Alt werden mit HIV

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Bedeutete eine HIV-Diagnose bis Mitte der 1990er Jahre noch eine deutlich verkürzte Lebenserwartung, so können heute hochwirksame Medikamente die Vermehrung des Virus im Körper hemmen und den Ausbruch von AIDS verhindern. Dank der Therapie können Betroffene mittlerweile mit einer Lebenserwartung von 60, 70 Jahren rechnen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass HIV auf die leichte Schulter genommen werden darf, da die Nebenwirkungen der Hochaktiven Antiretroviralen Therapie (HAART) sehr heftig ausfallen und darüber hinaus gesundheitliche Schäden, die sich häufig erst mit zunehmendem Alter zeigen, verursachen können. Da diesbezüglich noch Langzeitstudien ausstehen, sehen sich persönlich Betroffene, Mediziner, Wissenschaftler und Pfleger mit vielen offenen Fragen konfrontiert, die am Mittwoch, dem 11. November, auf...

EU warnt wegen zunehmenden Neuinfektionen

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Die Europäische Kommission warnt wegen der zunehmenden Zahlen an HIV-Neuinfektionen. Fast jeder dritte Infizierte, so Androulla Vassiliou, die Gesundheitsministerin der EU, wisse nicht von seiner Ansteckung Bescheid. Diese Unkenntnis jedoch kann fatale Folgen haben, da auf diese Weise HIV an andere Sexualpartner weitergegeben werden kann, sind doch gerade HIV-positive Menschen, die keine HIV-Therapie machen, viel ansteckender als Betroffene, welche virushemmende Medikamente einnehmen. Deshalb fordert Vassiliou, dass die EU ihre Bürger ermutigen müsse, für sich selbst und ihre Partner Verantwortung zu übernehmen, indem sie über HIV/AIDS sprechen, sicheren Sex praktizieren und sich auf HIV testen lassen.

Die EU-Staaten sollen wachsam sein, da sich in einigen an die die EU...

Euro HIV Index stellt Österreich schlechtes Zeugnis aus

Brüssel kritisierte am Dienstag, den 13. Oktober, die unzureichende Betreuung der von HIV-Betroffenen in Österreich. Das Health Consumer Powerhouse, eine europäische Organisation, die sich u.a. mit dem Gesundheitssystem beschäftigt, präsentierte ein Ranking (den sogenannten "Euro HIV Index"), welches die Betreuung HIV-Positiver in verschiedenen europäischen Ländern untersucht. In diesem Ranking erlangt Österreich von insgesamt 29 Ländern lediglich den 16. Platz. Von 1000 möglichen Punkten erreicht Österreich nur 704, während Luxemburg, welchem das beste Zeugnis für die Betreuung ausgestellt wurde, 857 Punkte macht, gefolgt von Malta mit 791 und der Schweiz mit 775 Punkten.

Den Hauptgrund für dieses schlechte Abschneiden im internationalen europäischen Vergleich macht das Health Consumer Powerhouse in den fehlenden Rechten und der mangelnden Integration von HIV-positiven Menschen aus. So existieren in Österreich noch immer längst überholte Gesetze, wie z.B. jenes, welches Menschen mit infektiösen Krankheiten, unter welche nach Ansicht des Gesetzgebers auch AIDS, d.h. das Endstadium von HIV, fällt, den Aufenthalt auf öffentlichen...

Wiener Grüne starten Aufklärungskampagne für homosexuelle Migranten

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Die Wiener Grünen haben es sich zum Ziel gesetzt, homosexuelle Migranten in die schwule Community stärker zu integrieren. Dazu haben die Grünen Broschüren herausgegeben, die in mehreren Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch, Serbokroatisch, Polnisch und Türkisch) abgedruckt sind und wichtige Aufklärungsarbeit leisten. Laut Gemeinderat Marco Schreuder stößt diese multikulturelle Kampagne auf große Resonanz. „Die Hefteln gehen weg wie warme Semmeln“, so die Worte von Schreuder, wobei das deutsch-türkische Exemplar sich der größten Beliebtheit erfreue.

Das Projekt der Wiener Grünen ging zudem mit der Internetseite "Homo:Hetero" online (http://homohetero.at/). Auf der Homepage werden zahlreiche Fragen beantwortet, wie z.B. "Wann ist ein...

Buskampagne geht in nächste Runde

Bild entfernt.Der Bus der Aidshilfe Salzburg, der seit 1997 seine Runden durch die Stadt dreht, wird auch 2010 Teil des öffentlichen Verkehrs in Salzburg bleiben. Dank der großzügigen Unterstützung der Firma GILEAD kann diese in Europa einzigartige Präventionskampagne fortgesetzt werden, mit der die Bevölkerung daran erinnert wird, dass HIV/AIDS ein wichtiges Thema in unserer Gesellschaft und der Kampf gegen die Krankheit noch lange nicht ausgefochten ist.
Das Kondom bietet nach wie vor den sichersten Schutz vor einer Infektion mit dem HI-Virus, weshalb es auch im Zentrum der Kampagne der Aidshilfe Salzburg steht. "Kondome schützen", das ist die simple Hauptaussage, die der Bus, wenn er durch Salzburg fährt, kommuniziert. Richtig angewandt ist das Kondom ein Garant dafür, dass niemand seine eigene Lust, die Lust auf Sexualität und somit die Lust aufs Leben in den Hintergrund zu rücken braucht.

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