med update 1-2-18


Themen:
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HIV-BASIC II: Ansteckung über kleine Wunden

Kann ich mich über alltägliche Wunden mit HIV infizieren?


Es gibt praktisch keine Möglichkeit, dass durch alltägliche Wunden, wie etwa Kratzwunden,  genug infektiöse Flüssigkeit in die Blutbahn gelangt, dass es zu einer HIV-Infektion kommen könnte.
HIV kann somit im Alltag oder per Zufall gar nicht übertragen werden. D.h. eine Ansteckung wäre nur dann möglich, wenn fremdes infektiöses Blut in schwere Verletzungen gelangt (z.B. Fleischwunden, stark blutende Wunden, tiefe Schnitte oder Cuts). Alle alltäglichen Wunden sind praktisch keine Eintrittspforten für das HI-Virus.
Wir wissen, dass in der medizinischen Theorie gerne behauptet wird, dass HIV über kleinste Verletzungen übertragen werden könne, doch ist in der Praxis (dies haben uns mehrere Virologen der Virologie in Wien bestätigt) kein einziger Fall dokumentiert, der sich je über solche Verletzungen mit HIV infiziert hätte. Und die Übertragungspraxis ist ja bekanntlich viel aussagekräftiger...

Zero Discrimination Day

Die gesellschaftliche Entstigmatisierung von HIV schreitet nicht so rasch voran wie die medizinischen Erfolge bei der Behandlung der Infektion. Die Aids Hilfen Österreichs haben von 2013 bis 2017 insgesamt 182 Meldungen HIV-bezogener Fälle von Diskriminierung dokumentiert. Anlässlich des Zero Discrimination Day am 1. März fordern sie, ungerechtfertigter Ungleichbehandlung ein Ende zu setzen."Diskriminierung von HIV-positiven Menschen findet jeden Tag statt. Unwissenheit, irreale Ängste und Schuldzuweisungen führen dazu, dass HIV-positive Menschen in der Arbeitswelt, im medizinischen System, aber auch im privaten Umfeld, in der Familie und im Freundeskreis benachteiligt und ausgeschlossen werden", erläutert Wolfgang Wilhelm, Obmann der Aids Hilfe Wien.
95 der in den fünf Jahren gemeldeten 182 Diskriminierungsfälle betrafen das Gesundheitswesen, wie aus dem Anti-Diskriminierungsreport...

PrEP in Neuseeland und Australien

Bild entfernt. Photo: öde_inge / photocase.de

Seit Anfang Februar finden Menschen mit einem erhöhten HIV-Risiko in Neuseeland und Australien leichter Zugang zur Prä-Exposition-Prophylaxe (PrEP). PrEP steht für „Prä-Expositionsprophylaxe“ (PrEP, zu Deutsch etwa „Vorsorge vor einem Risiko-Kontakt“). HIV-negative Menschen können diese HIV-Medikamente einnehmen, um sich vor einer Infektion mit HIV zu schützen. Die Kosten sollen künftig bis auf einen kleinen Selbstkostenbeitrag von den nationalen Gesundheitsdiensten übernommen. Damit erhofft man sich die Zahl der Ansteckungen mit HIV, vor allem bei Männern, die Sex mit Männern haben, signifikant einzudämmen. Zudem rechnet man mit...