10 Jahre EKAF-Statement

Vor ziemlich genau zehn Jahren veröffentlichte der Schweizer Infektiologe Pietro Vernazza, zusammen mit anderen HIV-Experten,  das so genannte EKAF-Statement (Eidgenössische Kommision für AIDS Fragen) in der Schweizer Ärztezeitung und löste damit eine bis heute andauernde Kontroverse aus. Die Kernausage des Statements lautet wie folgt:
„Eine HIV-infizierte Person ohne andere STD unter der antiretroviralen Therapie (ART) mit vollständig supprimierter Virämie (im Folgenden: ‚wirksame ART‘) ist sexuell nicht infektiös, d. h. sie gibt das HI-Virus über Sexualkontakte nicht weiter, solange folgende Bedingungen erfüllt sind:

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Ab 1. Februar 2018: Neuerungen bei unseren Testangeboten

 

Folgende Tests können Sie bei uns weiterhin anonym kostenlos machen lassen:
HIV-DUO-Test (Antikörper- und Antigen-Test)
Nur für schwule und bisexuelle Männer: TPHA-Test (Syphilis-Test = Antikörpertest)

Bei diesen Tests haben Sie ab 1. Februar 2018 einen Selbstkostenpreis zu tragen:   
HBsAG-Bestimmung (Hepatitis B-Test): 7,-HCV-Antikörper-Test (Hepatitis C-Test): 7,-
HBsAG und HCV-Antikörpertest zusammen: 12,-

Bei folgenden Tests haben Sie nach wie vor einen Selbskostenpreis zu tragen:
PCR-Test für EUR 70,-
HIV-Schnelltest (Ergebnis nach 20 Minuten) für EUR 30,-

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Die Zukunft der HIV-Therapie

Photo: jg_79 / photocase.com


In den letzten Jahrzehnten hat sich in Bezug auf HIV/AIDS weltweit viel verändert. Insbesondere die Entwicklung der medizinischen Möglichkeiten durch die HIV-Therapie darf als Erfolgsgeschichte betrachtet werden.
Nachdem 1981 die ersten AIDS-Fälle in den USA beschrieben wurden, konnte 1983/84 das HI-Virus als Ursache der Immunschwäche identifiziert werden. Nur kurze Zeit später wurde 1984 der erste HIV-Antikörpertest auf den Markt gebracht. 1986 wurde unabhängig von der HIV-Thematik die sogenannte PCR (Polymerase Chain Reaction) entwickelt, ein elegantes Verfahren zur Messung von genetischem Material, welches seitdem zur Bestimmung der Viruslast eingesetzt wird. Beide Technologien stellen nach wie vor die Grundlage von HIV-Testung und Behandlungen dar.
Und dann kam der Durchbruch: Als bahnbrechende Meilensteine in der HIV-Therapie gelten nach wie vor die CROI (Conference on Retroviruses and Opportunistic Infections) und die Welt-AIDS-Konferenz im Jahr 1996. Hier zeigten Studien erstmals den Erfolg einer Kombinationstherapie aus mindestens drei Substanzen - ein Konzept.
Heute arbeitet man immer noch sehr hart an Verbesserungen der Therapie, vor allem die Erleichterung der Einnahme und die Verringerung der Nebenwirkungen. Eine gute Nachricht hat uns soeben aus den USA erreicht. Nur eine einzige Tablette in der Woche statt mehrere am Tag – ein neu entwickeltes Therapieprinzip könnte die Behandlung HIV-Infizierter deutlich erleichtern. Das Geheimnis der neuen Tablette ist dabei in ihrem Inneren versteckt:

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Prostitution, Tripper und die alte Doppelmoral

Vor Weihnachten machte eine Prostituierte, die illegal auf dem Straßenstrich arbeitete, Schlagzeilen, da sie mit Gonokokken (‚Tripper‘) infiziert war. Die Medien empörten sich lautstark darüber, weil „sie […] Dutzende Freier mit Gonorrhö angesteckt haben“  könnte.
Sozialpsychologisch auffällig ist hier die archaische Sündenbockfunktion der Frau. Denn wo bleibt hier die Eigenverantwortung des Freiers? Genauso gut ließe sich auch formulieren „Dutzende Freier könnten sich beim ungeschützten Sex von einer Prostituierten mit Gonorrhö angesteckt haben“  oder aber auch  „Dutzende Freier haben durch ungeschützten Sex eine Prostituierte gefährdet, sodass diese sich möglicherweise von den Freiern mit STDs infiziert hat“.

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