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Welt-Aids-Konferenz 2014


Vom 20. bis 25 Juli 2014 werden sich rund 14.000 ForscherInnen, ExpertInnen und AktivistInnen in Melbourne, Australien, zur 20. Internationalen AIDS-Konferenz einfinden, bei der laut Unaids-Exekutivdirektor Michel Sidibé das Ziel verfolgt wird, die AIDS-Tagesordnung für die Zeit nach 2015 zu definieren.
2015 ist ein Meilenstein in der Aids-Bekämpfung. Laut Millennium-Ziel soll die Ausbreitung von HIV/Aids bis dahin gestoppt und eine Trendwende eingeläutet sein. HIV-Ansteckungen durch Sexualkontakte und durch Mehrfachnutzung von Rauschgiftspritzen sollen (bezogen auf das Jahr 1990) bis 2015 halbiert werden. Die Ansteckung von Kindern soll ganz ausgemerzt sein und 15 Millionen Menschen mit HIV sollen Zugang zu lebensrettenden antiretroviralen Medikamenten bekommen.

"Wir müssen einen Impfstoff finden, um Null Neuansteckungen zu erreichen", sagt Sidibé. Impfstoff-Forschung, neue Medikamente, Erkenntnisse zur Reduzierung von Ansteckungsgefahr, Leben mit HIV, HIV im Gesundheitswesen und Finanzierung von Therapien - all das wird auf der AIDS-Konferenz debattiert. Und natürlich Diskriminierung.
Die Organisatoren der Konferenz haben eine Online-Petition gestartet: "Niemand zurücklassen", gegen Ausgrenzung und Stigma. Prominente Befürworter sind unter anderem Südafrikas Bischof Desmond Tutu und der sozial engagierte britische Unternehmer Richard Branson. In mehr als 80 Ländern würden Menschen noch wegen ihrer sexuellen Orientierung verfolgt, heißt es darin. Gesetze hetzten zu Gewalt gegen Minderheiten auf und behinderten Programme zur Vermeidung von HIV-Ansteckungen. Die Unterzeichner fordern ein Ende solcher Gesetze und keine Förderung von Hilfsorganisationen, die Intoleranz predigten.