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HIV/Aids

Lässt sich in den ersten Stunden nach der HIV-Infektion die Ansteckung rückgängig machen.

Unter Umständen ja, da es Medikamente gibt, welche die HIV-Infektion unter bestimmten Bedingungen rückgängig machen können. Diese Medikamente heißen Post Expositions Prophylaxe (PEP). Die PEP kann kurz nach dem Eindringen von HIV in den Körper eine Ausbreitung und Infektion vermeiden. Dabei handelt es sich um eine hoch aktive antiretrovirale Therapie (HAART). Allerdings wird die PEP in der Regel nur bei dringendem Verdacht durchgeführt (z.B. nach ungeschütztem Sex mit einem nachweislich HIV-positiven Menschen), da die Nebenwirkungen sehr stark ausfallen und die Infektion trotz PEP nicht immer verhindert werden kann.
Nach einem ungeschützten Sexualkontakt mit einem HIV-positiven Menschen sollte man sofort einen Arzt, im Idealfall aber eine HIV-Spezialambulanz aufsuchen. Wenn es möglich ist, sollte der HIV-positive Partner den Betroffenen begleiten, da der behandelnde Arzt auf diese Weise Informationen über die Höhe der Viruslast, die Vorbehandlung und etwaige Resistenzen erhalten kann. Der HIV-Positive muss seinen Namen dabei nicht nennen und bleibt anonym.
Wer ein tatsächliches Risiko hatte, muss jedenfalls sehr schnell handeln. Der Beginn der PEP sollte möglichst innerhalb von zwei Stunden nach dem Risiko erfolgen. Innerhalb von 24 Stunden wird der Behandlungsbeginn von Medizinern noch als sinnvoll erachtet. Wenn die PEP erst nach 48 Stunden nach Risiko erfolgt, ist die Wirksamkeit der Therapie fraglich. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Notfalladressen zu kennen. In Salzburg bzw. Tirol sind das folgende Ambulanzen:
Landeskrankenanstalten Salzburg 3. Medizin, Kontaktperson: Frau Dr. Ninon Taylor, Tel.: 0662/4482-3449, Müllner Hauptstraße 49, 5020 Salzburg
Universitätsklinik Innsbruck, Hautabteilung, Station V, Kontaktperson: Herr OA. Dr. Mario Sarcletti, Tel.: 0512/504-24847, Anichstraße 35, 6020 Innsbruck

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Lässt sich eine HIV-Infektion heilen?

Nein, es gibt keine Medikamente, mit denen man HIV heilen kann.
Allerdings muss man bei uns heute nicht mehr an HIV sterben, da es eine Therapie gibt, die den Ausbruch von AIDS verhindern kann. Diese Therapie heißt HAART. Dank der Therapie können Betroffene mittlerweile mit einer hohen Lebenserwartung rechnen.

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Wie hoch ist das Risiko, wenn ich nur kurzen ungeschützten aktiven Analverkehr hatte?

Das hängt beim ungeschützten Analverkehr ganz davon ab, wie viel Darmsekret oder Blut während des Eindringens auf die Eichel gelangt ist. Beim ungeschützten Analverkehr hängt es also davon ab, ob nach dem Herausziehen des Penis sichtbare Blutmengen oder Rückstände an Darmsekret (das ist eine weißlich bis gelbliche zähe Flüssigkeit, die sich auf der Darmschleimhaut befindet, und die auch HIV übertragen kann) zu erkennen sind. Nicht erkennbare Blutmengen oder nicht sichtbare Reste an Darmsekret sind wiederum nicht ausreichend.

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Besteht ein Risiko beim Aneinanderreiben der Geschlechtsorgane?

Das Reiben des Penis an der Scheide fällt noch unter Safer Sex. Im Scheidensekret ist die Virenkonzentration von HIV nur dünn, weswegen Mengen an Scheidensekret, die beim Reiben des Penis an der Scheide auf die Eichel gelangen, für eine HIV-Infektion nicht ausreichen.

Auch das Reiben von Scheide an Scheide (Tribadie) bei lesbischen Sexpraktiken ist aus demselben Grund kein Risiko. 

Auch für heterosexuelle Frauen besteht kein Risiko, weil praktisch keine relevante Menge an Lusttropfen in die Scheide gelangen kann.
Zwei Männer müssen darauf achtgeben, dass kein fremdes Sperma auf der Eichel oder Lusttropfen verrieben wird.

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