-Bruckbauer, Leiterin der Aidshilfe Salzburg übergeben.

med update 01-11


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Ansteckungszeitpunkt lässt sich besser abschätzen

Wissenschafter, Ärzte und Forscher der Schweizer HIV-Kohortenstudie haben eine einfache und relativ genaue Methode entwickelt, mit der man abschätzen kann, wann sich ein Mensch mit HIV infiziert hat. Anhand der genetischen Vielfalt der HI-Viren im Blut können diese Berechnungen durchgeführt werden, was in der Behandlung enorme Vorteile bringt und darüberhinaus dazu beträgt, den Verlauf der AIDS-Epidemie besser zu verstehen.
Bisher konnten Ärzte den Ansteckungszeitpunkt nur bis etwa acht Wochen nach der Infektion genau ermitteln. Ließe sich jemand erst später auf das Virus testen, könne nicht eruiert werden, ob sich die Person vor Monaten oder aber vor Jahren angesteckt hatte. Das Wissen um den Zeitpunkt der Ansteckung ist für die Behandlung aber wichtig: Es lässt sich einfacher abschätzen, wie rasch die Krankheit fortschreitet und wann mit der Behandlung begonnen werden sollte.
Forscher nutzten Daten aus Resistenztests, die bei HIV positiven PatientInnen in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden. Beim Test wird das Erbgut der Viren untersucht, um...