Über infektiöse Drogenspritzen in U-Bahnsitzen und andere Legenden

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Immer wieder stellen uns in der Beratung verunsicherte User die Frage, ob es möglich sei, dass man unbemerkt in einer Disko mit einer Spritze gestochen wird. Dabei ist die Geschichte der Person, die mit einer Spritze umherwandert und anderen Diskobesuchern HIV-positives-Blut einimpft, sodass sich diese mit HIV oder anderen durch Blut übertragbaren Viruserkrankungen anstecken, schon uralt. Ebenso verhält es sich mit dem Fremden, der von Haustür zu Haustür zieht, um seinen ahnungslosen Opfern beim Öffnen der Tür infektiöses Blut zu injizieren sowie mit den angeblichen Spritzen, die in U-Bahnsitze gesteckt werden. Angeblich soll es auch in jeder Stadt mindestens einen Kebabstand oder eine Pizzeria geben, in welcher das Küchenpersonal ins Essen ejakuliert. Bei diesen Erzählungen, die per Stille Post...

Nur ein religiöses Lippenbekenntnis

Mehr kann man wohl von der katholischen Kirche derzeit nicht erwarten, aber immerhin hat sich Kardinal Peter Kodwo Appiah Turkson, Erzbischof von Cape Coast in Ghana, anlässlich der Synode der afrikanischen Bischöfe für Kondome ausgesprochen. Im Kampf gegen AIDS sei die Treue in der Ehe zwar das wichtigste Instrument, so Turkson, sollte aber einer der Ehepartner HIV-positiv oder an AIDS erkrankt sein, so seien Kondome zu befürworten. „Unter Eheleuten würde ich Kondome empfehlen, doch in Afrika sind sie von schlechter Qualität. Sie schützen daher nicht ganz vor der Krankheit“, betonte Turkson und relativiert somit seine Aussagen, indem er gekonnt Unsicherheit und Angst schürt.
Haarsträubend hingegen waren seine Aussagen über Homosexualität („nicht-heterosexuelle Beziehungen...

Homophobe Übergriffe in Cruisingareas

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Anlässlich eines brutalen Übergriffs auf einen Mann im Mirabellgarten, der Cruising Area für schwule Männer in der Stadt Salzburg, möchten wir an dieser Stelle einige Tipps geben, mit denen man einen brutalen Raubüberfall oder gar Körperverletzung vorbeugen kann:
• Als MSM-Vorortarbeiter und Streetworker beobachte ich immer wieder, wie sich manche Männer völlig unbedacht mit mehreren Strichern zugleich in einen dunkleren Teil der Cruising-Area bzw. hinter Büsche oder Bäume zurückziehen. Das ist sehr unklug, da es immer wieder Stricher gibt, welche ihre Freier ausrauben oder sogar schwer verprügeln. Wer sich also mit einem Stricher vergnügen möchte, sollte dies lediglich mit einem einzigen Sexualpartner tun. Hier stehen die Chancen weitaus besser, sich gegen Übergriffe zur Wehr zu setzen bzw. sind auch die Hemmungen...

Abgeschoben und im Stich gelassen

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Als Harjeet von seinem Doktor erfuhr, dass etwas mit seinem Blut nicht stimme, begann für den indischen Gastarbeiter in Saudi Arabien eine unmenschliche Tortur. Zuerst bietet ihm der dubiose Arzt an, die ganze Sache zu verschleiern – für eine entsprechende Geldsumme versteht sich –, um ihn dann bei den Behörden auflaufen zu lassen. Harjeet war von einem Tag auf den anderen zu einem Menschen niedriger Klasse degradiert worden.
Nach einer medizinischen Untersuchung durch seinen Arbeitgeber in Saudi Arabien, die seine HIV-Infektion bestätigte, fand Harjeets Arbeitsleben ein schnelles Ende.
Er wurde ohne Rücksicht auf seine Krankheit abgeschoben. In seiner indischen Heimat verschwieg er seiner Familie die Erkrankung und stürzte bald in...

plusminus 3/09

Themen:
Schutzengelkampagne der Aidshilfe Wien
HIV and Your Body
Södak - Schweizerisch-Österreichisch-Deutscher AIDS-Kongress
Interview zur Übersetzungstätigkeit mit HIV-Positiven
 

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Entstanden ist die Schutzengelkampagne mit dem Slogan „Das Einzige, das wirklich schützt – das Kondom“, die die Problematiken der aktuellen HIV-Präventionsarbeit optimal aufgreift. Der Bevölkerung soll damit verdeutlicht werden, dass das Einzige, das wirklich schützt, nicht der Schutzengel oder der Glaube an das Gute ist, sondern einzig und allein die Verwendung von Kondomen sein kann. Sex findet spontan statt, er macht Spaß, er wirkt befreiend und befriedigend, aber dessen ungeachtet ist es wichtig, sich mit einem Kondom zu schützen. Denn, wie Erich Enzenberger von PKP proximity pointiert...