SAFER USE - SICHERER DROGENKONSUM

 

Achtung: In den letzten Monaten haben sich mehr Menschen im Bundesland Salzburg mit HIV und Hepatitis beim intravenösen Drogenkonsum infiziert

Vorsicht: Beim Spritzen von Heroin und anderen Drogen können sehr leicht Krankheitserreger durch Blutreste in der Nadel und in der Spritze übertragen werden. Dazu gehören zum Beispiel HIV und Hepatitis-Viren, die zu schweren Leberentzündungen führen. Ein Risiko besteht auch dann, wenn das Blut mit bloßem Auge nicht erkennbar ist.  Auch Abszesse und Venenentzündungen können entstehen. Deswegen sollte man immer nur das eigene Spritzbesteck benutzen. Im Idealfall nimmt man für jeden „Druck“ ein neues.

Schutz: Vor Infektionen beim Drogenkonsum kann man sich schützen, indem man immer nur die eigene Spritze und das eigene Zubehör verwendet. Generell weniger riskant ist es, die Drogen zu sniefen (schnupfen) oder zu rauchen statt sie zu spritzen. Aber auch beim Sniefen besteht ein Infektionsrisiko. Deswegen sollte man Röhrchen nie mit anderen gemeinsam verwenden. Grundsätzlich sollte man beim Drogenkonsum für möglichst hygienische Bedingungen sorgen. Das vermindert das Risiko einer Ansteckung mit Viren, Bakterien und Pilzen.

Sterile Spritzen und Nadeln gibt es in jeder Apotheke zu kaufen. Sie müssen nicht mitteilen, warum Sie diese Spritzen und Nadeln benötigen. Falls Sie in Salzburg Stadt sind, können Sie in der Aidshilfe Salzburg saubere Spritzbestecke abholen. Dort können Sie auch alte Spritzen gegen neue tauschen. Im Mirabellgarten Salzburg befindet sich auch ein Spritzenautomat beim Schloss Mirabell beim Bernhard-Paumgartner-Weg (hinter dem Café Bellini) bei den Fahrradständern. Auch in Zell am See befindet sich ein weiterer Spritzenautomat (Gesundheitsamt BH Zell am See, Saalfeldnerstraße 10, 5700 Zell am See).

Im Notfall: Wenn es einmal unumgänglich sein sollte, ein gebrauchtes Spritzbesteck zu verwenden, sollte man es wenigstens auskochen oder desinfizieren. Sollte auch das nicht möglich sein, empfiehlt es sich, die Droge erst mal zu sniefen statt zu spritzen. So können Entzugserscheinungen beseitigt werden, bis man sich ein neues Spritzbesteck besorgen kann.