Änderungen im Umgang mit dem § 178 StGB mit Konsequenzen für HIV-positive Menschen

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In Österreich existiert der Tatbestand § 178 StGB. Dieser besagt, wer vorsätzlich eine Handlung begeht, die geeignet ist, die Verbreitungsgefahr übertragbarer Krankheiten herbeizuführen, kann mit einer Strafdrohung bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder 360 Tagessätzen Geldstrafe verurteilt werden. Bei diesem Paragraphen handelt es sich um ein sogenanntes „potentielles Gefährdungsdelikt“, d.h. es genügt die abstrakte Eignung der Tathandlung, eine solche Gefahr herbeizuführen.
Der § 178 StGB wurde in den vergangenen Jahrzehnten oftmals sehr restriktiv angewendet und nicht wenige Betroffene wurden dabei verurteilt. Sogar der kondomgeschützte Sexualkontakt wurde zum Teil aufgrund des möglichen Restrisikos (z.B. bei einer Kondompanne) als gefährlicher Tatbestand eingestuft, d.h. HIV-positiven Menschen...

Forderung nach bundesweiter Aufklärungskampagne

Vergangenes Jahr wurden 507 HIV/Aids-Betroffene in Österreich registriert. Schätzungsweise 9000 Österreicher leben derzeit mit HIV/Aids. Bis zu ein Drittel aller neu diagnostizierten HIV-Positiven sind so genannte „late presenters“, das heißt, es handelt sich um Personen, die erst im Spätstadium der Infektion als positiv erkannt werden. Somit haben Kontaktpersonen der Betroffenen lange Zeit ein Infektionsrisiko. Das ist das nüchterne Ergebnis der neuen Jahresbilanz des Instituts für Virologie in Wien zum Thema HIV/Aids. Die Fachleute des Instituts fordern daher „bei der Bevölkerung ein besseres Risikobewusstsein bezüglich HIV zu wecken“. Das Problem: In Österreich wird die Diagnose HIV oft über sogenannte Indikatorerkrankungen gestellt, die erst bei einem massiv beeinträchtigten Immunsystem und bei einer bereits stark reduzierten Zahl an T-Helferzellen im Blut (weniger als 200 CD4-positive Zellen unter 200 pro Mikroliter Blut) auftreten. Frühdiagnose und frühzeitige Behandlung erhöhen die Lebenserwartung der Patienten heute beträchtlich. Der Gesundheitssprecher der Grünen, Univ. Prof. Dr. Kurt Grünewald, fordert daher eine bundesweite...

Aufruf zur Unterzeichnung einer Petition gegen die geplante Todesstrafe für Homosexuelle in Uganda

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Als AIDS-Hilfe, die wir uns für die Einhaltung von Menschenrechten einsetzen, möchten wir auch auf andere verfolgte Minderheiten aufmerksam machen. Uganda plant zur Zeit ein Gesetz, Homosexualität unter Todesstrafe zu setzen. Hiermit möchten wir alle Leser aufrufen, die Petition der Plattform AVAAZ – Die Welt in Aktion zu unterzeichnen: zur Petition
Das geplante Gesetz soll in wenigen Tagen verabschiedet werden, weshalb nur ein weltweiter Protest den homosexuellen Menschen Ugandas das Leben retten kann. Hierzu äußerte sich der ugandische Menschenrechtsaktivist Frank Migisha mit folgenden Worten:  "Dieses Gesetz bringt uns in ernsthafte Gefahr. Bitte unterschreiben Sie die Petition und bitten Sie weitere Menschen, uns...

Aufruf an alle Jugendlichen zum Red Ribbon Award 2010: "Solidarität steht jedem"

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Im Juli 2010 wird in Wien die Welt-Aids-Konferenz stattfinden, die unter dem Motto des Red Ribbon Awards 2010 „Solidarität steht jedem“ steht. Hierzu laden die AIDS-Hilfen Österreichs alle Jugendlichen ein, sich an einem Kunst- und Medienwettbewerb zu beteiligen und sich dabei mit den Themen HIV/AIDS sowie Menschenrechten auseinanderzusetzen. Mitmachen (Siehe hier: http://redribbonaward.soup.io/): dürfen alle 14- bis 20-Jährigen, wobei die Deadline der 7. Mai ist. Die besten Arbeiten werden im Juli ausgezeichnet und im Rahmen der Welt-Aids-Konferenz öffentlich im "Youth Pavillon" ausgestellt. Die Frage, mit der sich die Teilnehmer des Wettbewerbs beschäftigen sollen, lautet: Wie könnte die Diskriminierung von Menschen mit HIV oder AIDS gestoppt werden?
Philipp Dirnberger, der Geschäftsführer der Aids-...