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UNAIDS weiterhin optimistisch

Ungeachtet der Zahl von 34 Millionen HIV-Infizierten weltweit und einer erneuten Zunahme 2010 – nach jüngsten Ermittlungen ist die Zahl der Infektionen von 33,3 auf 34 Millionen gestiegen – halten die Vereinten Nationen bzw. UNAIDS an ihren Ziel fest, bis 2015 die Neuinfektionen auf Null zu senken. Vom 8. bis 10. Juni 2011 kommen PolitikerInnen und ExpertInnen in New York zusammen, um über die notwendigen globalen Strategien zu beraten.
Derzeit seien noch neun Millionen HIV-Infizierte unversorgt, die dringend behandelt werden müssten, teilte UNAIDS zeitgleich in New York und Genf mit. Nur 28 Prozent der infizierten Kinder wurden demnach im Jahr 2009 therapiert. Zum Vergleich: Bezogen auf alle Altersgruppen waren es 36 Prozent. Auf der anderen Seiten bekamen Ende vergangenen Jahres insgesamt rund 6,6 Millionen Menschen die antiretroviralen Mittel. Darunter wurde bei 1,4 Millionen PatientInnen erstmals mit der lebensverlängernden Therapie begonnen – so viele Neubehandelte in einem Jahr gab es noch nie zuvor. Ein anderes Bild zeigt sich derzeit in der Ukraine, dem Land mit der höchsten HIV-Ansteckungsrate in Europa, wo nach offiziellen Angaben rund 187.000 Betroffene leben. UNAIDS schätzt jedoch, dass rund 350.000 Menschen ab dem 15. Lebensjahr mit HIV infiziert sind und nur jeder Vierte davon weiß. Ein neuer Bericht über die Ausbreitung von HIV/AIDS belege unter anderem, dass Frauen schlechter über die Krankheit informiert seien als Männer. Einer Studie zufolge wüssten drei von vier Männern (74 Prozent), dass Kondome effektiv gegen HIV schützen. Bei den befragten Frauen war dies nur knapp der Hälfte (49 Prozent) bekannt. Der vollständige Bericht kann im Anhang als pdf-Datei heruntergeladen werden. Die Erhebung „Aids at 30: Nations at the crossroads“ habe aber ergeben, dass die Menschen in den vergangenen zehn Jahren beim Sex immer häufiger auf Schutz achteten. Zwischen 2001 und 2009 sei die Zahl der Neuinfizierten weltweit um ein Viertel gesunken. UNAIDS geht von 30,9 bis 36,9 Millionen Menschen aus, die mit HIV leben. Dem Bericht zufolge stiegen die Gelder zur HIV-Prävention in Ländern mit niedrigen und mittlerem Einkommen zischen 2001 und 2009 von 1,6 Milliarden auf 15,9 Milliarden US-Dollar.
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