Medizin

Fortschritte bei Suche nach Impfstoff gegen Hepatitis C

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Ein neuartiger Impfstoff gegen die Erreger von Hepatitis C hat sich in einem ersten Test an gesunden Menschen als gut verträglich erwiesen. Das Präparat nutzt gentechnisch veränderte Viren aus Schimpansen, um das menschliche Immunsystem gegen die gleichfalls viralen Auslöser von Hepatitis C zu mobilisieren. Zwei Forschergruppen berichten im Journal "Science Translational Medicine", wie sie das passende Affen-Virus identifizierten und dieses zum experimentellen Impfstoff entwickelten. Bei dem neuen Impfstoff wurden die HCV-Antigene an Adenoviren als Vektoren gekoppelt. 41 gesunde Probanden wurden damit in einer Phase-I-Studie geimpft. In Folge gab es eine starke Immunantwort, die nach Angaben der Forscher mindestens ein Jahr anhielt.

Vielversprechende Studie abgebrochen

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Das aussichtsreiche Gel, das Frauen vor einer HIV-Infektion schütze sollte, hat nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde NIH intensiven Tests nicht standgehalten. Aus diesem Grund wurde die Studie, wohl auch auf Druck der GeldgeberInnen, abgebrochen. Offen bleibt die Frage, wie es sein kann, dass die ersten Tests mit dem Wirkstoff Tenofovir so vielversprechend aussahen. Immerhin belegte die südafrikanische Pilotstudie, dass das Ansteckungsrisiko mit HIV auf fast 40 Prozent gesenkt werden konnte. Die jüngsten Daten ergaben jedoch, dass sich etwas sechs Prozent der Gel-Benutzerinnen trotz Schutz beim Sex mit HIV infizierten. Diese Zahl war identisch mit dem Infektionsrisiko der Vergleichsgruppe, die statt des Tenofovir-Gels ein Placebo anwandten.

HIV schädigt das Gehirn

HIV greift nicht nur das Immunsystem, sondern auch direkt das Gehirn an. Dort zerstört das Virus Nervenzellen, was in nicht wenigen Fällen Demenz zufolge hat. „Neuro-Aids“, wie diese Form der Erkrankung genannt wird, stellt in der Behandlung von Betroffen ein zunehmendes Problem dar, dem ÄrztInnen und WissenschaftlerInnen bis heute mehr oder weniger machtlos gegenüberstehen. Was sie allerdings wissen, ist, dass HIV das Gehirn in mehrfacher Hinsicht schädigt. Das Virus befällt und zerstört Hirnzellen direkt, setzt aber darüber hinaus auch Prozesse der Immunabwehr in Gang, die zusätzlich das Nervengewebe angreifen. Heute verfügen Mediziner immerhin über mehr als 20 Medikamente, die gegen die gefürchteten neurologischen Auswirkungen von HIV eingesetzt werden können.

Medikamente sind wirksamer als vermutet

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Laut einer vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützten Studie wirken HIV-Medikamente gut gegen die unterschiedlichen HI-Virentypen. Immer wieder äußerten ExpertInnen ihre Bedenken bezüglich der allgemeinen Wirksamkeit, nun haben Forschende der Schweizerischen HIV-Kohortenstudie diesen Skeptizismus klar in die Schranken gewiesen. Insgesamt 5.268 PatientInnen wurden in die Studie eingeschlossen, 4.729 mit Subtyp B, 539 mit einem anderen Subtypus. Wie erwartet wirkte die HIV-Therapie gut gegen den Subtyp B: Pro 100 Behandlungsjahre - die sich ergeben, wenn man beispielsweise 100 Patienten ein Jahr lang oder 50 Patienten zwei Jahre lang behandelt - traten etwa vier so genannte Therapieversagen auf, bei denen die Viruslast im Blut entweder nicht genügend abnahm oder zu einem späteren Behandlungszeitpunkt unerwartet wieder anstieg. Bei PatientInnen mit Nicht-B-Subtypen versagte die Therapie sogar noch seltener, nur etwa zwei Mal in 100 Behandlungsjahren.

Neue Studie sorgt für Verwirrung

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Es ist eine verzwickte Situation: Auf der einen Seite verbessert die hormonelle Verhütung die Gesundheit von Frauen in Afrika, da ungewollte Schwangerschaften verhindert werden können. Die Kehrseite der Medaille ist jedoch, geht es nach einer kürzlich veröffentlichten US-Studie, dass offenbar die HIV-Infektionen dadurch steigen. Die Verhütung durch Hormone kann offenbar das Risiko für HIV-negative Menschen verdoppeln, sich mit dem HI-Virus zu infizieren, so die Studie, die mit knapp 3.780 afrikanischen Paaren durchgeführt wurde. Natürlich könnte das auch auf die Tatsache zurückgeführt werden, dass Frauen, die hormonell verhüten, weniger oft von Kondomen Gebrauch machen; das gleiche gilt selbstverständlich auch für Männer. Geht es allerdings nach den Wissenschaftler der Studie, so greife diese Erklärung zu kurz.
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