
„Das Thema ist sehr sorgfältig zu betrachten. Was würden Sie sagen, wenn Sie in einem Restaurant von einem Koch, der sich schneidet und mit AIDS infiziert ist, das Essen zubereitet bekommen? Es ist hart ausgedrückt, aber wir müssen sehr sorgfältig sein. Zum Beispiel bei Bäckern oder Metzgern, all diesen Berufen, die mit der Ware direkt in Verbindung stehen, muss man sehr vorsichtig sein.“
Mit diesen Worten rechtfertigte Julius Schmalz, Präsident der Wirtschaftskammer Salzburg, Informationen auf der Website der Wirtschaftskammer, welche HIV-Positive ausdrücklich diskriminieren. Der Ratgeber auf der Homepage der Kammer stützt sich auf Fehlinformationen, die aus den 1980er Jahren stammen, und ignoriert alle bisherigen virologischen und medizinischen Erkenntnisse. Auf eine schriftliche Aufforderung, diese Fehlinformationen von der HP zu nehmen, erfolgte von Seiten der Wirtschaftskammer keine für uns zufriedenstellende Reaktion.
Derartige unqualifizierte Beiträge bezüglich HIV/AIDS am Arbeitsplatz tragen im Endeffekt nur zur Desinformation und Verunsicherung der Bevölkerung und darüber hinaus zur fortschreitenden Diskriminierung und Stigmatisierung von Menschen mit HIV/AIDS bei. Beim Einhalten der selbstverständlichen Hygiene-Schutzbestimmungen besteht für niemanden eine Ansteckungsgefahr. Aus diesem Grund kann ein/e Betroffene/r beispielsweise beim Friseur, in Service oder Küche eines Restaurants und auch im Pflegebereich problemlos arbeiten.
Bei der Annahme, man könne sich über Lebensmittel mit HIV infizieren, handelt es sich um eine moderne Legende. Eine Ansteckung mit HIV über etwaige infektiöse Körperflüssigkeiten, die sich in Speisen oder Getränken befinden, ist nicht möglich, da die Körperflüssigkeiten mit Getränken bzw. Nahrung und Speichel viel zu sehr verdünnt würden. In diesem Gemisch aus Nahrungsbrei, Speichel und Körperflüssigkeiten würde die Viruskonzentration von HIV viel zu dünn werden, weshalb eine Übertragung von HIV ausgeschlossen werden kann.
Weitere Infos siehe auch hier.
Dieser Folder beantwortet die wichtigsten Fragen zu HIV/AIDS und will Sie zugleich motivieren, persönlich Stellung zu beziehen. Überprüfen Sie ihre Haltung und fragen Sie: Was haben HIV und AIDS mit mir zu tun?
Entscheidend für die Übertragung von HIV ist nicht die sexuelle Orientierung - ob hetero-, homo- oder bisexuell -, sondern das eigene Verhalten. Bestimmen Sie selbst, wie weit Sie gehen, was Sie zulassen, wie Sie sich selbst und Ihren Partner/Ihre Partnerin am besten schützen können.

Gestern noch ein Kind - heute schon ein pubertierender Teenager.
Dass es wichtig ist, seinen eigenen Körper zu kennen, bevor man die Körper anderer entdeckt, streitet heute kein Mensch mit Herz und Hausverstand mehr ab. Nur wer sich wirklich auskennt, kann Sex auch richtig genießen! Dementsprechend wichtig sind - und zwar für Eltern und Kinder - verlässliche Informationen über Sexualität, Liebe, Verhütung, sexuell übertragbare Krankheiten, das erste Mal usw.
Es ist nicht einfach, locker und entspannt über Sex zu reden, vor allem dann nicht, wenn man selbst noch keine Erfahrungen gemacht hat. In der von den österreichischen AIDSHILFEN herausgegebenen Broschüre "Kondome? Na sicher!" sind die wichtigsten Informationen rund um das Thema Sexualität zusammengefasst und stehen hier zum download bereit.
In Österreich wurden im Jahr 2008 505 Menschen HIV-positiv getestet. Die Zahl der Neuinfektionen hat sich in Österreich schon seit Jahren auf dieses hohe Niveau eingependelt. Das zeigt, dass das Verhalten der ÖsterreicherInnen gegenüber Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten nachgelassen hat. Dazu gibt es nur eine Antwort: Die Präventionsbemühungen müssen durch öffentlichkeitswirksame Kampagnen verstärkt werden.
Im Anhang findet sich der vollständige Tätigkeitsbericht als pdf-Datei.