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Themen:
- Betreutes Wohnen
- Positiv gesehen
- Sprechstunde im LKH Graz West
- Medikamente - Von der Idee bs zum Produkt
- Gesundheitstage
- Das Tages- und Aktivzentrum der AIDS Hilfe Wien
- 20 Jahre betreutes Wohnen in Salzburg
- Rezensionen

Lesprobe: 20 Jahre betreutes Wohnen in Salzburg
HIV/AIDS ist keine Krankheit der Armut, aber Armut wirkt sich bei Betroffenen besonders tiefgreifend aus. Menschen mit HIV/AIDS sind, wie die jahrelange Erfahrung gezeigt hat, einem erhöhten Armutsrisiko ausgesetzt. Da sie sich oft in jungem Alter infizierten, hätten sie meist noch keine finanziellen Rücklagen gebildet oder ausreichende Rentenansprüche erworben. Gleichzeitig haben sie nichtsdestotrotz erhöhte Ausgaben für Ernährung, Hygiene und Vorbeugemaßnahmen zu tragen.
Seit Mitte der 70er Jahre war es in der Fachliteratur noch üblich, den Begriff „neue Wohnungsnot" unter Anführungszeichen zu setzen. Man war sich also nicht so recht sicher, ob es ein derartiges Phänomen auch tatsächlich gibt. Heute verzichtet man längst auf die einschränkende Apostrophierung, da diese Bezeichnung auch in die Umgangssprache eingegangen ist und den Massenmedien als gängige und griffige Formulierung dient. Leider handelt es sich dabei nicht bloß um eine reißerische Übertreibung des Sensationsjournalismus, sondern um eine vielmehr treffende Beschreibung der bitteren Realität des gegenwärtigen Wohnungsmarktes – eine Realität, unter der die Bevölkerung des Ballungsraumes Salzburg besonders zu leiden hat.

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