Systematische Diskriminierung im großen Stil

Nach den Datenmissbrauchsaffären der Deutschen Bahn, Lidl und Tiger Lacke werden nun gegen die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) schwere Vorwürfe erhoben. Wie kürzlich publik geworden, soll der ÖBB-Konzern Gesundheitsdaten, ärztliche Befunde, körperliche Gebrechen und Verletzungen zur Bewertung von Mitarbeitern herangezogen haben. Unter anderem setzte ein Vorgesetzter einen seiner Untergebenen so lange unter Druck, bis dieser seine Aids-Erkrankung preisgab. Andere, die sich weigerten ihre ärztlichen Diagnosen offenzulegen, wurden mit Kündigung bedroht. Teilweise gingen die zweifelsohne ungesetzlichen Praktiken so weit, dass Regionalleiter dem vertraulichen Gespräch zwischen Arzt und Patient beiwohnten.
Dass nun die ÖBB eine rasche Prüfung und Aufklärung der Vorwürfe fordert ist löblich, weniger achtbar ist allerdings die Vorgangsweise, da bis dato immer nur die Rede von einer internen „lückenlosen Aufklärung“ war. Einerseits, so ließ die Öffentlichkeitsabteilung der ÖBB verlauten, werden arbeits- und datenschutzrechtliche Vorschriften rund um die Gesundheit genauestens eingehalten, andererseits gab die eingesetzte Untersuchungskommission bekannt, dass alle Formulare, die das Thema Diagnose betreffen, ab sofort gestrichen werden. Allein schon das lapidare Eingeständnis, dass es solche Formulare überhaupt gegeben hat, zeugt von der ungemeinen Kaltschnäuzigkeit, die die ÖBB gegenüber ihren Mitarbeitern, aber auch der Öffentlichkeit gegenüber an den Tag zu legen wagt.

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Virus Hotline Dr. Leo Lust wurde auf der Website der Aidshilfe Salzburg integriert!

Die Website www.virushotline.at (Frage/Antwortforum Dr. Leo Lust) steht nur mehr auf der Homepage  der Aidshilfe Salzburg zur Verfügung. Da die Passwörter aller registrierten Benutzer der ehemaligen Virushotline nur verschlüsselt existieren, können die Benutzerkonten nicht ins neue Forum übernommen werden.
Um in Zukunft Anfragen an Dr. Leo Lust zu senden, registriert euch bitte, wenn möglich mit dem bestehenden Benutzernamen, hier:

 
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Die Grenzen des guten Geschmacks. Eine Kritik der Aids-Kampagne „AIDS ist ein Massenmörder“

Die vom Verein Regenbogen jüngst gestartete AIDS-Kampagne mit Adolf Hitler, Josef Stalin und Saddam Hussein sorgt für Unverständnis und aus der Sicht der Aidshilfe Salzburg für berechtigte Aufregung. Internationale Aidshilfen haben sich mit aller Vehemenz distanziert und die sofortige Einstellung der Kampagne gefordert. Youtube hat bereits reagiert und den Clip schnell wieder entfernt.

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Tätigkeitsbericht 2011

Bisher haben sich laut UNAIDS weltweit über 33 Millionen Menschen mit dem Immunschwächevirus HIV infiziert, und jährlich kommen nach wie vor mehr als 2,5 Millionen Neuinfektionen hinzu. In Österreich stecken sich täglich ein bis zwei Menschen mit HIV an. Im Jahr 2011 wurden 525 HIV-Neuinfektionen diagnostiziert.
Im Mittelpunkt der Präventionsarbeit der Aidshilfe Salzburg stehen die Zielgruppen Jugendliche, vulnerable Gruppen, MigrantInnen, Männer, die Sex mit Männern haben, sowie Personen, die beruflich mit HIV/AIDS in Kontakt kommen. Neben der primärpräventiven Arbeit werden Elemente der Sekundär- und Tertiärprävention, also Strategien zur Gesundheitsförderung von HIV-positiven Menschen angeboten.
Das anonyme und kostenlose Testangebot der Aidshilfe Salzburg umfasst den HIV-Duo-Test, Syphilis- sowie Hepatitis B- und C-Screening. Vor allem dem HIV-Duo-Test kommt im Hinblick auf die Prävention große Bedeutung zu. Die frühzeitige Diagnose einer HIV-Infektion ermöglicht einerseits einen rechtzeitigen Behandlungsbeginn und andererseits den Schutz der SexualpartnerInnen. 2011 wurde damit begonnen, Tests und Beratung nicht nur in den Räumen der Aidshilfe Salzburg, sondern auch in der Schwulenszene anzubieten.

Im Anhang findet sich der vollständige Tätigkeitsbericht als pdf-Datei.

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