med update 02-03-17


Themen:
- CROI - eine Konferenz mit Besonderheiten
- Münchner AIDS und Hepatitis Werkstatt - ebenfalls eine Konferenz mit Besonderheiten
- HIV-Therapie - Alternativen zur 3er Kombination?
- Dolutegravir + Rilpivirin als Dualtherapie zeigt gute Ergebnisse
- Dolutegravir nicht als Monotherapie empfohlen
- Nachgefragt: Dolutegravir
- PrEP - zu wenig Labortests bei AnwenderInnen in den USA
- PrEP - Erfahrungen aus den USA zeigt: Zielgruppen werden nicht immer erreicht
- Hepatitis A Ausbrüche bei MSM - Aufruf der ECDC zur Impfung
- Nachgefragt: Hepatitis A
- Veranstaltungsankündigungen

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WHO sieht dringenden Handlungsbedarf bei Hepatitis

Weltweit leiden rund 328 Millionen Menschen an chronischer Hepatitis B oder Hepatitis C. 2015 gab es dadurch 1,34 Millionen Todesopfer. "Wir brauchen mehr Prävention und müssen die Preise für die Hepatitis C-Medikamente herunterbringen", sagte der aus Österreich stammende Chef des WHO-AIDS- und Hepatitis-Programms, Gottfried Hirnschall.
Der von der Weltgesundheitsorganisation veröffentlichte Report (als PDF-Datei im Anhang) umfasst erstmals auch eine Darstellung des globalen Ausmaßes der Verbreitung der beiden Leberentzündungen, welche im Falle der zumeist sexuell übertragenen Hepatitis B oft, im Falle der vor allem über Blut übertragenen Hepatitis C jedoch zumeist chronisch verlaufen. Die Folge können langfristig Leberzirrhose, Leberversagen und Leberzellkarzinome sein. Die Hepatitis B lässt sich per Impfung vermeiden. Für die Behandlung der schweren chronischen Hepatitis B stehen Medikamente zur Verfügung, welche die Infektion langfristig unterdrücken können. Mit den neuen Therapien gegen die Hepatitis C lässt sich eine Ausheilung in rund 95 Prozent der Fälle erreichen.

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6. Mai 2017: HIV-Testung im Europark Salzburg von 9 bis 18 Uhr

Leider werden in Österreich HIV-Diagnosen noch immer sehr spät gestellt. Eine frühe Diagnostik ist aber einerseits für die weitere gesundheitliche Entwicklung des Betroffenen sehr wichtig, andererseits verhindert es auch die Weitergabe der HIV-Infektion. Alle sollten daher ihren Status kennen.
Am Samstag, dem 6. Mai 2017, bietet die Aidshilfe Salzburg in Zusammenarbeit mit dem Life Ball und der großzügigen Unterstützung von Interspar von 9 bis 18 Uhr eine kostenlose und anonyme Testung auf HIV im Europark Salzburg an.

Zusätzlich verlosen wir zwei exklusive VIP-Karten für den Life Ball 2017.

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PrEP nun auch in Schottland

leicagirl / photocase.com Photo: öde_inge / photocase.de

Das schottische Medikamenten-Konsortium (SMC) hat beschlossen, dass Personen mit einem erhöhten Risiko einer HIV-Infektion künftig die Präexpositions-Prophylaxe (PrEP) kostenlos erhalten können. Gegenwärtige Präventionsmethoden seien in den letzten zehn Jahren nicht erfolgreich gewesen, die Ausbreitung von HIV in Schottland zu reduzieren, so die Begründung.
PrEP ist eigentlich das gleiche wie ART (Anti Retrovirale Therapie) bzw. HAART (Hoch Aktive Anti Retrovirale Therapie). Es sind die gleichen Tabletten, die HIV-positive Menschen zur Behandlung ihrer HIV-Infektion schlucken. Die gesamte Idee zu PrEP kommt ja aus den Erfahrungen mit der Behandlung von HIV-Positiven. Man weiß bereits seit 20 Jahren, dass durch die regelmäßige Einnahme dieser Medikamente die Anzahl der Viren im Körper der infizierten Person gesenkt und so die Zerstörung des Immunsystems verlangsamt bzw. gestoppt wird.

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