Frauen, HIV, AIDS... Fragen? Antworten!


Viele Frauen glauben, dass sie nicht durch HIV/ AIDS gefährdet sind. Tatsache ist jedoch, dass Frauen zunehmend davon betroffen sind. Dies hat biologische und soziale Ursachen. 39% der an AIDS erkrankten Frauen haben sich durch heterosexuellen Kontakt infiziert. Zum Vergleich: Nur 7% der Männer haben sich durch heterosexuellen Kontakt infiziert.
Aus diesem Grund haben die AIDS-Hilfen Österreichs einen Folder herausgegeben, in dem die häufigsten Fragen von Frauen beantwortet werden. Im Vordergrund stehen Fragen nach Ansteckungsmöglichkeiten und wie man sich vor einer HIV-Infektion schützen kann. Es wird aber auch die Frage aufgegriffen, wie frau damit umgehen soll, wenn der Partner noch andere sexuelle Beziehungen hat, bzw. was zu tun ist, wenn man befürchtet, sich angesteckt zu haben.

Anhang Size
1_Frauenfragen_screen.pdf 1.79 MB

Männer, HIV, AIDS... Fragen? Antworten!

Obwohl sich das Risiko, sich mit HIV zu infizieren tendenziell in Richtung heterosexuelle Frauen verlagert, sind nach wie vor zwei Drittel der in Österreich mit HIV infizierten Menschen Männer. Bei den Personen, die bereits an AIDS erkrankt sind, beträgt der Männer-Anteil sogar mehr als 80% (48% davon haben sich über homosexuelle Kontakte infiziert, 7% über heterosexuelle und 22% bei iv-Drogengebrauch). Hingegen sind nur etwa die Hälfte der Menschen, die eine der AIDS-Hilfen kontaktieren, um sich beraten oder testen zu lassen, männlich. Frauen nehmen offenbar das Risiko einer Ansteckung ernster als Männer.

Aus diesem Grund haben die AIDS-Hilfen Österreichs einen Folder herausgegeben, in dem die häufigsten Fragen von Männern beantwortet werden - egal ob hetereo-, homo- oder bisexuell. Aus den Erfahrungen in der telefonischen und persönlichen Beratung zeigt sich, dass viele (vor allem heterosexuelle) Männer bezüglich HIV/ AIDS stark verunsichert sind. Dabei stehen zwei Probleme im Vordergrund: Einerseits bestehen Unklarheiten im Zusammenhang mit Ansteckungsrisiken, andererseits wissen viele Männer nicht, wie sie sich nach einer Risikosituation ihrer Partnerin/ ihrem Partner gegenüber verhalten sollen. Der Folder geht auf diese Ängste und Sorgen von Männern ein und beantwortet darüber hinaus auch noch Fragen nach Testmöglichkeiten oder was man(n) tun kann, damit das Kondom nicht zum Lustkiller wird.

Wenn Sie sich für männerspezifische Fragen zum Thema HIV/ AIDS interessieren, gibt Ihnen der Folder einen ersten Einblick und erleichtert Ihnen damit vielleicht den Weg zu einer AIDS-Hilfe in Ihere Nähe.

Anhang Size
1_Männerfragen_screen.pdf 1.27 MB

hiv + 6 (Männer)

Am Anfang war der Befund.

"Schwarz auf weiß. Ich bin HIV-positiv. Kann ich je wieder Sex haben? Werde ich je wieder Sex haben? Werde ich Sex genießen können wie früher?"

Der HIV-positive Befund verändert dein Leben - und deine Sexualität. Du musst dich mit deinem veränderten Körper- und Selbstwertgefühl auseinandersetzen. Du musst lernen, mit dem Gedanken zu leben, dass du deine Sexualpartner anstecken könntest. Manches, was dir Befriedigung gibt, ist gar nicht mehr oder nur mit Vorsichtsmaßnahmen möglich. Außerdem kann unsafes Verhalten auch deinen eigenen Körper weiter gefährden. Dein eingeschränktes Immunsystem könnte mit normalerweise leichten Erkrankungen nicht mehr so einfach fertig werden. Dein Sexualleben solltest du in Zukunft so gestalten, dass du und dein(e) Partner befriedigt, aber andere und du selbst nicht gefährdet werden. Diese Auseinandersetzung kann dir keiner abnehmen, aber es gibt Leute, die dir dabei helfen können: Freunde, Partner, Familie, andere Betroffene oder die Mitarbeiter der AIDS-Hilfen.

Anhang Size
hiv_männer_msm_012_screen.pdf 479.05 KB

hiv + 6 (Frauen und Männer)


HIV-positiv und Sex

Die Diagnose einer HIV-Infektion stellt für jede betroffene Frau und für jeden betroffenen Mann einen bedeutenden Einschnitt und eine enorme Herausforderung an das alltägliche Leben dar. Eine HIV-Infektion bedeutet keinesfalls, auf körperliche Nähe, Zärtlichkeit und Sex verzichten zu müssen. Die Broschüre möchte Sie darin unterstützen, Ihre positive Einstellung der Sexualität gegenüber wieder zu finden, bzw. sie zu stärken. Die einzelnen Kapitel zeigen Risikofaktoren auf und sollen helfen, unbegründete Ängste abzubauen. Dabei kommen der optimale Schutz Ihrer Gesundheit und der Ihres Partners/ Ihrer Partnerin vor einer Infektionen genauso zur Sprache wie die rechtliche Situation bei Sexualkontakten mit Nicht-Infizierten sowie die Frage, wie Sie Körpererleben und -empfinden positiv beeinflussen können.
 

Anhang Size
safsex_hetero_012_screen.pdf 402.05 KB