Testangebote:Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, sich auf HIV, Hepatitis und Syphilis testen zu lassen. Vor dem Test und bei der Befundrückgabe findet je nach Wunsch ein Beratungsgespräch statt.
Folgende Tests können Sie bei uns anonym und kostenlos machen lassen:
HIV-DUO-Test (Antikörper- und Antigen-Test)
HBsAG-Bestimmung (Hepatitis B-Test)
HCV-Antikörper-Test (Hepatitis C-Test))
TPHA-Test (Syphilis-Test = Antikörpertest)
Sie können bei uns auch einen PCR-Test zum Selbstkostenpreis von EUR 55.- machen lassen. Auch diesen Test bieten wir anonym an. Ein Termin ist nicht erforderlich.
Impfung gegen Hepatitis A und B
Sie können sich bei uns gegen Hepatitis impfen lassen. Der verwendete Impfstoff heißt Twinrix und schützt gegen Hepatitis A und B. Für einen vollständigen Schutz sind 3 Teilimpfungen notwendig.
Wir bieten den Impfstoff zum Selbstkostenpreis von EUR 50.- pro Teilimpfung an. Die Impfung selbst ist kostenlos.
Photo: öde_inge / photocase.deEin ExpertInnenausschuss hat der US-amerikanischen Aufsichtsbehörde im Bereich Arznei- und Lebensmittel (FDA) die Zulassung eines Medikaments empfohlen, das erstmals präventiv vor der Infizierung mit dem HI-Virus schützen soll. Somit wird die vom Pharmaunternehmen Gilead Sciences produzierte Anti-HIV-Pille Truvada für den Markt zugelassen werden. Die FDA hält sich in der Regel an die Empfehlungen der Kommission, auch wenn sie nicht bindend sind. In einer klinischen Studie verringerte sich unter anderem das Infektionsrisiko bei heterosexuellen Partnern, von denen einer seropositiv war, um bis zu 75 Prozent. Truvada wird seit 2004 - in Verbindung mit weiteren Medikamenten - zur Behandlung einer HIV-Infektion eingesetzt. „Ich sehe das nicht als etwas Brauchbares für die breite Öffentlichkeit, aber gewisse Gruppen, die einem höheren Risiko ausgesetzt sind, könnten davon durchaus profitieren“, relativierte Joseph McGowan, medizinischer Direktor des Behandlungs- und Forschungszentrum für HIV/AIDS am North Shore University Hospital in New York. Die endgültige Entscheidung über die Freigabe wird am 15. Juni 2012 von der FDA gefällt.
Photo: ohNe22 / photocase.deGeht es nach ForscherInnen der Universität von Kalifornien in Los Angeles könnten gentechnisch veränderte Blutstammzellen als Mittel gegen HIV/AIDS eingesetzt werden: US-amerikanische WissenschaftlerInnen haben die Stammzellen so verändert, dass sie gezielt nach HIV-befallenen Körperzellen suchen und sie zerstören. Tierversuche an Mäusen haben diese Theorie bis dato bestätigt. Nach sechs Wochen hatten die Tiere deutlich weniger Viren im Blut und auch ihre T-Helferzellen seien wieder angestiegen.
"Wir glauben, dass diese Studie die Grundlage liefert, um mit diesem Ansatz eine HIV-Infektion zu bekämpfen und hoffentlich das Virus komplett aus dem Körper der Betroffenen zu entfernen", sagte Scott Kitchen. Es sei das erste Mal, dass gentechnisch veränderte Stammzellen und die aus ihnen gebildeten Zellen erfolgreich das Virus in den Geweben eines lebenden Tieres zurückdrängten.
Um die Methode beim Menschen ähnlich effektiv zu machen wie bei den Mäusen, müsse sie aber noch verfeinert werden, sagen die WissenschaftlerInnen. Denn das HI-Virus verändere seine Oberfläche beim Menschen schneller als bei den Mäusen. Um alle Viren bei HIV-PatientInnen zu vernichten, müsse man daher Stammzellen mit verschiedenen Varianten der Andockstellen erzeugen. Dies wollen die Forscher nun im nächsten Schritt tun.
Themen:
- HIV und Arbeitswelt
- Wenn ich HIV-positiv wäre
- HIV and your Sexlife
- Ich weiß ja nicht, mit wem er/sie vorher Sex hatte
- Personalisierte Medizin
- HIV und Arbeit
- Oberösterreichischer AIDS-Tag
- Positiv gesehen
- Rezensionen
Leseprobe: HIV/AIDS und Arbeitswelt
"Aufgrund der enormen Fortschritte in Medizin und Forschung ist HIV/AIDS im Verlaufe der letzten eineinhalb Jahrzehnte zu einer chronischen Erkrankung geworden. Dies bedeutet, dass in sehr kurzer Zeit ein tiefgreifender Wandel stattgefunden hat.
Die einstmals häufig recht schnell zum Tode führende Krankheit, gegen die es keine wirksamen Medikamente gab, ist zwar nicht heilbar, aber behandelbar und für einen großen Teil der Betroffenen gut handhabbar geworden. Diese Normalisierung im gesundheitlich-medizinischen Bereich hat aber auch dazu geführt, dass HIV/AIDS unsichtbar geworden ist. Die Bilder der vom Tode gezeichneten Körper sind aus den Medien verschwunden - um mit diesem auch die Betroffenen aus dem öffentlichen Bewusstsein. Den meisten von ihnen sieht man ihre Erkrankung nicht (mehr) an.
Die Gesellschaft hat mit der medizinischen Entwicklung in Richtung Normalisierung nicht Schritt gehalten. Sie reagiert auf Betroffene wie vor 20 Jahren - mit Diskriminierung und Ausgrenzung. So hat die gesundheitliche Verbesserung in vielen Bereichen des Alltags und der Lebensrealität HIV-positiver Menschen noch kaum Spuren hinterlassen. Die Betroffenen selbst sprechen nicht über ihre Infektion, weil sie Angst haben, ihre Existenz aufs Spiel zu setzen, ihren Job zu verlieren, wenn sie preisgeben, dass sie infiziert sind. Sie fürchten den sozialen Tod - den durch soziales AIDS verursachten Tod - zu sterben. Sie zahlen einen hohen Preis für diese Geheimhaltung. Sie zahlen mit der Belastung des Schweigens, des Sich-Ausgegrenzt-Fühlens. Besonders gravierend sind die Auswirkungen des sozialen AIDS auf die Berufstätigkeit - und damit auf die materielle Existenz und einen bzw. den zentralen Aspekt von Identitätsstiftung und Sinnfindung."
Photo: fmatte / photocase.deAllen von HIV Betroffenen und ihren Angehörigen sei die Lektüre des deutschen NABs (Nationaler Aids-Beirat) (siehe hier) ans Herz gelegt, in welchem die Medizin zur wirksamen Therapie Stellung nimmt. Die wesentlichen Aussagen sind:
1. Eine effektive antiretrovirale Therapie VERHINDERT eine HIV-Übertragung. Der NAB beruft sich auf Studien, die eine hochgradige Schutzwirkung belegen, wenn aufgrund der Hochaktiven Antiretroviralen Therapie (HAART) die HI-Viruslast im Plasma auf unter 50 RNA-Kopien pro ml sinkt.
2. „Der NAB empfiehlt, diesen Sachverhalt offen und öffentlichkeitswirksam zu kommunizieren.“
Unser Kommentar: Dies müssen wir vor allem auch in Österreich umsetzen, da es hierzulande noch immer Richter und Juristen gibt, welche der irrigen Meinung sind, dass HIV-Positive gar keinen Sex mehr haben sollten. Zudem existieren im „Volksglauben“ viele Halbwahrheiten, wie der falsche Gedankengang, man könne getrost mit einem HIV-Positiven, der die HAART einnimmt, ungeschützten Sex haben, da dieser dann ohnedies nicht mehr ansteckend sei. Auch solchen Legenden kann eine differenzierte, sachliche und prägnante Präventions- und Öffentlichkeitsarbeit entgegenwirken. Das Verschweigen medizinischer Studien, welche die nicht Übertragbarkeit von HIV bei wirksamer Therapie belegen, kann keine Lösung sein und fördert nur falsche Gerüchte und Halbwahrheiten.
Fortsetzung folgt