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STD'S Sexuell übertragbare Krankheiten

Welche Kondome sollte ich beim Sex verwenden?

Kondome sind beim Sex der ideale Schutz: Sie verhindern nicht nur ungewollte Schwangerschaften, sondern verringern auch das Risiko einer Infektion mit STDs. Kondome bestehen meist aus Latex, der heute sehr dünn, zugleich aber extrem reißfest ist. Für Menschen, die auf Latex allergisch reagieren, gibt es auch Kondome aus Polyurethan, die bedauerlicherweise ziemlich teuer sind. Ein spezielles Verhütungsmittel für Frauen stellt das Femidom dar, das gleichfalls aus Polyurethan hergestellt wird. Dieses ist meist nur rezeptfrei  in Apotheken erhältlich, ist ziemlich teuer, aber genauso sicher wie das Kondom für den Mann und gibt vielen Frauen das Gefühl, die Kontrolle beim Sex selbst in der Hand zu haben. Kondome und Femidome unterliegen hohen Qualitätsstandards. Sie bieten den Sexualpartnern eine sehr hohe Sicherheit, allerdings nur dann, wenn sie richtig angewendet werden. Alle anderen Verhütungsmittel wie Scheidenzäpfchen, die Antibabypille, das Hormonpflaster, Hormonstäbchen, die Spirale usw. können nur eine Schwangerschaft, jedoch nicht eine Ansteckung mit HIV und anderen STDs verhindern.

 

WEITERE WICHTIGE PUNKTE, AUF DIE MAN BEI DER VERWENDUNG VON KONDOMEN ACHTEN SOLLTE:

- Kondome müssen vor Hitze und Kälte bzw. großen Temperaturschwankungen geschützt werden. Es ist daher nicht ratsam, Kondome im Handschuhfach des Autos zu lagern oder Kondome aus einem Kondomautomaten, der im Freien steht, zu beziehen. Auch sollten Kondome nicht der prallen Sonne ausgesetzt werden und nicht in Geldtaschen oder Hosentaschen aufbewahrt werden, da der hohe Druck die Gummis schädigen könnte.

- Die Verpackung des Kondoms muss unbeschädigt sein. Jede Verpackung hat einen Luftpolster. Ist dieser nicht mehr vorhanden, ist die Verpackung beschädigt und es sollte eine anderes Kondom in unbeschädigter Verpackung (also mit Luftpolster) verwendet werden.

- Verwende nur Kondome, die auf der Verpackung mit einem CE-Kennzeichen markiert sind und eine Prüfnummer tragen (nur dann handelt es sich nämlich um kontrollierte und geprüfte Kondome). Kondome, deren Ablaufdatum überschritten ist, solltest Du nicht verwenden.

- Viele Menschen glauben, dass zwei Kondome übereinander mehr Sicherheit bieten als eines. Das ist ein großer Irrtum, da die Gummis aneinander reiben und dadurch leichter reißen können. Zwei Kondome übereinander sind somit viel unsicherer als eines.

- Für den Analverkehr gibt es "extra starke" Kondome, die etwas dicker und damit reißfester sind als herkömmliche Gummis. Trotzdem sollte auch bei dickeren Kondomen beim Analverkehr aufgrund des hohen Drucks und der starken mechanischen Beanspruchung stets viel Gleitgel verwendet werden. Ansonsten kann es passieren, dass das Kondom „heiß läuft“ und platzt.

- Verwende nur fettfreies und wasserlösliches Gleitgel. Fette oder Öle greifen nämlich das Latex der Kondome an, dieses wird dann brüchig und kann leichter reißen. Verwendet eine Frau zusätzlich noch spermatötenden Schaum oder Zäpfchen, so müssen diese fettfrei sein.

Falls Sie Fragen zu HIV und sexuell übertragbaren Infektionen haben, können Sie uns gerne telefonisch, im Leo-Lust-Forum oder per Mail kontaktieren.
Telefonnummer: +43 (0)662 881488
Email: office@aidshilfen.at
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• Telefonische Beratung und allgemeine Auskünfte: Mo bis Fr von 9 bis 13 Uhr; Mo und Do von 17 bis 19 Uhr
• Persönliche Beratung: Mo und Do von 17 bis 19 Uhr
• Testung auf HIV, Syphilis, Hepatitis und Hepatitis-Impfung: Mo, Do von 17 bis 19 Uhr
• Psychosoziale Beratung und Betreuung für Betroffene: Mo bis Fr von 9 bis 13 Uhr

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Wie kann ich mich am besten vor sexuell übertragbaren Krankheiten schützen?

Es gibt nur zwei Möglichkeiten, um eine Ansteckung mit STDs vollständig auszuschließen: Völliger Verzicht auf Sex oder lebenslange Treue zu einem nichtinfizierten Partner. Das ist allerdings meist utopisch und geht an der Realität vorbei. Deshalb ist es so wichtig, die Symptome der verschiedenen STDs zu (er)kennen, um rechtzeitig zu einem Arzt zu gehen.

Der beste Schutz vor STDs ist Safer Sex (Deutsch 'Sicherer Sex'). Im Gegensatz zum Safe Sex, bei dem ein Infektionsrisiko zu 100% ausgeschlossen werden kann (z. B. Telefonsex, nebeneinander onanieren, ohne dass es zu körperlichen Berührungen kommt), lässt sich beim Safer Sex ein Risiko nie völlig ausschließen.

Das alles ist Safer Sex:

- Sex ohne in den Partner einzudringen (z. B. Petting, erotische Massage, Streicheln ...)

- Analverkehr und Vaginalverkehr mit Kondom

- Oralverkehr, ohne dass man Sperma, Lusttropfen, Scheidenflüssigkeit oder Regelblut aufnimmt (das ist nur möglich, wenn man dem männlichen Sexualpartner ein Kondom überzieht bzw. beim Cunnilingus Latex- oder Lecktücher verwendet, welche auf die Scheide gelegt werden).  

- Indem man keine krankheitsbedingten Hautveränderungen berührt (z.B. Syphilis-Geschwüre, Bläschen, entzündete Schleimhaut).

- Wenn man über Sexspielzeuge, die man gemeinsam verwendet, ein Kondom streift.

- Wichtig sind auch Hygiene und Sauberkeit. Wer sich täglich pflegt, entwickelt Sensibilität im Umgang mit seinem Körper und wird schneller auf Hautveränderungen, Warnsignale, Infektionen und etwaige Symptome aufmerksam. Allerdings kann man es mit der Sauberkeit auch übertreiben: Frauen, die täglich ihre Scheide mit agressiven Tensiden oder Intimsprays reinigen, tun sich nichts Gutes, da ihre vaginale Schleimhaut austrocknet und Krankheitserreger eine strapazierte Schleimhaut leichter durchdringen können. Wenn die Unterwäsche aus Kunstfasern besteht, ist sie nicht amtmungsaktiv und Feuchtigkeit und Hitze, der ideale Nährboden für viele Krankheitserreger, die sich unter Feuchtigkeit  und Wärme rasch verbreiten, können sich im Intimbereich stauen. Daher sollte Unterwäsche aus Baumwolle bzw. aus Naturfasern getragen werden. Einige Erreger, wie z.B. die Viren von Hepatitis A und B, Chlamydien sowie Tripper können auch durch Schmierinfektion indirekt übertragen werden. Die Viren und Bakterien dieser Infektionskrankheiten gelangen z. B. nach dem Gang auf die Toilette auf die Hände und anschließend auf Türklinken oder Handtücher. Darum sollte man sich nach dem Benützen der Toilette stets die Hände waschen.

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Wie sollte ich vorgehen, wenn ich micht mit einer STD angesteckt habe

Es ist vor allem wichtig, über die häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen Bescheid zu wissen und deren Symptome zu kennen. Sollte einmal ein ungeschützter sexueller Kontakt passiert sein, ist es nicht sinnvoll, in Panik zu verfallen und sich auf sämtliche Infektionen austesten zu lassen. Immerhin ist es insgesamt unwahrscheinlich, sich wegen eines einmaligen ungeschützten Kontakts sofort mit sämtlichen STDs zu infizieren. Stattdessen sollte man in den nächsten Wochen seinen Körper beobachten und bei etwaigen Beschwerden (z. B. Geschwüre im Genitalbereich) sofort einen Arzt aufsuchen und sich behandeln lassen. Dies sollte man bereits bei kleinen Warnsignalen und leichten Symptomen tun, da es einige Infektionen gibt, die zunächst gar keine oder kaum Beschwerden verursachen, jedoch zu gravierenden Spätfolgen (z. B. Schädigung des Hirns bei einer Infektion mit Syphilis) führen können. Zudem kann man als Träger von STDs auch andere Sexualpartner anstecken und trägt damit bei, dass sich Infektionen weiter ausbreiten. Man kann eine sexuell übertragbare Infektion zudem nicht selbst ausheilen, und es kann äußerst gefährlich werden, mit der Hausapotheke herumzudoktern. Lediglich ein Arzt kann wirksame Medikamente verschreiben. Wenn der Betroffene hingegen versucht, seine Infektion allein zu behandeln, kann das die Krankheit verschleppen und es können permanente Schäden entstehen, die nicht mehr rückgängig gemacht werden können.

Die besten Ansprechpartner unter den Medizinern sind Fachärzte für Haut- und Geschlechtskrankheiten oder Frauenärzte bzw. Urologen. Der Gang zum Arzt stellt für viele Menschen bereits eine große Hürde dar, weil es dem Betroffenen sehr peinlich ist, und wird deswegen gerne immer wieder hinausgeschoben. Es ist daher wichtig, einen Arzt zu finden, dem man vertrauen und mit dem man über seine Ängste sprechen kann. Ist das mit einem Arzt nicht möglich, sollte man sich im Idealfall nach einem anderen Mediziner umsehen. Es ist auch gut, sich vor Augen zu halten, dass STDs sehr weit verbreitet sind und sehr häufig auftreten, weshalb sie für den Arzt nichts Außergewöhnliches darstellen und deren Untersuchung und Behandlung zum beruflichen Alltag des Mediziners zählen.

Hat man sich eine sexuell übertragbare Krankheit eingefangen, so sollte man immer seine(n) Sexualpartner davon informieren. Das kann eventuell sehr unangenehm sein, z. B. wenn man fremdgegangen ist, aber es ist notwendig, weil sich immer beide Sexualpartner behandeln lassen sollten. Ansonsten kann es passieren, dass die Infektion stets hin- und herspringt. Auch sollte bis zum Abschluss der Behandlung nur Sex mit Kondom stattfinden, im Idealfall verzichtet man sogar ganz auf Sex.

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Wie kann man eine Ansteckung mit sexuell übertragbaren Krankheiten erkennen?

Da es einige sexuell übetragbare Krankheiten gibt, lässt sich die Antwort auf diese Frage nur schwer auf einen Nenner bringen. Die spezifischen Symptome sind deshalb unter den jeweiligen Infektionen genau aufgelistet. Es gibt allerdings einige Warnzeichen, bei denen man unbedingt einen Arzt aufsuchen sollte:

1) Juckreiz, Schmerzen oder Hautveränderungen am Übertragungsort, wie  z. B. in Mund, Rachen, Enddarm, am After, auf den Schamlippen, in der Scheide, auf dem Penis  etc. (etwa kleine schmerzlose Geschwüre, Warzen, Bläschen, Rötungen, Schuppen, Knötchen, Pusteln).

2) Schmerzen, die sich im Genitalbereich, im Unterleib oder im Unterbauch einstellen. Manchmal kann es auch zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr kommen.

3) Schleimig-eitriger Ausfluss, der in Zusammensetzung und Farbe je nach STD unterschiedlich beschaffen sein kann, aus der Scheide, aus dem Penis oder aus dem After.

4) Schmerzen oder Brennen beim Urinieren

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