27.08.2009 - 08:07

AIDS und HIV-Infektion bezeichnen nicht die gleiche Erkrankung. AIDS ist die Abkürzung für Acquired Immuno Deficiency Syndrome (Erworbenes Immundefekt-Syndrom), HIV für Human Immunodeficiency Virus (Humanes Immundefizienz-Virus).
Das Bild zeigt das im Frühjahr 1991 von der Künstlergruppe Visual AIDS in New York entwickelte Symbol im Kampf gegen AIDS.

Tage bis Monate nach der Ansteckung mit dem HI-Virus kann es zur akuten HIV-Erkrankung kommen: Die Symptome sind unspezifisch und denen eines grippalen Infekts ähnlich. Es folgt ein krankheitsfreies Intervall von mehreren Jahren bis Jahrzehnten.

In dieser Situation ruht die HIV-Infektion jedoch nicht, wie man früher annahm. Vielmehr handelt es sich um ein dynamisches Geschehen, bei dem jeden Tag Milliarden neuer Viren entstehen beziehungsweise abgetötet werden. Im späteren Verlauf kommt es zunehmend zu typischen Beschwerden. Das Vollbild einer AIDS-Erkrankung ist von Gewichtsabnahme, schweren Infektionserkrankungen und bestimmten Krebsarten gekennzeichnet.

22.07.2009 - 11:35

AIDS und HIV-Infektion bezeichnen nicht die gleiche Erkrankung. AIDS ist die Abkürzung für Acquired Immuno Deficiency Syndrome (Erworbenes Immundefekt-Syndrom), HIV für Human Immunodeficiency Virus (Humanes Immundefizienz-Virus).

31.05.2011 - 09:16

Die Krankheit AIDS entwickelt sich aus einer HIV-Infektion und wird durch das einzelsträngige RNA-Virus Human Immuno Deficiency Virus (HIV) verursacht, dass zur Gruppe der Retroviren gehört. Diese wiederum stammen aus der Familie der Lentiviren.

Das Bild zeigt die schematische Darstellung des Aidsvirus.

HI-Virus

Zwei Arten von HIV sind bekannt: HIV-1, das weltweit vorkommt, und HIV-2, das hauptsächlich in West-Afrika zu finden ist.

Die beiden Virus-Typen unterscheiden sich in ihrer RNA-Sequenz und im Ausmaß ihrer krankmachenden Eigenschaften (Virulenz). So ist HIV-2 dem SIV ("Affen-AIDS-Virus") von Grünen Meerkatzen genetisch ähnlich, HIV-1 dagegen ähnelt dem SIV von Schimpansen. Mithilfe molekularbiologischer, statistischer und mathematischer Verfahren konnte die Übertragung eines SIV-Subtypen auf den Menschen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, wahrscheinlich um 1930, als hochwahrscheinlich nachgewiesen werden.

Eiweiße auf der Hülle des HI-Virus sind in der Lage, an bestimmten Bindungsstellen (Rezeptoren) auf der Oberfläche menschlicher Immunzellen anzudocken. Zu diesen Immunzellen gehören T-Helferzellen, Langerhans-Zellen der Haut und Fresszellen (Makrophagen). Die Zellen werden durch das Virus zerstört, sodass es langfristig zu einer Schwächung des Immunsystems kommt.

22.07.2009 - 11:50

Wichtig ist die Unterscheidung von AIDS und einer HIV-Infektion. HIV bezeichnet die Infektion mit dem Virus, die nach einer variablen Inkubationszeit zur Krankheit AIDS führen kann. Ein HIV-Infizierter ist somit gesund, bis er erstmals an einer "AIDS-definierenden Krankheit" erkrankt.

22.07.2009 - 11:52

Da der Erfolg einer HIV-Therapie bzw. der Therapie von AIDS nicht zuletzt vom Zeitpunkt ihres Beginns abhängt, ist ein Test von großer Bedeutung und wird daher beim Verdacht auf eine HIV-Infektion empfohlen. Der Test auf Antikörper gegen HIV wird kostenfrei und anonym bei den regionalen Gesundheitsämtern durchgeführt. Der Test bietet 96-prozentige Sicherheit mit vier Prozent falsch positiven Ergebnissen. Ein negatives Testergebnis hingegen bedeutet mit nahezu hundertprozentiger Sicherheit, sich nicht mit HIV infiziert zu haben.