Photo: bobby fisher / photocase.comEin neuartiger Impfstoff gegen die Erreger von Hepatitis C hat sich in einem ersten Test an gesunden Menschen als gut verträglich erwiesen. Das Präparat nutzt gentechnisch veränderte Viren aus Schimpansen, um das menschliche Immunsystem gegen die gleichfalls viralen Auslöser von Hepatitis C zu mobilisieren. Zwei Forschergruppen berichten im Journal "Science Translational Medicine", wie sie das passende Affen-Virus identifizierten und dieses zum experimentellen Impfstoff entwickelten. Bei dem neuen Impfstoff wurden die HCV-Antigene an Adenoviren als Vektoren gekoppelt. 41 gesunde Probanden wurden damit in einer Phase-I-Studie geimpft. In Folge gab es eine starke Immunantwort, die nach Angaben der Forscher mindestens ein Jahr anhielt.
Photo: AllzweckJack/photocase.de
HIV greift nicht nur das Immunsystem, sondern auch direkt das Gehirn an. Dort zerstört das Virus Nervenzellen, was in nicht wenigen Fällen Demenz zufolge hat. „Neuro-Aids“, wie diese Form der Erkrankung genannt wird, stellt in der Behandlung von Betroffen ein zunehmendes Problem dar, dem ÄrztInnen und WissenschaftlerInnen bis heute mehr oder weniger machtlos gegenüberstehen. Was sie allerdings wissen, ist, dass HIV das Gehirn in mehrfacher Hinsicht schädigt. Das Virus befällt und zerstört Hirnzellen direkt, setzt aber darüber hinaus auch Prozesse der Immunabwehr in Gang, die zusätzlich das Nervengewebe angreifen. Heute verfügen Mediziner immerhin über mehr als 20 Medikamente, die gegen die gefürchteten neurologischen Auswirkungen von HIV eingesetzt werden können.
Photo: öde_inge / photocase.deLaut einer vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützten Studie wirken HIV-Medikamente gut gegen die unterschiedlichen HI-Virentypen. Immer wieder äußerten ExpertInnen ihre Bedenken bezüglich der allgemeinen Wirksamkeit, nun haben Forschende der Schweizerischen HIV-Kohortenstudie diesen Skeptizismus klar in die Schranken gewiesen. Insgesamt 5.268 PatientInnen wurden in die Studie eingeschlossen, 4.729 mit Subtyp B, 539 mit einem anderen Subtypus. Wie erwartet wirkte die HIV-Therapie gut gegen den Subtyp B: Pro 100 Behandlungsjahre - die sich ergeben, wenn man beispielsweise 100 Patienten ein Jahr lang oder 50 Patienten zwei Jahre lang behandelt - traten etwa vier so genannte Therapieversagen auf, bei denen die Viruslast im Blut entweder nicht genügend abnahm oder zu einem späteren Behandlungszeitpunkt unerwartet wieder anstieg. Bei PatientInnen mit Nicht-B-Subtypen versagte die Therapie sogar noch seltener, nur etwa zwei Mal in 100 Behandlungsjahren.
Photo: AllzweckJack/photocase.de