Deutschland: Die Pille, die vor HIV schützt, wird kostengünstig

2016 ist eine Vorbeugung von HIV mit Tabletten in der EU zugelassen worden. Die Kosten dafür waren bis jetzt sehr hoch. Nun soll mit einer Sonderlösung der Preis stark sinken.

Die HIV-Prävention mit speziellen Medikamenten soll nun für Menschen mit hohem Infektionsrisiko leichter zugänglich werden. In Deutschland wird ein Pilotprojekt gestartet. Dieses führt zu einer Kostensenkung von bislang mehreren Hundert Euro auf 50 Euro monatlich. Diese sogenannte „Prä-Expositionsprophylaxe“ (kurz „PrEP“) hat eine kleine Zielgruppe, nämlich hauptsächlich Männer, die Sex mit häufig wechselnden männlichen Partnern haben, auch unter Drogeneinfluss und ohne Kondom.
Zu dem günstigeren Preis wollen...

11. November um 12 Uhr: kostenlose Fortbildung zu Chemsex, Sex- und Partydrogen in der Aidshilfe Salzburg

Wir laden zu unserer kostenlosen Fortbildung zum Thema Chemsex, Sex- und Partydrogen ein. Der Vortrag ist am 11. November und beginnt um 12 Uhr im Büro der Aidshilfe Salzburg (Linzer Bundesstraße 10, 5020 Salzburg).

Vortragende:
Mag. Thomas Baumgartner, Berater der Aidshilfe Wien
Dr. Michael Aichinger, GSK



Die Veranstaltung möchte einen Überblick über das immer aktueller werdende Phänomen

Chemsex geben und Gelegenheit zur Diskussion bieten:

  • Welche Drogen werden mit Chemsex in Verbindung gebracht?
  • Welche Risiken birgt Chemsex?
  • In welchen Bezug steht Chemsex zu HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten?
  • Welchen Einfluss hat der Konsum von Substanzen auf die HIV-Therapie?

Unter „Chemsex“ versteht...

Weitere Studie zur PrEP in Frankreich

Bild entfernt. Photo: öde_inge / photocase.de

In den nächsten drei Jahren soll mit 3.000 TeilnehmerInnen in der so genannten Prévenir Studie erforscht werden, wie sich die PrEP (Prä-Expositionsprohhylaxe, vgl. Neues zur PrEP) auf die Ausbreitung von HIV bzw. auf die HIV-Neuinfektionen auswirken kann.Seit 2016 ist die PrEP in Frankreich erhältlich, wobei die Kosten zum größten Teil vom Gesundheitssystem übernommen werden.
Die ForscherInnen wollen zeigen, dass die PrEP die Zahl neue HIV-Neuinfektionen in der französischen Hauptstadtregion Île-de-France um 15 Prozent senken kann. Verglichen werden also die Zahlen für 2020 und 2017. Darüber hinaus sollen Daten zum Verhalten der TeilnehmerInnen...

Homosexualität und Blutspenden - kleine Fortschritte

Photo: Cattari Pons / photocase.com
 

Homosexuelle Männer können künftig unter bestimmten Bedingungen Blut spenden. Die Bundesärztekammer (BÄK) überarbeitete die entsprechende Richtlinie zur Blutgewinnung und zur Verwendung von Blutprodukten und lockerte bisherige Verbote. Zwölf Monate nach Beendigung "sexuellen Risikoverhaltens" dürfen Schwule demnach künftig Blut spenden, weil dies "nicht zu einer Erhöhung des Risikos für die Empfänger von Blut und Blutprodukten führt".Bislang sind nicht nur Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen, sondern auch Homosexuelle, Drogenkonsumenten, Prostituierte und Menschen mit häufig wechselnden Partnern lebenslang von Blutspenden ausgeschlossen. Begründet wurde dies mit der erhöhten...

med update 05-06-17


Themen:
- Erstmals Zweierkombination als HIV-Erhaltungstherapie zur Zulassung eingereicht
- DÖAK 2017
- DÖAK: Viruslast – bei Abweichungen nicht gleich irritieren lassen
- DÖAK: ChemSex – Gewaltberatung und Traumatherapie kann essentiell sein
- DÖAK: Fast Track Cities am Beispiel Berlin
- DÖAK: „Aufrüsten“ in der Evolution bestimmt die Epidemie
- Nachgefragt: HIV-Aufbau und Vermehrung
- Informationsfolder: Akute HIV-Infektion in der allgemeinmedizinischen Praxis
- Newsletter „Meet the Experts“: Psychopharmaka / onkologische Therapien
- Veranstaltungsankündigung