Buskampagne geht in nächste Runde

Der Bus der Aidshilfe Salzburg, der seit 1997 seine Runden durch die Stadt dreht, wird auch 2010 Teil des öffentlichen Verkehrs in Salzburg bleiben. Dank der großzügigen Unterstützung der Firma GILEAD kann diese in Europa einzigartige Präventionskampagne fortgesetzt werden, mit der die Bevölkerung daran erinnert wird, dass HIV/AIDS ein wichtiges Thema in unserer Gesellschaft und der Kampf gegen die Krankheit noch lange nicht ausgefochten ist.
Das Kondom bietet nach wie vor den sichersten Schutz vor einer Infektion mit dem HI-Virus, weshalb es auch im Zentrum der Kampagne der Aidshilfe Salzburg steht. "Kondome schützen", das ist die simple Hauptaussage, die der Bus, wenn er durch Salzburg fährt, kommuniziert. Richtig angewandt ist das Kondom ein Garant dafür, dass niemand seine eigene Lust, die Lust auf Sexualität und somit die Lust aufs Leben in den Hintergrund zu rücken braucht.

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Über infektiöse Drogenspritzen in U-Bahnsitzen und andere Legenden

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Immer wieder stellen uns in der Beratung verunsicherte User die Frage, ob es möglich sei, dass man unbemerkt in einer Disko mit einer Spritze gestochen wird. Dabei ist die Geschichte der Person, die mit einer Spritze umherwandert und anderen Diskobesuchern HIV-positives-Blut einimpft, sodass sich diese mit HIV oder anderen durch Blut übertragbaren Viruserkrankungen anstecken, schon uralt. Ebenso verhält es sich mit dem Fremden, der von Haustür zu Haustür zieht, um seinen ahnungslosen Opfern beim Öffnen der Tür infektiöses Blut zu injizieren sowie mit den angeblichen Spritzen, die in U-Bahnsitze gesteckt werden. Angeblich soll es auch in jeder Stadt mindestens einen Kebabstand oder eine Pizzeria geben, in welcher das Küchenpersonal ins Essen ejakuliert. Bei diesen Erzählungen, die per Stille Post weitergegeben werden und meist nur mündlich tradiert sind, handelt es sich um nichts anderes als um sogenannte „Urbane Legenden“, das sind moderne Schauergeschichten, welche Moralvorstellungen, Ängste  und Tabubrüche widerspiegeln und meist mit einer hohen Prise Ekelfaktor gewürzt sind.

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Nur ein religiöses Lippenbekenntnis

Mehr kann man wohl von der katholischen Kirche derzeit nicht erwarten, aber immerhin hat sich Kardinal Peter Kodwo Appiah Turkson, Erzbischof von Cape Coast in Ghana, anlässlich der Synode der afrikanischen Bischöfe für Kondome ausgesprochen. Im Kampf gegen AIDS sei die Treue in der Ehe zwar das wichtigste Instrument, so Turkson, sollte aber einer der Ehepartner HIV-positiv oder an AIDS erkrankt sein, so seien Kondome zu befürworten. „Unter Eheleuten würde ich Kondome empfehlen, doch in Afrika sind sie von schlechter Qualität. Sie schützen daher nicht ganz vor der Krankheit“, betonte Turkson und relativiert somit seine Aussagen, indem er gekonnt Unsicherheit und Angst schürt.

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Homophobe Übergriffe in Cruisingareas

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Anlässlich eines brutalen Übergriffs auf einen Mann im Mirabellgarten, der Cruising Area für schwule Männer in der Stadt Salzburg, möchten wir an dieser Stelle einige Tipps geben, mit denen man einen brutalen Raubüberfall oder gar Körperverletzung vorbeugen kann:
• Als MSM-Vorortarbeiter und Streetworker beobachte ich immer wieder, wie sich manche Männer völlig unbedacht mit mehreren Strichern zugleich in einen dunkleren Teil der Cruising-Area bzw. hinter Büsche oder Bäume zurückziehen. Das ist sehr unklug, da es immer wieder Stricher gibt, welche ihre Freier ausrauben oder sogar schwer verprügeln. Wer sich also mit einem Stricher vergnügen möchte, sollte dies lediglich mit einem einzigen Sexualpartner tun. Hier stehen die Chancen weitaus besser, sich gegen Übergriffe zur Wehr zu setzen bzw. sind auch die Hemmungen eines Strichers größer, wenn er alleine ist.
•Auch betrunkene Teenager oder sekkante Kids können gefährlich werden. Es empfiehlt sich daher nicht, sich Jugendgruppen zu nähern oder sie gar zu provozieren, weil betrunkene Menschen häufig unberechenbar und aggressiv reagieren, vor allem dann, wenn sie vor Homosexuellen Angst haben bzw. unter internalisierter Homophobie 'leiden'.

 

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