HIV-BASIC III: Was ist der Unterschied zwischen Neudiagnosen und Neuinfektionen?

2017 gab es im Bundesland Salzburg 40 Neudiagnosen von HIV, das heißt aber nicht, dass sich diese 40 Personen alle im Jahr 2017 mit HIV infiziert haben, einige dieser Infektionen sind schon vor fünf oder sechs Jahren passiert.
Unter „Neuinfektionen“ versteht man jene Infektionen, die in den letzten Monaten stattgefunden haben. Diese können nicht erhoben, sondern nur geschätzt werden. Einige Menschen, die sich heuer mit HIV neu infizieren, werden erst in einigen Jahren, wenn sie einen HIV-Test machen, von ihrer Infektion erfahren. Das ist natürlich gefährlich, weil sie in dieser Zeit das HI-Virus an andere Menschen weitergeben können. Daher ist es das Ziel der AIDS-Hilfen, Neuinfektionen möglichst früh zu erkennen.
Beispiel: Herr A infiziert sich 2012 beim ungeschützten Sex mit HIV (Neuinfektion im Jahr 2010). Sechs Jahre weiß er nicht von seiner Infektion und hat ungeschützten Sex mit einigen anderen Menschen. Erst als sein Immunsystem 2018 sehr schlecht wird empfiehlt ihm sein...

med update 1-2-18


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HIV-BASIC II: Ansteckung über kleine Wunden

Kann ich mich über alltägliche Wunden mit HIV infizieren?


Es gibt praktisch keine Möglichkeit, dass durch alltägliche Wunden, wie etwa Kratzwunden,  genug infektiöse Flüssigkeit in die Blutbahn gelangt, dass es zu einer HIV-Infektion kommen könnte.
HIV kann somit im Alltag oder per Zufall gar nicht übertragen werden. D.h. eine Ansteckung wäre nur dann möglich, wenn fremdes infektiöses Blut in schwere Verletzungen gelangt (z.B. Fleischwunden, stark blutende Wunden, tiefe Schnitte oder Cuts). Alle alltäglichen Wunden sind praktisch keine Eintrittspforten für das HI-Virus.
Wir wissen, dass in der medizinischen Theorie gerne behauptet wird, dass HIV über kleinste Verletzungen übertragen werden könne, doch ist in der Praxis (dies haben uns mehrere Virologen der Virologie in Wien bestätigt) kein einziger Fall dokumentiert, der sich je über solche Verletzungen mit HIV infiziert hätte. Und die Übertragungspraxis ist ja bekanntlich viel aussagekräftiger...

Zero Discrimination Day

bericht-antidiskriminierungsarbeit-2016-1.jpgDie gesellschaftliche Entstigmatisierung von HIV schreitet nicht so rasch voran wie die medizinischen Erfolge bei der Behandlung der Infektion. Die Aids Hilfen Österreichs haben von 2013 bis 2017 insgesamt 182 Meldungen HIV-bezogener Fälle von Diskriminierung dokumentiert. Anlässlich des Zero Discrimination Day am 1. März fordern sie, ungerechtfertigter Ungleichbehandlung ein Ende zu setzen."Diskriminierung von HIV-positiven Menschen findet jeden Tag statt. Unwissenheit, irreale Ängste und Schuldzuweisungen führen dazu, dass HIV-positive Menschen in der Arbeitswelt, im medizinischen System, aber auch im privaten Umfeld, in der Familie und im Freundeskreis benachteiligt und ausgeschlossen werden", erläutert Wolfgang Wilhelm, Obmann der Aids Hilfe Wien.
95 der in den fünf Jahren gemeldeten 182 Diskriminierungsfälle betrafen das Gesundheitswesen, wie aus dem Anti-Diskriminierungsreport 2017...