Rechtzeitige Therapie senkt Übertragungsrisiko

In den USA wurden von den nationalen Gesundheitsinstituten (NIH) die Ergebnisse einer Studie veröffentlich, wonach mit HIV/AIDS durch eine rechtzeitige Therapie mit antiretroviralen Medikamenten das Risiko einer Übertragung des HI-Virus deutlich verringern können. Die Ergebnisse einer am Donnerstag (12. Mai 2011) veröffentlichten Untersuchung zeigen, dass die Ansteckungsgefahr um 96 Prozent zurückgeht, wenn sich ein Betroffener nach der Erkrankung schnell behandeln lässt. Das soll laut der WHO den Weg für einen weit besseren Zugang zu einer HIV-Therapie ebnen. "Das macht die medikamentöse Behandlung gegen HIV zu einer neuen Priorität in der Prävention", erklärte der Chef von UNAIDS, Michel Sidibe. Bereits beim Internationalen AIDS-Kongress vergangenen Sommer in Wien hatten Wissenschafter, Gesundheitspolitiker und Financiers betont, dass eine effektive Therapie der HIV-Infektion auch ein wirkungsvolles Mittel der Prävention neuer Infektionen sein kann. Das ist jetzt offenbar auch wissenschaftlich belegt worden.
Für die Studie wurden seit 2005 in Afrika, Indien und auf dem amerikanischen Kontinent mehr als 1700 überwiegend...

HIV-Report 2/2011

Der kürzlich erschienene HIV-Report widmet sich in der aktuellen Ausgabe dem Thema "Lusttropfen":
- Präejakulat - was ist das?
- HIV im Lusttropfen
- Gonokokken im Lusttropfen
- Folgerungen für die Prävention
- Kurznachrichten

Der HIV-Report richtet sich an ÄrztInnen, BeraterInnen in Aidshilfen, Sexualberatungsstellen und interessierte Laien. Der komplette Report steht im Anhang zum download als PDF bereit.

med update 04-11


Themen:
- HIV and Your Body - ein internationales Informationsprogramm
- Allgemeine Information zu Gehirn und Nervensystem

  1. Das Gehirn
  2. Zentrales und peripheres Nervensystem
  3. Die Blut-Hirn-Schranke
  4. Kognitive Fähigkeiten
  5. HIV und Gehirn

- HAND

  1. Was ist HAND?
  2. Diagnose und Therapie einer HAND

- Weitere neurologische Störungen in Zusammenhang mit HIV

  1. Depression
  2. Periphere Neuropathien

- Literaturtipp - eine persönliche Anmerkung
- Veranstaltungsankündigung

Globaler Kampf gegen HIV/AIDS verschärft

Die Vereinten Nationen wollen den Kampf gegen AIDS mit weiteren Maßnahmen verstärken, damit die gesteckten Ziele bis 2015 erreicht werden können. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon will innerhalb der nächsten vier Jahre die Zahl der Ansteckungen durch Geschlechtsverkehr halbieren. „Wir müssen mutige Entscheidungen treffen, die den Kampf gegen AIDS drastisch wandeln werden und uns auf dem Weg zu einer HIV-freien Generation helfen“, so der UN-Generalsekretär.
Mehr als 400 VertreterInnen der Zivilgesellschaft haben diese Forderung am 8. April 2011 in New York unterstützt, wo über die Intensivierung der globalen HIV- und Aids-Prävention beraten wurde. Zudem forderten die VertreterInnen der Zivilgesellschaft den Abbau von juristischen, politischen und sozialen Hindernissen für die HIV-Prävention und -Behandlung, ein verstärktes Engagement gegen Stigmatisierung und Diskriminierung und den Schutz der Menschenrechte.

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Mütter und Kinder vernachlässigt

Anlässlich des Weltgesundheitstages am 7. April 2011 machten etliche Organisationen auf die gravierenden Folgen einer fehlenden medizinischen Versorgung für HIV-positive Menschen aufmerksam. Die Kindernothilfe beispielsweise kritisierte die katastrophalen Zustände für Mütter und Kinder.
Jeden Tag wird weltweit das Virus an über 1000 Kinder übertragen, fast ausschließlich über ihre erkrankten Mütter. Circa zwei Drittel aller Betroffenen schwangeren Frauen in Afrika haben keinen Zugang zu angemessenen Tests und Medikamenten, welche eine Übertragung auf ihre Kinder verhindern könnten. Auch in Afrika wäre es ohne größeren Aufwand möglich, mittelfristig die Übertragungsrate auf rund zwei Prozent zu reduzieren, wenn alle betroffenen Frauen wie in Österreich Zugang zur antiretroviralen Therapie hätten.
Die weltweiten Sparprogramme bedrohen jetzt die zuletzt...