Sexuell übertragbare Krankheiten sind in Europa auf dem Vormarsch

 

ahsChlamydien, Gonorrhö und HPV sind in Österreich stark im Kommen. Dabei erhöhen Infektionen mit anderen sexuell übertragbaren Krankheiten (STDs)  auch das Risiko, sich mit HIV zu infizieren. Bei unbehandelten HIV-positiven Menschen enthalten die entzündeten Schleimhäute nämlich besonders viele HI-Viren. Bei HIV-negativen Personen erleichtert die Entzündung der Schleimhäute dem HI-Virus den Eintritt in den Körper.

Gonorrhö, umgangssprachlich auch „Tripper“ genannt, ist übrigens nach Chlamydien die in Europa zweithäufigste sexuell übertragbare Infektion. Sie nimmt zu, auch bei heterosexuellen Frauen. Gonorrhö ist eine bakterielle Infektion, die sehr leicht übertragen wird und je nach Übertragungsort in den Genitalien, im Darm oder im Rachen zu einer Entzündung führen kann. Mögliche Folgen sind schmerzhafte Entzündungen in der Harnröhre, in der Scheide, im Enddarm oder im Hals. Die Entzündungen in den Genitalien können in seltenen Fällen zu Unfruchtbarkeit führen.

CHLAMYDIEN ist ebenfalls eine bakterielle Entzündung der Harnröhre, der Genitalien oder des Enddarms, die häufig unbemerkt, d.h. ohne Beschwerden verläuft. Eine mögliche Folge ist Unfruchtbarkeit, da die Entzündung bei chronischem Verlauf die Eileiter und Samenstränge schädigen kann.

Beide Infektionskrankheiten können mit Antibiotika ausgeheilt werden.

Wussten Sie schon: Die Aidshilfe Salzburg bietet ab Ende des Jahres Selbsttests zu Tripper und Chlamydien an.

Photo: herzschlag / photocase.de