Schlaganfall und Herzinfarkt: Haben HIV-Positive ein erhöhtes Risiko?

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Menschen mit HIV/AIDS haben einer US-Studie zufolge ein erhöhtes Risiko für Schlaganfälle. Die Ergebnisse zeigten, dass die Zahl der Klinikaufenthalte aufgrund von Schlaganfällen in den USA zwar innerhalb eines Jahrzehnts um sieben Prozent gesunken sei, berichtet Studienautor Bruce Ovbiagele von der Universität von Kalifornien in San Diego. Jedoch sei die Zahl der HIV-positiven SchlaganfallpatientInnen um 60 Prozent gestiegen. Gründe dafür könnten Nebenwirkungen der antiretroviralen Medikamente sein, die HIV-PatientInnen lebenslang einnehmen müssen. Auch ein Zusammenspiel verschiedener Stoffwechselprozesse und der Viren selbst könnten die Ursache sein.

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Österreichische Impffaulheit gilt auch für HIV-Positive

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Seit Jahren beklagen österreichische Experten die geringe Beteiligung der Österreicher an der Impfung gegen die saisonale Influenza. Jetzt zeigt eine neue Studie von Wiener Wissenschaftern, dass auch HIV-Positive mit einem geschädigten Immunsystem nur zu einem geringen Grad eine solche Impfung erhalten.

Wissenschafter der Klinischen Abteilung für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin an der Universitätsklinik für Innere Medizin I sowie von der Universitätshautklinik (AKH/MedUni Wien) befragten alle Patienten, welche die HIV-Ambulanz der Klinik besuchten zwischen Juni und August 2015 per Fragebogen auf ihre Influenza-Impfungen. "Insgesamt 455 HIV-positive Patienten füllten den Fragebogen aus. Es waren 359 Männer und 96 Frauen im Durchschnittsalter von 46 Jahren. Die Impfrate für die vorangegangene (Influenza-)Saison (2014/2015) betrug 11,9 Prozent (54 von 455 Personen; Anm.)", schrieben die Autoren jetzt in "HIV Medicine".

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Neues zur HIV-Prä-Expositions-Prophylaxe (PrEP) Teil 1

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Menschen mit hohem Risiko einer HIV-Infektion können künftig auch in der Europäischen Union das Prophylaxe-Medikament Truvada bekommen. Dies habe die EU-Kommission unter Auflagen gebilligt, bestätigte ein Sprecher in Brüssel. Noch ist unklar, wann das Medikament als Prophylaxe erhältlich sein wird.
PrEP ist eigentlich das gleiche wie ART (Anti Retrovirale Therapie) bzw. HAART (Hoch Aktive Anti Retrovirale Therapie). Es sind die gleichen Tabletten, die HIV-positive Menschen zur Behandlung ihrer HIV-Infektion schlucken. Die gesamte Idee zu PrEP kommt ja aus den Erfahrungen mit der Behandlung von HIV-Positiven. Man weiß bereits seit mehr als 20 Jahren, dass durch die regelmäßige Einnahme dieser Medikamente die Anzahl der Viren im Körper der infizierten Person gesenkt und so die Zerstörung des Immunsystems verlangsamt bzw. gestoppt wird. Nun zeigten Studien in den letzten Jahren, dass HIV-positive Menschen unter erfolgreicher Therapie auch kaum infektiös sind, das Virus also kaum weitergeben. Sofern ihre Viruslast unter der Nachweisgrenze liegt, gilt mittlerweile als unumstritten, dass die Übertragung von HIV auf sexuellem Wege nicht bzw. nur mit minimaler Wahrscheinlichkeit erfolgt.

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Neues zur HIV-Prä-Expositions-Prophylaxe (PrEP) Teil 2

Die Zielgruppe der PrEP sind HIV-negative Menschen, die ein hohes sexuelles Risikoverhalten aufweisen – hier vor allem Männer, die Sex mit Männern haben (MSM) und Transmenschen, die in den vergangenen sechs Monaten mit mehr als zwei Sexualpartnern ungeschützten Analverkehr praktiziert haben und dieses Risikoverhalten voraussichtlich beibehalten. Innerhalb aller MSM ist der prozentuale Anteil an HIV-infizierten Persönen nämlich höher als dies unter heterosexuellen Menschen der Fall ist.

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