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Hepatitis

Wie lange muss ich nach einem Risikokontakt warten, bis ich mich auf Hepatitis C testen lassen kann?

Das diagnostische Fenster, d. h. Der Zeitraum von der Infektion mit Hepatitis C (HCV) bis zum sicheren Nachweis, kann beim HCV-Antikörpertest 7-31 Wochen, also ca 2-7 Monate betragen.
Mittels eines PCR-Tests (dabei handelt es sich um den direkten Virusnachweis) kann man das diagnostische Fenster um einige Wochen verkürzen, doch wird dieser Test nur selten durchgeführt, weil dieses Verfahren sehr teuer ist.

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Wie lange muss ich nach einem Risikokontakt warten, bis ich mich auf Hepatitis B testen lassen kann?

Es kann 8-16 Wochen dauern, bis Hepatitis B (HBV) mittels HBsAG-Bestimmung (der Nachweis des Antigens) nachweisbar ist. D. h. 4 Monate nach einem befürchteten Risiko bietet dieser Test maximale Sicherheit.
Mittels eines PCR-Tests (dabei handelt es sich um den direkten Virusnachweis) kann man das diagnostische Fenster um einige Wochen verkürzen, doch wird dieser Test nur selten durchgeführt, weil dieses Verfahren sehr teuer ist.

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Warum sollte man mit einem Kondom keine öl- oder fetthaltigen Gleitmittel verwenden?

Öl- oder fetthaltige Gleitmittel (Babyöl, Massageöl, Vaseline) greifen das Latex an und machen das Kondom brüchig. D.h. durch das falsche Gleitmittel kann das Kondom bei der Verwendug (wenn das Latex also stark beansprucht wird) leichter reißen oder undicht werden. Deshalb sollte zusammen mit einem Kondom immer wasserlösliches Gleitmittel verwendet werden.

D.h. aber nicht, dass das Kondom bei Verwendung des falschen Gleitmittels automatisch für Krankheitserreger immer durchlässig wird. Es wird lediglich die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass es bei Beanspruchung porös wird oder kaputt geht. Wenn das Kondom nach der Verwendung trotz des falschen Gleitmittels immer noch intakt und völlig dicht ist, dann hat es seine Schutzfunktion trotzdem erfüllt: Glück gehabt! Allerdings kann man die Dichte des Kondoms nur prüfen, indem man dieses nach der Verwendung mit Wasser befüllt und dabei sieht, ob Flüssigkeit austritt oder nicht. Die Verletzungen der Latexstruktur können nämlich so minimal sein, dass sie mit freiem Auge nicht erkennbar sind.

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Welche Arten der viralen Hepatitis gibt es?

Die verschiedenen Hepatitis-Viren werden mit den Buchstaben A bis E und G bezeichnet. Am häufigsten treten Hepatitis A, B und C auf.

Hepatitis A ist eine der weltweit häufigsten Infektionskrankheiten. Sie wird fäkal-oral übertragen. D.h. das Hepatitis A-Virus wird mit dem Stuhl ausgeschieden (fäkal) und gelangt durch den Mund (oral) in den Körper. Infektionsträger sind also vor allem durch Fäkalien verunreinigtes Trinkwasser und Nahrungsmittel. Häufig sind z.B. Schalentiere, die aus durch Abwässer verunreinigten Küstengebieten stammen, für eine Infektion verantwortlich. Hepatitis A kommt hauptsächlich in Ländern mit niedrigem Hygienestandard vor und wird bei uns deshalb oft als Reisehepatitis bezeichnet.
Gegen Hepatitis A gibt es eine wirksame Schutzimpfung.

Hepatitis B wird durch Blut und andere Körperflüssigkeiten wie Scheidenflüssigkeit, Sperma oder Speichel übertragen. Ein häufiger Übertragungsweg ist ungeschützter Geschlechtsverkehr, aber auch beim Küssen ist eine Übertragung möglich. Das Virus wird auch von infizierten Müttern bei der Geburt mit hoher Wahrscheinlichkeit auf das Neugeborene übertragen. In den meisten Fällen (80 bis 90%) heilt die Hepatitis B wieder aus. Sie kann aber auch chronisch verlaufen.
Gegen Hepatitis B gibt es eine wirksame Schutzimpfung.

Hepatitis C wird durch Blutkontakt übertragen. Die wichtigste Rolle in der Infektionsübertragung spielt der Nadeltausch bei intravenösem Drogenkonsum. Ein Risiko besteht aber auch, wenn beim Tätowieren, Piercen oder Ohrringstechen unsterile Geräte verwendet werden. Die sexuelle Übertragung spielt nur eine untergeordnete Rolle (bei Praktiken bei denen es zu Blutkontakt kommen kann). Die Hepatitis C verläuft in den überwiegenden Fällen (ca. 80%) chronisch. Die Heilungsmöglichkeiten sind beim heutigen Stand der Medizin nur bedingt erfolgreich.
Gegen Hepatitis C gibt es keine Schutzimpfung.

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