Weitere Studie zur PrEP in Frankreich

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In den nächsten drei Jahren soll mit 3.000 TeilnehmerInnen in der so genannten Prévenir Studie erforscht werden, wie sich die PrEP (Prä-Expositionsprohhylaxe, vgl. Neues zur PrEP) auf die Ausbreitung von HIV bzw. auf die HIV-Neuinfektionen auswirken kann.Seit 2016 ist die PrEP in Frankreich erhältlich, wobei die Kosten zum größten Teil vom Gesundheitssystem übernommen werden.
Die ForscherInnen wollen zeigen, dass die PrEP die Zahl neue HIV-Neuinfektionen in der französischen Hauptstadtregion Île-de-France um 15 Prozent senken kann. Verglichen werden also die Zahlen für 2020 und 2017. Darüber hinaus sollen Daten zum Verhalten der TeilnehmerInnen...

Homosexualität und Blutspenden - kleine Fortschritte

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Homosexuelle Männer können künftig unter bestimmten Bedingungen Blut spenden. Die Bundesärztekammer (BÄK) überarbeitete die entsprechende Richtlinie zur Blutgewinnung und zur Verwendung von Blutprodukten und lockerte bisherige Verbote. Zwölf Monate nach Beendigung "sexuellen Risikoverhaltens" dürfen Schwule demnach künftig Blut spenden, weil dies "nicht zu einer Erhöhung des Risikos für die Empfänger von Blut und Blutprodukten führt".Bislang sind nicht nur Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen, sondern auch Homosexuelle, Drogenkonsumenten, Prostituierte und Menschen mit häufig wechselnden Partnern lebenslang von Blutspenden ausgeschlossen. Begründet wurde dies mit der erhöhten...

med update 05-06-17


Themen:
- Erstmals Zweierkombination als HIV-Erhaltungstherapie zur Zulassung eingereicht
- DÖAK 2017
- DÖAK: Viruslast – bei Abweichungen nicht gleich irritieren lassen
- DÖAK: ChemSex – Gewaltberatung und Traumatherapie kann essentiell sein
- DÖAK: Fast Track Cities am Beispiel Berlin
- DÖAK: „Aufrüsten“ in der Evolution bestimmt die Epidemie
- Nachgefragt: HIV-Aufbau und Vermehrung
- Informationsfolder: Akute HIV-Infektion in der allgemeinmedizinischen Praxis
- Newsletter „Meet the Experts“: Psychopharmaka / onkologische Therapien
- Veranstaltungsankündigung

Erfolge im Kampf gegen HIV/AIDS

Die Zahl der AIDS-Toten hat sich innerhalb eines Jahrzehnts weltweit fast halbiert. Im vergangenen Jahr seien an der Immunschwächekrankheit eine Million Menschen gestorben, heißt es in dem veröffentlichten Bericht der UN-Organisation UNAIDS (im Anhang steht sich der vollständige Bericht als Download bereit). Auf dem Höhepunkt der tödlichen Epidemie im Jahr 2005 seien es noch 1,9 Millionen Menschen gewesen.
Zugleich sank im vergangenen Jahr die Zahl der Neuinfektionen mit dem HI-Virus auf 1,8 Millionen. Das waren etwa halb so viele wie der Höchststand von 3,5 Millionen Neuinfektionen im Jahr 1997.
Parallel dazu stieg die Zahl der Infizierten, die mit HIV-Medikamenten behandelt werden, auf ein historisches Hoch. "2016 hatten 19,5 Millionen der 36,7 Millionen Menschen mit HIV Zugang zu Behandlung", heißt es in dem UNAIDS-Bericht. Damit würden erstmals mehr als die Hälfte aller Infizierten weltweit medikamentös behandelt.
Weltweit wurden seit Ausbruch der Epidemie in den 1980er...

Massive Häufung von Hepatitis A

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Das Schweizer Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat seit Jahresbeginn zweieinhalb Mal mehr Hepatitis-A-Fälle als im Vorjahr registriert. Die Zunahme steht vermutlich im Zusammenhang mit einem europaweiten Ausbruch von Hepatitis A unter Männern, die Sex mit Männern haben.
Seit Jahresbeginn wurden dem BAG 41 Hepatitis-A-Fälle gemeldet, mehr als doppelt so viele wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres. 2016 waren es 17 Fälle gewesen, 2015 13 Fälle. Ähnlich hohe Zahlen wurden zuletzt 2011 mit 44 Fällen verzeichnet.

In Österreich sind seit Jahresanfang bis zur 20. Kalenderwoche 103 Fälle von Hepatitis A im österreichischen elektronischen Meldesystem registriert worden...