Neudiagnosen mit HIV 2019

 

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Die Neudiagnosen in Salzburg zeigen ein deutliches Bild. Bis zum Stichtag 31. Oktober haben wir in Salzburg 33 Neudiagnosen verzeichnen müssen. Im gesamten vergangenen Jahr waren in Salzburg 28 Menschen von HIV betroffen. Wir haben also jetzt schon eine Steigerung, obwohl noch ein Quartal ausständig ist.
Österreichweit wurde bis jetzt bei 262 Menschen HIV diagnostiziert. Insgesamt bleiben die Neudiagnosen in Österreich und auch in Salzburg stabil. Vermutlich hat das mit den späten Diagnosen hierzulande zu tun; circa 40 Prozent aller Neudiagnosen werden erst Jahre nach der tatsächlichen Infektion entdeckt. Somit wird das Virus still und heimlich von Wirt zu Wirt übertragen, ohne dass die Betroffenen es bemerken. Dagegen helfen eigentlich nur regelmäßige Testungen, die wir jeden Montag und jeden Donnerstag von 17 bis...

Welt-AIDS-Tag 2019: Die Aidshilfe Salzburg führt neue Tests auf Chlamydien und Gonokokken ein

 

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The „Big Five“ in Salzburg

- Neues Testangebot auf Chlamydien und Gonorrhö (Tripper)
- Zielgruppe sind vor allem junge Frauen und Männer
- Neudiagnosen in Salzburg (33 mit Stichtag 31.10.2019) erneut hoch
- Prävention und Testungen als wirksames Mittel gegen steigende Neuinfektionen

Die wichtigste Neuigkeit der Aidshilfe Salzburg ist das erweiterte Testangebot. In Kürze werden zwei neue Test zum Selbstabstrich angeboten, mit denen man Chlamydien und Gonorrhö (umgangsprachlich auch Tripper genannt) nachweisen kann.
Wir haben somit die so genannten Big Five (HIV, Hepatitis, Syphilis, Chlamydien und Gonorrhö) in unser Testangebot aufgenommen.
Seit geraumer Zeit haben wir eine erhöhte Nachfrage nach Abstrichtest festgestellt, sodass die Einführung der neuen Tests nur einen weiteren logischen Schritt darstellt, mit dem wir auf den aktuellen Zeitgeist reagieren.
Die Nachfrage an Testungen auf Chlamydien und Gonorrhö hat durchaus...

Welt-AIDS-Tag 2019: Was bleibt zu tun?

 

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HIV und andere sexuell übertragbare Krankheiten wecken bei vielen Menschen noch immer Assoziationen des Unmoralischen, Verwerflichen und Anstößigen. In Österreich wird keinesfalls rational und vernünftig mit HIV und sexuell übertragbaren Infektionen umgegangen.
Aus diesem Grund kommt es auch immer wieder zu Diskriminierungen in den verschiedenen Lebensbereichen. An dieser Stelle möchten wir einige Beispiele bringen:
Vielen Menschen, die HIV-positiv sind, fällt es schwerer eine Partnerschaft einzugehen, da sie oft verlassen werden, wenn sie dem Partner/der Partnerin von ihrer Infektion erzählen.
Menschen, die sich mit einer sexuell übertragbaren Infektion angesteckt haben und deshalb zu einem Arzt gehen, werden vom behandelnden Arzt bloßgestellt und für ihr Sexualverhalten maßgeregelt.
In der Aidshilfe Salzburg kommt eine anonyme Email an, in der wir aufgefordert werden, HIV-positive Menschen zu outen, da diese eine Gefahr für ihre Mitmenschen darstellen würden.
Menschen...

Welt-AIDS-Tag 2019: Leben mit HIV

 

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Durch eine wirksame Therapie wird die Virenproduktion dermaßen unterdrückt, dass ein Nachweis im Blut mit gängigen Methoden nicht mehr möglich ist. In Folge ist dann auch eine Übertragung von HIV ausgeschlossen.

Ist die Viruslast unterhalb der Nachweisgrenze und damit im Blut nicht festzustellen, ist ein HIV-positiver Mensch für nicht HIV-infizierte Menschen auch nicht mehr ansteckend. Zu dieser Erkenntnis kam die sogenannte Partner-Studie vor rund fünf Jahren. In der Untersuchung wurden Paare mit unterschiedlichem HIV-Status insgesamt...

Welt-AIDS-Tag 2019: Zahlen und Statistiken

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UNAIDS gab 2019 folgende Statistik bekannt: Bis Ende 2018 lebten weltweit 37,9 Millionen Menschen mit HIV. Knapp 80 Prozent wussten von ihrer Infektion und gut 8 Millionen lebten unwissentlich mit der Erkrankung. Ein wenig mehr als 23 Millionen Menschen (62 %) hatten Zugang zur antiretroviralen Therapie; im Jahr 2010 betraf das nur 8 Millionen Menschen.

1,7 Millionen Menschen infizierten sich im vergangenen Jahr mit HIV und 770.000 Menschen starben infolge ihrer HIV-Infektion.

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