Welt-AIDS-Tag 2014

Am 1. Dezember ist der Welt-AIDS-Tag, welcher von UNAIDS ins Leben gerufen wurde. Seit 1988 gedenkt dieser Tag der an AIDS verstorbenen Menschen und mahnt, dass alle HIV-Infizierten weltweit Zugang zur Hochaktiven Antiretroviralen Therapie haben sollten. Es ist ein großes internationales Dilemma und ein Auswuchs der Globalisierung, dass gerade in Afrika und Asien viele Menschen an AIDS sterben, weil kein Geld für Medikamente vorhanden ist.
Weltweit sinkt zwar die Anzahl an HIV-Diagnosen, dennoch ist die Zahl insgesamt weiterhin erschreckend hoch. Derzeit leben etwa 35,3 Millionen Menschen mit der erworbenen Immunschwäche. Die Region südlich der Sahara ist nach wie vor am stärksten betroffen. 70 Prozent der Menschen, denen eine HIV-Diagnose gestellt wurde, leben derzeit in dieser Region.

Ein Sieg über die Immunschwächekrankheit wäre möglich. Die UNO hat das Ziel ausgerufen, der Pandemie bis 2030 ein Ende zu setzen. International gibt es erste Erfolge. 2013 bedeuteten 2,1 Millionen Neuinfektionen im Vergleich zu 2001 einen Rückgang um 38 Prozent. Auch die Zahl der Aids-Todesfälle sank mit 1,5 Millionen im Vergleich zum Jahr 2005 um 35 Prozent. 13,6 Millionen Menschen befanden sich Mitte 2014 in antiretroviraler Therapie. Bis 2020 sollen laut WHO 90 Prozent der weltweit mit HIV Infizierten diesen Status auch kennen. 90 Prozent sollen eine so hoch wirksame Therapie erhalten, dass das HI-Virus im Blut nicht mehr nachweisbar ist.
In Österreich geht die Zahl der neu bestätigten HIV-Infektionen derzeit leicht zurück. In den ersten drei Quartalen dieses Jahres wurden insgesamt 307 neue Diagnosen (Quelle: Virologisches Institut Wien) registriert. Das sind 53 Neuinfektionen weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres und sogar 100 weniger als in den ersten drei Quartalen des Jahres 2012. Von den 307 HIV-Neuerfassungen sind 214 männlich, 56 weiblich und bei 37 ist das Geschlecht unbekannt. Ein großes Problem ist nach wie vor, dass 20 bis 25 % der Betroffenen hierzulande die Diagnose sehr spät – wenn bereits Symptome vorliegen – erhalten. Nach Wien (159 Neudiagnosen) sind die Zahlen für 2014 in der Steiermark (32) und Oberösterreich (26) am höchsten. Ebenso hoch sind die Neuinfektionen in Tirol (23) und Niederösterreich (22). Salzburg und Kärnten liegen mit 16 bzw. 14 Neuinfektionen im Mittelfeld. Die niedrigsten Werte haben für Vorarlberg (14) und das Burgenland (1).

 

 

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