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Wirksame HIV-Therapien verhindern die Übertragung von HIV - Teil 4

Maria Vaorin / photocase.com Photo: fmatte / photocase.de

5. „Die Nutzung der Schutzwirkung einer effektiven antiretroviralen Therapie hängt
von der niedrigschwelligen Verfügbarkeit von HIV-Tests und -Beratung sowie vom
Zugang zur antiretroviralen Therapie ab.“
Unser Kommentar: Angesichts des Umstandes, dass die meisten Menschen in Österreich erst fünf bis sieben Jahre nach der Ansteckung von ihrer HIV-Infektion erfahren, können wir dies nur bejahen. Scheinlösungen wie kirchliche Aufrufe zur sexuellen Enthaltsamkeit, Kondomverbote oder angstmachende Schock-Prävention verstoßen nicht nur gegen das oben erwähnte Menschenbild, sondern bewirken durch ihre Doppelmoral das Gegenteil: nämlich, dass Menschen aufgrund ihrer Schuld- und Schamgefühle jahrelang keinen Test machen lassen und/oder sich mit ihren Sexualpartnern das Thema HIV nicht anzusprechen trauen.
Bedauerlicherweise gibt es zu viele Menschen, die aufgrund ihres unreflektierten narzisstischen Größenselbst und ihrer Allmachtansprüche gerne Angst und Panik verbreiten, um mit den Mitteln der schwarzen, abschreckenden Pädagogik Angst vor HIV und sexuell übertragbaren Krankheiten (oder vor Sex überhaupt) zu verbreiten. Da in der Medizin theoretisch immer alles möglich ist, lässt sich auch "wunderbar" auf allen möglichen Horrorszenarien und theoretischen Risiken herumreiten, und hält seine Mitmenschen klein und abhängig.