Die Krankheit AIDS entwickelt sich aus einer HIV-Infektion und wird durch das einzelsträngige RNA-Virus Human Immuno Deficiency Virus (HIV) verursacht, dass zur Gruppe der Retroviren gehört. Diese wiederum stammen aus der Familie der Lentiviren.
Das Bild zeigt die schematische Darstellung des Aidsvirus.
HI-Virus
Zwei Arten von HIV sind bekannt: HIV-1, das weltweit vorkommt, und HIV-2, das hauptsächlich in West-Afrika zu finden ist.
Die beiden Virus-Typen unterscheiden sich in ihrer RNA-Sequenz und im Ausmaß ihrer krankmachenden Eigenschaften (Virulenz). So ist HIV-2 dem SIV ("Affen-AIDS-Virus") von Grünen Meerkatzen genetisch ähnlich, HIV-1 dagegen ähnelt dem SIV von Schimpansen. Mithilfe molekularbiologischer, statistischer und mathematischer Verfahren konnte die Übertragung eines SIV-Subtypen auf den Menschen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, wahrscheinlich um 1930, als hochwahrscheinlich nachgewiesen werden.
Eiweiße auf der Hülle des HI-Virus sind in der Lage, an bestimmten Bindungsstellen (Rezeptoren) auf der Oberfläche menschlicher Immunzellen anzudocken. Zu diesen Immunzellen gehören T-Helferzellen, Langerhans-Zellen der Haut und Fresszellen (Makrophagen). Die Zellen werden durch das Virus zerstört, sodass es langfristig zu einer Schwächung des Immunsystems kommt.