Globale Statistik HIV/AIDS

 

Pünktlich zur IAS-Konferenz, die dieses Jahr in Mexiko City über die Bühne ging, veröffentlichte UNAIDS die aktuelle, globale Statistik zu HIV/AIDS. Bis Ende 2018 lebten weltweit 37,9 Millionen Menschen mit HIV. Knapp 80 % wussten von ihrer Infektion und gut 8 Millionen lebten unwissentlich mit der Erkrankung. Ein wenig mehr als 23 Millionen Menschen (62 %) hatten Zugang zur antiretroviralen Therapie; im Jahr 2010 betraf das nur 8 Millionen Menschen.
1,7 Millionen Menschen infizierten sich im vergangenen Jahr mit HIV und 770.000 Menschen starben infolge ihrer HIV-Infektion.
...

Statement zur geplanten Verbannung von externen SexualpädagogInnen aus den Schulen


Im Nationalrat wurde durch ÖVP und FPÖ ein Entschließungsantrag angenommen, welcher an das Bildungsministerium appelliert, dass sexualpädagogische Vereine nicht mehr in Schulklassen Sexualaufklärung durchführen sollen.
Bei den Reden der Abgeordneten Rudolf Taschner (ÖVP), Wendelin Mölzer (FPÖ) und Edith Mühlberghuber (FPÖ) entstand der Eindruck, dass diesen jegliche Feldkompetenz fehle und dass sie über Dinge sprechen, von denen sie keine Ahnung haben. Im Vorfeld dürften keine ExpertInnen Gremien gebildet worden sein und der Entschluss wirkt übereifrig, hektisch, rationalisierend und unvorbereitet. Als dann die Verantwortung für die Sexualaufklärung den Eltern zurückgespielt wurde, entstand beim Zuseher der Eindruck der Wirklichkeitsferne.
Wir möchten uns auch für die Unterstützung der lokalen Politik bedanken, welche die Notwendigkeit von externen SexualpädagogInnen sehr wohl erkennt und schätzt. So haben sich in den Vergangenen Tagen auch BildungsdirektorInnen der ÖVP wertschätzend zu externen SexualpädagogInnen...

Positionspapier der Österreichischen AIDS Gesellschaft und AIDS-Hilfen zum Umgang mit HIV im Gesundheitssystem

 

Das Thema HIV löst im medizinisch-pflegerischen Berufsalltag immer wieder Unsicherheiten und Ängste aus. Es stellen sich z.B. die Fragen, ob es spezieller Hygiene- und Schutzmaßnahmen bedarf, aber auch, wann ein Testangebot sinnvoll sein könnte. Die nachfolgenden Informationen sollen bei der Beantwortung dieser Fragen unterstützen und zu einem angstfreien und professionellen Umgang mit dem Thema HIV und mit HIV-infizierten Menschen beitragen.

 

Keine gesonderten Hygiene- und Schutzmaßnahmen erforderlich...

Jahresbericht 2018

Bisher haben sich laut UNAIDS weltweit rund 40 Millionen Menschen mit dem Immunschwächevirus infiziert, und jährlich kommen nach wie vor mehr als 2,5 Millionen Neuinfektionen hinzu. In Österreich stecken sich täglich ein bis zwei Menschen mit HIV an. Im Jahr 2018 wurden 397 HIV-Neuinfektionen österreichweit diagnostiziert. In Salzburg waren es 28.
Im Mittelpunkt der Präventionsarbeit der Aidshilfe Salzburg stehen die Zielgruppen Jugendliche, vulnerable Gruppen, MigrantInnen, Männer, die Sex mit Männern (MSM) haben, sowie Personen, die beruflich mit HIV/AIDS in Kontakt kommen. Neben der primärpräventiven Arbeit werden Elemente der Sekundär- und Tertiärprävention, also Strategien zur Gesundheitsförderung von HIV-positiven Menschen, angeboten.
Im Anhang findet sich der vollständige Tätigkeitsbericht als pdf-Datei.

STD: 376 Millionen Infektionen jährlich


Mit sexuell übertragbaren Krankheiten (STD) stecken sich nach einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) pro Tag weltweit mehr als eine Million Menschen an. Jedes Jahr gibt es unter 15- bis 49-Jährigen nach einer neuen Schätzung 376 Millionen neue Infektionen mit Trichomonaden, Chlamydien, Gonokokken oder Syphilis. WHO- und externe Experten haben 130 Studien und mehr als 900 Datensätze ausgewertet. Oft infiziere sich ein Mensch mit mehreren Erregern gleichzeitig oder mehrfach im Jahr, so die WHO. Die Gesamtzahl gilt für 2016 und liegt gut fünf Prozent höher als bei der vorherigen Schätzung für 2012. Infektionen mit Viren wie etwa HIV wurden für beide Schätzungen nicht berücksichtigt.
"Dies ist eine stille und gefährliche Epidemie", sagt Melanie Taylor, eine der Autorinnen des Berichts. Jeder vierte Erdbewohner sei mit einer der Krankheiten infiziert. Zwar stecken sich jedes Jahr etwa gleich viele Frauen und Männer neu an, weil die Bakterien bei Frauen hartnäckiger sind, seien diese aber deutlich mehr betroffen als Männer...