HIV-BASIC II: Ansteckung über kleine Wunden

Kann ich mich über alltägliche Wunden mit HIV infizieren?


Es gibt praktisch keine Möglichkeit, dass durch alltägliche Wunden, wie etwa Kratzwunden,  genug infektiöse Flüssigkeit in die Blutbahn gelangt, dass es zu einer HIV-Infektion kommen könnte.
HIV kann somit im Alltag oder per Zufall gar nicht übertragen werden. D.h. eine Ansteckung wäre nur dann möglich, wenn fremdes infektiöses Blut in schwere Verletzungen gelangt (z.B. Fleischwunden, stark blutende Wunden, tiefe Schnitte oder Cuts). Alle alltäglichen Wunden sind praktisch keine Eintrittspforten für das HI-Virus.
Wir wissen, dass in der medizinischen Theorie gerne behauptet wird, dass HIV über kleinste Verletzungen übertragen werden könne, doch ist in der Praxis (dies haben uns mehrere Virologen der Virologie in Wien bestätigt) kein einziger Fall dokumentiert, der sich je über solche Verletzungen mit HIV infiziert hätte. Und die Übertragungspraxis ist ja bekanntlich viel aussagekräftiger...

Zero Discrimination Day

bericht-antidiskriminierungsarbeit-2016-1.jpgDie gesellschaftliche Entstigmatisierung von HIV schreitet nicht so rasch voran wie die medizinischen Erfolge bei der Behandlung der Infektion. Die Aids Hilfen Österreichs haben von 2013 bis 2017 insgesamt 182 Meldungen HIV-bezogener Fälle von Diskriminierung dokumentiert. Anlässlich des Zero Discrimination Day am 1. März fordern sie, ungerechtfertigter Ungleichbehandlung ein Ende zu setzen."Diskriminierung von HIV-positiven Menschen findet jeden Tag statt. Unwissenheit, irreale Ängste und Schuldzuweisungen führen dazu, dass HIV-positive Menschen in der Arbeitswelt, im medizinischen System, aber auch im privaten Umfeld, in der Familie und im Freundeskreis benachteiligt und ausgeschlossen werden", erläutert Wolfgang Wilhelm, Obmann der Aids Hilfe Wien.
95 der in den fünf Jahren gemeldeten 182 Diskriminierungsfälle betrafen das Gesundheitswesen, wie aus dem Anti-Diskriminierungsreport 2017...

2017 wieder mehr HIV-Diagnosen


Der Aufwärtstrend der vergangenen Jahre ist unverändert geblieben. Auch im Jahr 2017 wurden in Österreich mehr HIV-Infektionen diagnostiziert. Insgesamt 510 Menschen sind im letzten Jahr positiv getestet worden. Das sind mehr als in den letzten beiden Jahren, in denen 447 (2016) und 428 (2015) Infektionen registriert wurden. „Die Zahlen spiegeln nicht die tatsächlich stattgefundenen Neu-Infektionen in diesem Zeitabschnitt wider, da diese ja oft erst Jahre später diagnostiziert werden. Daher ist es durchaus möglich, dass die höheren Zahlen auf ein höheres Risikobewusstsein und eine häufigere und vor allem frühere Testung von Personen mit Risikokontakt zurückzuführen sind“, meint Dr. Elisabeth Puchhammer-Stöckl in der aktuellen Ausgabe der Virusepidemiologischen Information (02-18 – siehe Anhang).Je früher eine HIV-Infektion erkannt wird, desto besser kann mittels antiretroviraler Therapie die Viruslast von Anfang an gering gehalten werden. Eine späte Diagnose hat unumstritten große Nachteile. Je später...

Internationale Ballettgala, am 13. März 2018 im großen Haus für Mozart


Am 13. März 2018 geht die Internationale Ballettgala zugunsten der Aidshilfe Salzburg über die Bühne. Aufgrund der großen Nachfrage wird die Gala heuer nicht wie gewohnt im Landestheater, sondern im großen Haus für Mozart abgehalten.

Peter Breuer und Reginaldo Oliveira laden erstmals gemeinsam Kollegen aus der ganzen Welt ein, die zusammen mit den Tänzerinnen und Tänzern des Salzburger Ballettensembles Spitzenleistungen auf die Bühne bringen werden, um einen Tanzabend der Extraklasse zu gestalten.
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10 Jahre EKAF-Statement

Vor ziemlich genau zehn Jahren veröffentlichte der Schweizer Infektiologe Pietro Vernazza, zusammen mit anderen HIV-Experten,  das so genannte EKAF-Statement (Eidgenössische Kommision für AIDS Fragen) in der Schweizer Ärztezeitung und löste damit eine bis heute andauernde Kontroverse aus. Die Kernaussage des Statements lautet wie folgt:
„Eine HIV-infizierte Person ohne andere STD unter der antiretroviralen Therapie (ART) mit vollständig supprimierter Virämie (im Folgenden: ‚wirksame ART‘) ist sexuell nicht infektiös, d. h. sie gibt das HI-Virus über Sexualkontakte nicht weiter, solange folgende Bedingungen erfüllt sind:- die antiretrovirale Therapie (ART) wird durch den HIV-infizierten Menschen eingehalten und durch den behandelnden Arzt kontrolliert;
- die Viruslast (VL) liegt seit mindestens sechs Monaten unter der Nachweisgrenze (d. h. die Virämie ist supprimiert);
- es...