Weltweiter Anti-Homophobie-Tag

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Seit 2004 gilt der 17. Mai als internationaler Tag gegen Homophobie. An diesem Tag setzen Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transsexuelle ein Zeichen für Toleranz. Der 17. Mai wurde als Termin gewählt, weil genau an diesem Tag im Jahr 1990 die Weltgesundheitsorganisation (WHO), Homosexualität von der Liste der psychischen Krankheiten gestrichen hat.
Der Begriff Homophobie leitet sich vom griech. ὁμός homós: gleich und φόβος phóbos: Angst ab und kam erst in den späten 1960er Jahren in den allgemeinen Sprachgebrauch. In diesem Sinne meint Homophobie die irrationale Angst vor gleichgeschlechtlichen Lebensweisen, die sich in der Regel in Ekel und Aversion vor homo- und bisexuellen Menschen äußert.Bei uns in Westeuropa sowie in jüdischen und christlichen Kulturen ist diese Angst, welche mit Patriarchat, Heteronormativität und Heterosexismus einhergeht, seit tausenden Jahren tief in der Gesellschaft verwurzelt. Im Christen- und Judentum...

Comeback der Syphilis

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Lange Zeit galt die Syphilis als ein Relikt einer längst vergessenen Epoche. Seit Mitte der 1990er Jahre greift sie allerdings wieder verstärkt um sich. Da die meisten Syphilis-Betroffenen Männer sind, vermuten viele ExpertInnen als Hauptgrund für die beunruhigende Zunahme die Wiederaufnahme riskanter Sexualpraktiken unter homo- bzw. bisexuellen Männern. Allerdings sei hier anzumerken, dass Homo- oder Bisexualität an sich das Risiko einer Infektion noch nicht erhöht; das macht allein das Sexualverhalten, weshalb es nicht ganz richtig ist, von so genannten Risikogruppen zu sprechen. Gefährdet sind – unabhängig von der sexuellen Orientierung – vor allem Menschen, die ihre Sexualpartner häufig wechseln und dabei ungeschützten Sex praktizieren. Vermutlich haben gerade die medizinischen...

Jahresbericht 2015

Bisher haben sich laut UNAIDS weltweit rund 40 Millionen Menschen mit dem Immunschwächevirus HIV infiziert, und jährlich kommen nach wie vor mehr als 2,5 Millionen Neuinfektionen hinzu. In Österreich stecken sich täglich ein bis zwei Menschen mit HIV an. Im Jahr 2015 wurden 428 HIV-Neuinfektionen österreichweit diagnostiziert. In Salzburg waren es 34.
Im Mittelpunkt der Präventionsarbeit der Aidshilfe Salzburg stehen die Zielgruppen Jugendliche, vulnerable Gruppen, MigrantInnen, Männer, die Sex mit Männern haben, sowie Personen, die beruflich mit HIV/AIDS in Kontakt kommen. Neben der primärpräventiven Arbeit werden Elemente der Sekundär- und Tertiärprävention, also Strategien zur Gesundheitsförderung von HIV-positiven Menschen angeboten.
Das anonyme und kostenlose Testangebot der Aidshilfe Salzburg umfasst den HIV-Duo-Test, Syphilis- sowie Hepatitis B- und C-Screening. Vor allem dem HIV-Duo-Test kommt im Hinblick auf die Prävention große Bedeutung zu. So wurde 2012 ein neues Testverfahren eingesetzt: Der...

Vater unterschlägt Hilfsgelder

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Ein Vater aus Grefrath am Niederrhein soll seinen HIV-infizierten Sohn jahrelang um insgesamt fast 170 000 Euro Hilfsgelder betrogen haben. Nun muss sich der 63-Jährige in Krefeld vor dem Amtsgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm neben Betrug auch Urkundenfälschung vor: Um das Geld an Stelle des bedürftigen Sohnes auch nach dessen Volljährigkeit zu erhalten, soll der Angeklagte Briefe im Namen des Sohnes verfasst und dessen Unterschrift gefälscht haben. Das dem Sohn zustehende Geld einer Bundesstiftung sei so ohne dessen Wissen auf das Konto des Angeklagten geleitet worden. Der inzwischen rund 30 Jahre alte Sohn war durch ein verunreinigtes Blutprodukt infiziert worden. Seit 1994 wurde für ihn Geld ausgezahlt.Ab 2003 zog der Sohn in eine eigene Wohnung. Damit hatte der...

Schutz vor HIV durch Antikörper

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Weltweit arbeiten Wissenschaftler fieberhaft an Stoffen, die vor HIV schützen. Ein US-Forscher-Team konnte nun mit Hilfe spezieller Antikörper einen Erfolg verbuchen.
Dabei haben sie Makaken einmalig mit jeweils einem bestimmten Antikörpertyp behandelt und die Tiere anschließend wöchentlich dem Erreger ausgesetzt. Das Team um Malcolm Martin vom Nationalinstitut für Allergie und Infektionskrankheiten in Bethesda (US-Bundesstaat Maryland) fand dabei heraus, dass die einmalige Antikörper-Behandlung die Tiere bis zu 23 Wochen lang vor einer Ansteckung bewahren kann. Deutsche Experten bezeichneten die Ergebnisse als spannend und vielversprechend.Als besonders wirksam erwies sich dabei eine Antikörper-Art, deren Beständigkeit im Körper zuvor durch chemische Modifikationen verlängert wurde, wie die Forscher im Fachjournal "Nature...