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HIV/Aids

Kann ich mich beim Petting mit HIV infizieren?

Nein. Eine Ansteckung mit HIV ist beim Petting nicht möglich, weshalb diese Sexualpraktik als Safer-Sex gilt. Ein Risiko besteht nur dann, wenn man mit fremdem Sperma onaniert oder wenn ein Finger mit Sperma in die Scheide eingeführt wird (hier kann es neben einer HIV-Infektion auch zu einer Schwangerschaft kommen). Auch Spermamengen, Blut, Darmsekret oder Lusttropfen, die zufällig während intensiven Körperkontakts auf den Penis oder in die Scheide gelangen, stellen ein Risiko dar. 

Reste von Scheidensekret, die indirekt (z.B. von der Scheide auf die Hand auf den Penis) übertragen werden, reichen für eine Ansteckung mit HIV nicht aus. Im Scheidensekret ist die Viruskonzentration nämlich relativ dünn, weshalb ein Tropfen davon für eine Übertragung nicht ausreicht. Der Penis müsste vor Scheidensekret schon sichtbar feucht werden, damit ein Risiko bestünde. Das ist aber bei einer indirekten Übertragung von Scheidensekret nicht so leicht möglich.

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Wann kann ich eine PEP machen?

Mit einer PEP (Post Expositions Prophylaxe) kann man unter Umständen kurz nach dem Eindringen von HIV in den Körper eine Ausbreitung und Infektion vermeiden. Dabei handelt es sich um eine Hoch aktive antiretrovirale Therapie (HAART). Allerdings wird die PEP in der Regel nur bei dringendem Verdacht durchgeführt (z.B. nach ungeschütztem Sex mit einem nachweislich HIV-positiven Menschen; Ausnahme: homosexuelle Kontakte, hier wird auch ohne Verdacht verschrieben), da die Nebenwirkungen sehr stark ausfallen und die Infektion trotz PEP nicht immer verhindert werden kann.

Nach einem ungeschützten Sexualkontakt mit einem HIV-positiven Menschen sollte man sofort einen Arzt, im Idealfall aber eine HIV-Spezialambulanz aufsuchen.  Wenn es möglich ist, sollte der HIV-positive Partner den Betroffenen begleiten, da der behandelnde Arzt auf diese Weise Informationen über die Höhe der Viruslast, die Vorbehandlung und etwaige Resistenzen erhalten kann. Der HIV-Positive muss seinen Namen dabei nicht nennen und bleibt anonym. Wer ein tatsächliches Risiko hatte, muss jedenfalls sehr schnell handeln. Der Beginn der PEP sollte möglichst innerhalb von zwei Stunden nach dem Risiko erfolgen. Innerhalb von 24 Stunden wird der Behandlungsbeginn von Medizinern noch als sinnvoll erachtet. Wenn die PEP erst nach 48 Stunden nach Risiko erfolgt, ist die Wirksamkeit der Therapie fraglich. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Notfalladressen zu kennen. In Salzburg bzw. Tirol sind das folgende Ambulanzen: Landeskrankenanstalten Salzburg 3. Medizin, Kontaktperson: Herr OA. Dr. Alexander Egle, Frau Dr. Ninon Taylor (Tel. 057255 58 2 75), Frau Dr. Scocic (Tel. 057255 57 2 91) , Müllner Hauptstraße 49, 5020 Salzburg; Infekt. Ambulanz Tel.: 057255 25 8 95 Universitätsklinik Innsbruck, Hautabteilung, Station V, Kontaktperson: Herr OA. Dr. Mario Sarcletti, Tel.: 0512/504-24847, Anichstraße 35, 6020 Innsbruck  
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Wie sicher und zuverlässig ist ein Heimtest?

Von einem Heimtest, d. h. einem HIV-Test, den man selbst zu Hause machen kann, raten wir grundsätzlich ab. Er ist in Österreich und Deutschland nicht offiziell zugelassen und das mit gutem Grund. Erstens weiß man nie, ob es sich dabei um einen sicheren und zuverlässigen Test handelt, und zweitens liefern Heimtests häufiger falsch-positive und falsch-negative Testergebnisse als HIV-Tests, die von Ärzten oder Labors eingesetzt werden. Für den Betroffenen ist das natürlich ein großer Schock: Er denkt, er sei HIV-positiv, obwohl er tatsächlich negativ ist. Im Gegensatz zu Heimtests wird nämlich bei HIV-Tests, die man bei Ärzten, in Labors oder in AIDS-Hilfen machen lässt, bei positivem Testergebnis stets ein zweiter Bestätigungstest durchgeführt, um falsch-positive Testergebnisse auszuschließen.

Zudem muss für den Heimtest die richtige Menge an Kapillarblut aus der Fingerkuppe entnommen werden. Dies ist schwierig und bedarf an viel Übung, die man in der Selbstabnahme nicht gewinnen kann. Es ist somit nicht möglich, dass medizinischen Laien die Kapillarblutabnahme zuhause zuverlässig gelingt. Falsch-negative Testergebnisse sind die Folge.

Im Internet werden viele Heimtests verkauft. Doch häufig handelt es sich dabei um Produkte, deren Qualität nicht unabhängig geprüft ist (auch wenn dies oft behauptet wird) und die kompliziert anzuwenden sind. In der Regel sind diese Tests nur für erfahrene medizinische Kräfte zugelassen. Wenden Laien diese Tests an, so können HIV-Infektionen durch Anwendungsfehler unentdeckt bleiben.

In anderen Ländern können Heimtests auch in Apotheken oder online gekauft werden. In Österreich sind diese Tests wegen möglicher Anwendungsfehler durch Laien nicht zugelassen. Wer sie dennoch erwirbt, macht sich aber natürlich nicht strafbar.

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Kann ich mich mit HIV infizieren, wenn ich einen Mann oral befriedige?

Ja. Wenn der Samenerguss im Mund erfolgt, dann kann HIV übertragen werden. Gelangt kein Sperma in den Mund, besteht jedoch kein Infektionsrisiko.

Im Lusttropfen ist die Viruskonzentration im Vergleich zu Blut oder Sperma nur gering. Gleichzeitig ist die Mundschleimhaut eine eher schlechte Eintrittspforte für HIV, sodass der Lusttropfen allein für eine Ansteckung mit HIV beim Oralverkehr nicht ausreicht.

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