med update 09-10-17


Themen:
- Europäische HIV und Hepatitis Testwoche 2017
- EACS Konferenz 2017
- Europäische Therapie-Leitlinien aktualisert
- Europa - ein ungleicher Kontinent
- Europa - ein ungleicher Kontinent: 2 Beispiele zeigen auf
- Nachgefragt: Einteilung europäischer Länder
- ECHOES - europaweite Online Umfrage für Community Healthcare Provider
- EMIS - europaweite Online-Umfrage für MSM
- ChemSex: Infos - Beratung - Infoabend in Wien (14.11.2017)
- Fachtagungen

Erfolge im Kampf gegen Hepatitis

Im Kampf gegen Hepatitis gibt es nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zunehmend Erfolge. Eine Rekordzahl von knapp drei Millionen Menschen habe in den vergangenen zwei Jahren Zugang zu Medikamenten gegen Hepatitis C bekommen, teilte die WHO aus Anlass des Welt-Hepatitis-Gipfels im brasilianischen Sao Paulo mit.
Weitere 2,8 Millionen seien seit 2016 wegen Hepatitis B behandelt worden, immer mehr Länder würden zudem den Zugang zu Medikamenten verbessern. "Diese Ergebnisse nähren die Hoffnung, dass die Eliminierung von Hepatitis Realität werden kann", sagte Gottfried Hirnschall, der Leiter des HIV- und Hepatitis-Programms der WHO.Hepatitis-Viren können Entzündungen der Leber hervorrufen und Krebs verursachen. In Deutschland sind nach Schätzungen bis zu eine Million Menschen infiziert, viele davon unbemerkt. Mit den neuen Medikamenten ist zum Beispiel Hepatitis C zu 90 Prozent heilbar.
Trotzdem sterben bisher laut WHO noch rund 1,3 Millionen Menschen jedes Jahr an...

Studie empfiehlt regelmäßige Tests

Eine Studie des Universitätsspitals Zürich zeigt, dass homosexuelle Männer mit häufig wechselnden Sexualpartnern zwar oft mit sexuell übertragbaren Krankheiten infiziert sind, die Infektion aber meistens symptomlos verläuft. Deshalb empfehlen die beteiligten Forschenden Personen mit hohem Infektionsrisiko, sich auch ohne bemerkbare Anzeichen regelmäßigen Tests zu unterziehen.

Für die Studie untersuchte das Team um Huldrych Günthard und Dominique Braun rund 200 HIV-infizierte homosexuelle Männer auf sexuell übertragbare Infektionskrankheiten. Sie alle waren frühzeitig diagnostiziert worden und standen unter einer wirksamen Therapie, so dass sie bezüglich HIV nicht mehr als infektiös galten.Während etwa eineinhalb Jahren infizierte sich ein Drittel der Männer mit einer...

med update 07-08-17


Themen:
- Kurz-News HIV Medikamente: Isentress
- Kurz-News HIV Medikamente: Symtuza
- IAS Konferenz
- Neue Daten der UNAIDS: 53 % Therapieabdeckung weltweit erreicht
- Long acting injectables - Ein neuer Weg in die HIV-Therapie
- Nachgefragt: Pharmakokinetik
- Eine neue Abkürzung mit essentiellem Inhalt: U=U
- Informationsfolder zur PrEP
- ChemSex: Neues Beratungsangebot von Mann zu Mann
- Veranstaltungsankündigungen

WHO alarmiert: Gonorrhö nur mehr schwer zu behandeln

Bei der Gonorrhö (umgangssprachlich „Tripper“ genannt) handelt es sich um eine bakterielle Infektion, die häufig chronisch, mitunter auch völlig symptomlos verläuft. Auch ohne Symptome ist diese sexuell übertragbare Erkrankung hoch infektiös und kann auch indirekt beim Petting über die Hände, über Sexspielzeuge und beim Küssen leicht übertragen werden. Die meisten Übertragungen geschehen beim ungeschützten Genital-, Analverkehr und Oralverkehr, aber auch bei der Geburt kann die Infektion auf das Baby übertragen werden. Bei Frauen führt die Infektion mit Gonorrhö mitunter zu Entzündungen im Beckenraum, zu Eileiterschwangerschaften, zur Unfruchtbarkeit und zu einem höheren Risiko einer Infektion mit anderen sexuell übertragbaren Krankheiten.
Die Inkubationszeit der Gonorrhö beträgt ein bis 14 Tage. Die Erkrankung hinterlässt keine Immunität. Das Kondom bietet einen guten Schutz, jedoch kann eine Infektion aufgrund der oben genannten...