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STD'S Sexuell übertragbare Krankheiten

Was sind sexuell übertragbare Krankheiten?

STDs (d. h. Sexually Transmitted Diseases) oder STIs (Sexually Transmitted Infections) sind Infektionskrankheiten, sie meist durch Bakterien und Viren übertragen werden und die in der Regel gut zu behandeln, manchmal auch ganz auszuheilen sind. Werden diese Infektionen aber verschleppt, so können sie zu gefährlichen Spätfolgen, wie z. B. Unfruchtbarkeit, führen. Das wird häufig dann zum Problem, wenn dem Betroffenen die Infektion zu peinlich ist, um einen Arzt aufzusuchen und sie behandeln zu lassen, und wenn er sie stattdessen verschweigt.

Die Krankheiten können durch sexuelle Kontakte, welche vom Petting bis zum Analverkehr reichen, übertragen werden. Meist ist dafür Austausch von Körperflüssigkeiten (z.B. Sperma, Vaginalsekret, Menstruationsblut), die Krankheitserreger wie Viren oder Bakterien enthalten, erforderlich, manche STDs werden aber auch bereits durch Kontaktinfektion, d. h. durch Haut-zu-Haut-Kontakt mit Geschwüren, Bläschen, Warzen ... übertragen.

Viele Menschen stecken sich im Laufe ihres Lebens früher oder später mit einer (meist ungefährlichen und gut zu behandelnden) sexuell übertragbaren Krankheit an. Dies ist jedenfalls kein Grund, sich zu schämen. Als Faustregel gilt aber, dass jeder Mensch, der nicht in einer monogamen Partnerschaft lebt, stets Safer Sex (das ist 'sicherer Sex', also Sex mit Kondom) praktizieren und gegen Hepatitis B geimpft sein sollte. Sowohl Männer als auch Frauen sind von diesen Infektionskrankheiten gleichermaßen betroffen.

In den letzten Jahrzehnten haben STDs weltweit stark zugenommen und sich überall verbreitet (mitunter auch durch den Sextourismus). Wer mit einer sexuell übertragbaren Krankheit infiziert ist, hat ein höheres Risiko, sich mit HIV anzustecken, weil dieses Virus leichter über geschädigte Haut (z. B. über Geschwüre, entzündete und geschädigte Schleimhäute oder Bläschen) in die Blutbahn geraten kann.

Falls Sie Fragen zu HIV und sexuell übertragbaren Infektionen haben, können Sie uns gerne telefonisch, im Leo-Lust-Forum oder per Mail kontaktieren.
Telefonnummer: +43 (0)662 881488
Email: office@aidshilfen.at
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• Telefonische Beratung und allgemeine Auskünfte: Mo bis Fr von 9 bis 13 Uhr; Mo und Do von 17 bis 19 Uhr
• Persönliche Beratung: Mo und Do von 17 bis 19 Uhr
• Testung auf HIV, Syphilis, Hepatitis und Hepatitis-Impfung: Mo, Do von 17 bis 19 Uhr
• Psychosoziale Beratung und Betreuung für Betroffene: Mo bis Fr von 9 bis 13 Uhr

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Welche Infektionen und Krankheiten können beim Sex sonst noch übertragen werden?

TRICHOMONADEN-INFEKTION

Bei Trichomonaden handelt es sich um einzellige Parasiten, welche sich gerne in der Scheide, im Darm oder in der Harnröhre einnisten. Vier Tage bis mehrere Wochen nach der Infektion stellen sich erste Symptome ein: Frauen leiden häufig unter schaumigem, übelriechendem Ausfluss aus der Scheide, unter Juckreiz sowie Brennen beim Wasserlassen. Männer leiden bei Befall der Harnröhre weit weniger häufig unter Beschwerden, denn oft verläuft hier die Infektion völlig symptomlos, wobei auch dann die Krankheit weitergegeben werden kann. Doch kann es auch bei Männern zu einem permanenten Druckgefühl der Blase und zu Schmerzen beim Urinieren kommen.  

Eine Infektion mit Trichomonaden sollte man unbedingt behandeln lassen, weil die Parasiten die Schleimhäute schädigen und damit das Risiko einer Ansteckung mit anderen sexuell übertragbaren Krankheiten erhöht ist. Wird mit Antibiotika behandelt, so heilt die Krankheit meist ganz aus. Wichtig ist hier jedoch, dass sich immer beide Sexualpartner behandeln lassen, da sonst die Krankheit stets hin- und herspringen kann (Ping-Pong-Effekt).  

Die Ansteckung erfolgt meist über ungeschützten Sex, vor allem aber über ungeschützten Analverkehr. Doch ist auch eine indirekte Weitergabe der Parasiten durch das gemeinsame Benutzen von Handtüchern und Sexspielzeugen möglich. Trichomonaden können zudem in feuchter Umgebung (z. B. in Handtüchern oder in der Sauna) mehrere Stunden lang außerhalb des Körpers überleben.

 

KRÄTZMILBEN: Parasiten, die Gänge in die oberen Hautschichten bohren und dort ihre Eier ablegen; aus den Eiern schlüpfen Milben

MÖGLICHE KRANKHEITSZEICHEN: Jucken, gerötete Haut; starker Juckreiz (vor allem Nachts), graue, schorfige Hautschwellungen; rötliche Milbengänge sind zu sehen

ANSTECKUNGSWEGE: Direkter, enger Körperkontakt, wie beim Sex oder beim Kuscheln, Milben können auch über die Bettwäsche oder Wollstoffe übertragen werden

MÖGLICHE FOLGEN: entzündete Hautstellen, Narbenbildung

BEHANDLUNG: Chemische Mittel, die man auf die Haut aufträgt, Kleidung und Bettwäsche  müssen mehrere Wochen eingefroren werden, da die Tiere ansonsten überleben können

SCHUTZ: Vollständiger Schutz ist nicht möglich. Körperpflege und saubere Kleidung helfen, eine Ansteckung früh zu bemerken.

Für Krätze, eine Hauterkrankung, ist eine bestimmte Milbe verantwortlich, die kleine Gänge in die oberste Hautschicht gräbt, um dort ihre Eier abzulegen. Auf den betroffenen Hautregionen (meist zwischen den Fingern, an den Handgelenken, an den äußeren Genitalien oder in den Achselhöhlen) kommt es einige Wochen nach der Ansteckung zu grauen Schwellungen, die mit Schorf bedeckt sind, und zu einem beinahe unerträglichen Juckreiz (vor allem in der Nacht). Wenn der Betroffene sich diese Hautstellen nun aufkratzt, entstehen kleine Wunden, die wiederum Eintrittspforten für andere Infektionen sein können.

Vermeiden lässt sich der Befall mit Milben durch eine gründliche Körperhygiene und regelmäßiges Wechseln der Wäsche (bzw. Bettwäsche). Allerdings lässt sich eine Ansteckung nie verhindern, weil Krätze bereits bei engem Körperkontakt, beim gemeinsamen Benutzen von Betten, Handtüchern, Kleidung etc. übertragen werden kann.

Die Behandlung der Krätze erfolgt meist mit chemischen Mitteln zur äußerlichen Anwendung. Da die Milbe so leicht übertragen werden kann, empfiehlt es sich, Sexualpartner und Familienangehörige gleich mitzubehandeln, auch wenn diese noch keine Anzeichen eines Befalls zeigen.

 

FILZLÄUSE: auch umgangssprachlich „Sackläuse“ genannt, sind Tiere, die Blut saugen

MÖGLICHE KRANKHEITSZEICHEN: Jucken, gerötete Haut; graue, schorfige Hautschwellungen; Läuse oder rötliche Milbengänge sind zu sehen

ANSTECKUNGSWEGE: Direkter, enger Körperkontakt, wie beim Sex oder beim Kuscheln, die Eier der Läuse können auch über die Bettwäsche oder Wollstoffe übertragen werden

MÖGLICHE FOLGEN: entzündete Hautstellen

BEHANDLUNG: Chemische Mittel, die man auf die Haut aufträgt, Kleidung und Bettwäsche mit Antilausmitteln einsprühen

SCHUTZ:   Vollständiger Schutz ist nicht möglich. Körperpflege und saubere Kleidung helfen, eine Ansteckung früh zu bemerken

Bei Filzläusen handelt es sich um kleine Insekten, die sich im Gegensatz zu Kopfläusen besonders gerne im Filzhaar, d. h. in der Schambehaarung, einnisten. Dort legen die Läuse ihre Eier (Nissen) ab. Sowohl Läuse als auch Eier sind mit freiem Auge gut erkennbar. Wenn der Befall nicht behandelt wird, können sich die Filzläuse auch in der Behaarung anderer Körperregionen (z. B. am Anus oder auf den Beinen) ausbreiten. Drei bis sechs  Tage nach der Ansteckung, stellt sich beim Betroffenen aufgrund der Bisse der Läuse ein starker Juckreiz ein. Auch kann es zu Hautflecken sowie zu kleinen Blutungen kommen.

Filzläuse werden vor allem beim Sex, bei engem Körperkontakt, über die Bettwäsche oder über Kleidung übertragen. Die Behandlung erfolgt wie bei Krätze, also über chemische Mittel zur äußeren Anwendung oder über eine vollständige Rasur der betroffenen Haarregionen.

 

WÜRMER UND DARMPARASITEN

Würmer und einzellige Parasiten nisten sich hauptsächlich im Darm ein, wobei sich als Symptome übelriechender, blutiger und schleimiger Stuhl oder Durchfall, Fieber, Magen-Darmkrämpfe und Gewichstverlust einstellen können.  Aufgrund dieser sehr starken Beschwerden, lassen die Betroffenen den Befall meist rechtzeitig behandeln, weswegen es nur selten zu schlimmen Folgen, wie z. B. einer Entkräftung des Körpers wegen lang andauerndem Durchfall, kommt. Menschen, die unter einem geschwächten Immunsystem leiden, sind allerdings ernsthaft gefährdet.

Würmer und Darmparasiten werden meist bei oral-analen Kontakten (d. h. beim Lecken des Afters) übertragen. Doch können auch Schmierinfektionen (Kontakt der Hände zu Stuhl, dann Aufnahme über den Mund; z. B. auf Toiletten) zu einer Ansteckung führen. Vermeiden lässt sich die Übertragung durch Körperhygiene, wie z. B. Händewaschen nach dem Besuch der Toilette oder vor dem Essen.

Die Behandlung kann mit verschiedenen Medikamenten erfolgen. Der Betroffene sollte zudem auf Sexualpraktiken verzichten,  über welche man sich mit diesen Parasiten anstecken kann, um andere nicht zu gefährden.

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Was bedeutet Pilzbefall/Mykose im Genitalbereich?

PILZE: Auch „Soor“ oder „Candidose“ genannt, werden durch Hefepilze verursacht. Pilze sind immer auf unserer Haut und Schleimhaut; nur wenn sie zu viele werden, bekommt man Beschwerden.


MÖGLICHE KRANKHEITSZEICHEN:  Jucken, Brennen; gerötete und geschwollene Schleimhaut um und in der Scheide, weißlicher Belag oder Ausfluss. Männer haben meist nur wenige oder keine Symptome, können Pilze aber übertragen!


ANSTECKUNGSWEGE: Beim Sex mit jemand, der gerade eine Infektion hat. Wer eine akute Pilzinfektion hat, hat ein höheres Risiko, sich mit HIV anzustecken.


BEHANDLUNG: Salben, Zäpfchen, Gels, bei schweren langwierigen Infektionen auch Tabletten


SCHUTZ: Kondome verwenden, Geschlechtsteile nicht mit Seife waschen oder Intimsprays verwenden, keine Scheidenspülung machen

 

Pilzinfektionen treten sehr häufig bei Frauen auf, während sie Männer eher selten betreffen. Es handelt sich dabei meist um einen Candida-Pilz (Hefepilz), den jeder Mensch auf seiner Haut hat. Wenn jedoch die Haut strapaziert wird bzw. wenn der pH-Wert der Haut neutralisiert wird, können sich diese Pilzkulturen übermäßig stark vermehren und es kommt zu unangenehmen Symptomen. Die empfindlichen Schleimhäute sind hierfür ganz besonders anfällig.

Die Scheide ist aufgrund ihrer Anatomie für Pilzbefall gefährdet. Pilze werden dabei sexuell  oder indirekt (z. B. auf der Toilette oder über das gemeinsame Benutzen von Handtüchern) nur selten übertragen. Meist kommt es zu einer übermäßig starken Vermehrung der Pilzkulturen, die sich bereits zuvor in der Scheide befunden haben, weil die natürliche Hautflora geschädigt wurde. Die Ursachen für dieses Ungleichgewicht sind sehr vielfältig: Antibiotika, immunschwächende Medikamente, Diabetes, eine Veränderung des Hormonhaushalts (z. B. während der Schwangerschaft oder bei Einnahme der Antibabypille) oder einem Zuviel an Körperhygiene (Tenside, Intimsprays, zuviel Seife, Duschgel, Bodylotions, welche die Scheidenschleimhaut austrocknen), synthetische Unterwäsche, zu enge Kleidung, oder psychosomatische Ursachen (z. B. in Folge von Stress, Kummer oder psychischen Belastungen).

Infolgedessen kann es zu geröteten und geschwollenen Schamlippen, zu einer geschwollenen vaginalen Schleimhaut, zu starkem Juckreiz, Brennen, Schmerzen beim Urinieren und beim Sex oder bröckligem weißem Ausfluss aus der Scheide kommen. In sehr seltenen Fällen kann dieser Pilz auch bei Männern auftreten, wobei hier die Beschwerden weit weniger heftig ausfallen: Die Eichel kann sich röten, wobei kleine weiße Pünktchen auftreten können.

Zur Diagnose einer Pilzinfektion muss der Arzt einen Abstrich machen.  Es gibt verschiedene Möglichkeiten wie Zäpfchen, Tabletten mit Milchsäurebakterien, welche die natürliche Flora der Schleimhaut wiederherstellen, Cremes oder Antipilzmittel, mit denen man diese unangenehme Hauterkrankung behandeln kann. Pilzbefall ist zwar nicht gefährlich, doch leiden gerade viele Frauen an den unangenehmen Folgen immer wieder auftretender Pilzinfektionen.

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Was sind HPV-Feigwarzen?

HPV/FEIGWARZEN werden verursacht durch das Humane Papillom Virus und sind eine der häufigsten Ursachen für Gebärmutterhalskrebs. HPV ist in der Gesamtbevölkerung weit verbreitet und in den letzten Jahren zu einer Epidemie geworden. Da HPV mitunter Krebs verursacht (auch Rachen-, Penis- und Analkrebs) ist das Virus gefährlich und wird stark unterschätzt.

MÖGLICHE KRANKHEITSZEICHEN: keine, oder Warzen auf und in den Geschlechtsorganen, die nicht weh tun


ANSTECKUNGSWEGE: Sex ohne Kondom, Oralverkehr, Küssen, Hautkontakt, Petting


MÖGLICHE FOLGEN: Feigwarzen können immer wieder kommen und auch wuchern; bei Frauen können sie Gebärmutterhalskrebs (Krebs-Metastasen) fördern, bei beiden Geschlechtern führen sie manchmal zu Penis-, Rachen- und Analkrebs


BEHANDLUNG: Die Warzen können von ÄrztInnen entfernt werden; wer regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung geht,  kann sicher sein, dass auch mögliche Krebsvorstufen rechtzeitig erkannt und damit behandelt werden können
Schutz: Kondome verwenden; direkten Kontakt mit Warzen vermeiden; gegen die gefährlichen HPV-Arten gibt es zuverlässige Impfungen; die Impfung ist der beste Schutz

 

Feigwarzen sind warzenartige Gebilde, die sich im Genitalbereich (z. B. auf dem Penis, in der Harnröhre, am Hodensack, auf den Schamlippen, in der Scheide, am Anus oder im Enddarm) ausbilden können. Sie werden durch so genannte "Humane Papillomviren" (HPV) übertragen. Die Warzen können, wenn sie nicht entfernt werden, im Laufe der Zeit immer größer werden, wobei es zu Blumenkohl-artigen Wucherungen kommen kann. Die Hautveränderungen schmerzen und jucken in der Regel nicht. Lediglich im Analbereich kann es zu juckenden Ekzemen kommen. Feigwarzen sind meist gutartig, doch gibt es einige Typen, die zu Krebs führen können (z. B. Peniskrebs, Gebärmutterhalskrebs, Darmkrebs; dies ist vor allem bei den Hochrisikotypen HPV 16 und HPV 18 möglich). Daher sollten Feigwarzen immer von einem Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten untersucht werden.

Geschützter Sex, d. h. Sex mit Kondom, kann das Risiko einer Infektion mit HPV verringern. Allerdings lässt sich eine Ansteckung nie völlig vermeiden, weil HPV bereits bei Körperkontakt sowie indirekt über Sexspielzeuge oder über die Hände übertragbar ist. Die Infektion findet über die virushaltigen Hautschuppen der Warzen statt, doch kann auch scheinbar gesunde Haut Viren enthalten. Haut zu Haut Kontakt reicht deshalb für eine Infektion aus. Kleine Verletzungen, wie z. B. rasierte oder wunde Haut, erhöhen das Risiko einer Infektion mit HPV. Wenn sich in der Harnröhre Feigwarzen ausbilden, kann HPV auch über Sperma übertragen werden.  Darüber hinaus ist eine Infektion von der Mutter auf das Kind während der Geburt möglich. Zudem können größere warzenartige Gebilde im Geburtskanal das Kind gefährden, so dass ein Kaiserschnitt notwendig ist. In sehr seltenen Fällen ist HPV auch über Toilettensitze oder benutzte Handtücher übertragen worden. Seit 2006 ist in der EU ein sehr wirksamer Impfstoff gegen die HPV-Typen 6,11, 16 und 18 zugelassen. Zu bedenken ist allerdings, dass dieser lediglich bei noch nicht bestehender Infektion wirksam ist, weshalb die Impfung bereits vor dem ersten Sexualkontakt durchgeführt werden sollte.

HPV selbst lässt sich nicht ausheilen. 75-80% der Gesamtbevölkerung tragen jene HPV-Typen (bzw. Antikörper gegen diese), welche für Feigwarzen verantwortlich sind, in sich, doch kommt es lediglich bei 1-2% der Betroffenen zur Ausbildung von Warzen, da die meisten Menschen Antikörper gegen HPV bilden. Allerdings gibt es auch Betroffene, bei denen sich immer wieder Warzen ausbilden. Häufig treten erst Jahre nach einer Infektion Warzen auf. Diese sollten dann unbedingt von einem Facharzt untersucht werden. Je nach betroffener Hautregion und Ausbreitung gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Warzen zu entfernen (Vereisen, Lasern, Hauttinkturen, Entfernung mit Skalpell ...). Insgesamt sind Feigwarzen abgesehen von den Hochrisikotypen zwar nicht gefährlich, doch leiden die Betroffenen häufig psychisch unter den sich immer wieder ausbildenden Warzen. Um festzustellen, ob es sich um einen Niedrigrisikotypen (HPV 6 oder 11) oder um einen Hochrisikotypen handelt (HPV 16 oder 18) wird ein Abstrich von der betroffenen Hautstelle gemacht.

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